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August 1620. 149
zu erstatten. Es lvird aber für passend erachtet, unterdessen sich auf jeden Fall gefaßt zn machen, die^rbündetcn Herren und die benachbarten Fürsten zur Hülfe zn mahnen, den spanischen Ambassador zusuchen, sich in Mailand dafür zn vertuenden, daß das spanische Volk zurückgehalteil werde. Dem Am-^ssadvr Casati wird obiger Entschluß mitgetheilt und zugleich erklärt, daß man, wenn auch das Volk von^ä'ich ^ die> Blinde komme, doch Mittel habe, den Paß ferner zu sperren, und den Proviant
"Anstricken", insofern der Köllig oder der Gilbernator mit Geld aushelfe, damit man in den Stand gesetzt^verde, gleichfalls ein Regiment Knechte in Sold zu nehmen. In demselben Sinne soll sich Ammann Zur-^uben beim Ambassador Atiron verwenden. Den Abgesandteil ans dem grauen Bund wird freundlich zu-öGrvllstn; jedes Ort verehrt ihnen einen Centner Pulver und einen Centner Blei. k». Der LandvogtSargans berichtet, daß der Freiherr von Tiefenbach auf der Flucht ergriffen nnd den österreichischenWinten ausgeliefert wordeil sei. Die Herren und Obern werden sich darüber berathen, was mit Zürich"ud Glarus zu reden sei, da sie sich ihren Stimmen zuwider eine solche Gewalt gegeil diesen Freiherrn an-^Maßt »ad sich unterstanden haben, nachdem sie selbst das Recht angeboten, ihn aus der Haft zu ihrenfänden zu nehmen. Namentlich soll denen von Glarns stark verwiesen werden, daß sie gegeil das eidgenös-Recht dem Landvogt die gewöhnliche Fahr und den Paß verweigert habeil. Die Fahrhabe des VonDimbach, welche noch in des Landvogts Händen ist, soll nicht noch einmal verändert oder verkauft wer-Luccrn endlich soll dem Landvogt eine qualisicierte Person beigeben, welche ihn in diesen Läufen unter-^cn swp Die Bundesgenossen in Wallis haben in Folge der Rathsbotschaft von Uri und deren freund-Ermahnung erklärt, daß sie das zwischen ihnen und den katholischen Orten bestehende Burg- lmd Laild-getreulich halteil wollen. Man dankt ihnen nnd giebt ihnen zugleich davon Kenntniß, daß die besprocheilen"wm nicht ihretwegen, sondern wegen der beimischen ans dem Walliscrbvden stehenden Wachen aufgestellt'^den seien.
Die Namen der Gesandten, sowie I» nnd o, sind dem Nidwaldncrcrcmplar entnommen.
Zu «, Freiburg bat wirklich in Burgund um Hülfe bei dem Grafen von Champlite und hatte zuRcseni Zwecke Hanö Georg Vögeli an denselben abgeordnet. Der Graf gab gerade keine abschlägige Ant-Mg,, dieselbe im Nathöprotokoll von Frciburg vom 14. August.
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Cvnferenz der V katholischen Orte.
L»»cer<». 1620, 17. Augnst.
Staatsarchiv Luccrn. Nbsch. anno 1620. Bd. XIII. kol. 166.
^ Gesandte: Luccrn. Heinrich Cloos, Ritter, Venner; Niklaus Cloos, des Raths. Uri. Melchior^lluet, Landshauptmann; Johann Konrad von Beroldingen, Johann Peter von Roll, alle Alt-Land-^'^uer. Schwyz. Gilg Frischhcrz, Landammann; Jost Schilter, Alt-Landammann; Christoph Schorno,^ Statthalter; Jakob Schmidig, Hans Vüeler, des Raths. Unterwal den. Kaspar Leu, des Raths,^ Ridwalden. Zug. Koilrad Zlirlattben, Alt-Ammann; fHansj Meyenbcrg, des Raths.
^ Schlvhz, welches diese Zusainnlenkililft ausgeschriebeil hat, berichtet, bernisches Volk nähere sich'uehr der Grenze und drohe, den Paß durch die March und Uznach zu nehmen. Es sei dadurch
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