Juli 1620.
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ISS
Konferenz der evangelischen Städte und Orte.
Aarau. 1K2«, 30. J«li (20. a. K.).
StaatSarchiu Zürich, «vst. XII. i.is. t'ol. s?o.
6iesandte: Zürich. Haus Heinrich Holzhalb, Bürgermeister; Heinrich Bräm, Statthalter. Bern.^ »tv» vvii Graffenried, Seckelmeister; Niklaus von Mülinen, des Raths. Glarus. Heinrich Elmer, Panner-und des Raths. Base l. Hans Jakob Burckhardt, Lukas Jselin, beide des Nathes. Schafft) a nsen.^'urad Peher, Statthalter! Jeremias Peher, beide des Raths. App.euzell-Auß errhvden. Johannes
Landannnann. Stadt St. Kalten. Sebastian Schobinger, Aleck. Dr., des Raths.
»5. Wegen der äußersten Roth und Gefahr, in welcher sich die III Bünde durch die gransamen „mordt-I" Practiken" ihrer Banditen und Widersacher') befinden, haben dieselben schon zu wiederholten Malen), ^rn iu>d Glarns um eidgenössische Hülfe ersucht. Jetzt halten sie abermals um eilende Hülfe an^ üWen Zürich etliche Berichte, die ihnen wegen drohender Gefahren aus Bellenz, Throl, Etschland und. . '^eren Orten zugekommen sind.-) Zürich und Bern sind entschlossen, den III Bünden mit Hülfe bei-Zürich drei, von Bern sieben Fähnlein, jedes mit 300 Alaun besetzt, im Namenum ^ ^zuschicken. Glarus verspricht, alle mögliche Hülfe zu leisten und an den ihm zuständigen Fähren^ ')chein gute Borsorge zu treffen. Die drei übrigen Städte und Orte, die mit den III Bünden in keinem^und»ig liehen, werden darauf aufmerksam gemacht, daß dasjenige, was jetzt in den III Bünden vorgehe,^ Generalconspiration gegen die Evangelischen angesehen werden müsse, und daß sie das Ihrige auch bei-Achten. Die Gesandten der übrigen Städte und Orte haben wegen der Hülfe keinen Befehl, hoffenZuversichtlich, daß ihre Herren und Obern sich so benehmen werden, wie es Neligionsverwandten zu-) Appenzell und St. Gallen bitten um getreues Aufsehen wegen der Drohungen, die seit einiger Zeitsie von ihren Rachbarn ausgestoßen werden. Für den Fall, daß die katholischen Orte, wie das Gerücht>»it" ^ Bünden zuziehenden Bolk den Paß sperren wollen, wird von Zürich und Bern abgeredet,Gelegenheit auszuziehen, den Paß von Zürich aus gütlich zu versuchen, und wenn ihnen derselbehi»/^ ^wdeir sollte, im Ramen Gottes Gewalt zu brauchen und bei dieser billigen Sache alle Gefahrh/^'üüetzen. Die Gesandten mehrerer Orte führen den beiden Städte» zu Gemüthe, ob es nicht besserzu ^ --ü'Zug bis nach der badischen Tagleistung zu Hinterhalten." ES wird für nothweudig erachtet,
gc>, ^ ^wviairt und der Munition, welche Zürich bereits in die Bünde geschickt hat, noch weitere Sendun-^ist/"^" schicken, damit die Soldaten ihren nothwendigen Unterhalt haben. Auf die nächste Tag-^ ^aden soll jedes Ort seine Gesandten darüber instruieren, wie man einander beistehen wolle, falls dasl>cr '^wt feindlich angegriffen werden sollte, damit man sich nicht erst, wenn es zu spät ist,
"üisse. Zürich theilt ein Schreiben mit, das der französische Ambassador wegen der bündnerischenSackZürich geschickt hat. Mit Bedauern ersieht man daraus, daß der Ambassador sich in dieserH>ir''t" ^ srüles Königs Interesse nicht'wenig berührt, auf Seite der Banditen und ihrer Anhänger stehe.steh^P mündlich oder schriftlich autworten und ihm die Wichtigkeit der Sache gründlich zu ver-
ein Schaffhausen theilt mit, daß die evangelischen Bürger zu Dießeuhofen gar sorglos seien.
^ wird ersucht, sie durch ein Schreiben zu guter Sorgfalt und Wachsamkeit zu ermahnen.