Juni 1620.
131
R24.
Conferenz der VII katholischen Orte.
Lucern. IK2V, tv. Juni.
Staatsarchiv Luccr». Absch. So an»o IVS0. Vd. XIII. t'al, 71. Laiidcöarchi» Schwqz.
Gesandte: Lncern. Jakob Svunenberg, Ritter, Schultheiß und Paunerherr; Ludwig Schürpf, Ritter,Alt-Schultheiß und Stadthauvtmauu; Heinrich Cloos, Ritter, Venuer und des Raths; Rudolf Pfhffer,bitter, des Raths.' Uri. Emanuel Beßler, Landauuuaun und Paunerherr; Martin Epp, des Raths,^chwyz. Gilg Frischherz, Landanunaun; Christoph Schvruo, Statthalter. Uuterwalden. Anton RonZuben, Landanunaun, von Obwalden; Johann Lussi, Landanunaun, von Nidwaldeni'Zug. Kourad Zurlaubeu,'Gnnann; Johann Trinkler, Beat Jakob Meyenberg, beide des Raths. Freiburg. Heinrich Lamberger,bitter, Alt-Burgermeister; Johann Reiff, Burgernieister. Solothurn. Johann von Roll, Seckelineister.
Freiburg berichtet über die zu Baden gehaltene Couferenz, daß von den bcrnischen Sätzen keinLittel vorgeschlagen, sondern daß Berns Begehren willfahrt worden und der Gesandte von Zürich mit"einem gemessenen Befehl" aufgetreten sei. Weil dergleichen dem eidgenössischen Brauch zuwider ist, soman sich bei Zürich schriftlich darüber beklagen, damit es seineu Gesandten nach Baden Befehl gebe,darüber Antwort zu ertheileu. Mau wird alsdann Gelegenheit haben, Freiburg zu rathen, wie es sich^gen dieses Geschäftes ferner zu verhalten habe. Muß man zum Recht schreiten, so wird es nothweudigdaß Bern alles und auch den Gottesdienst in der Vogtei Tscherliz in den alten Stand stelle. WeitZürich sich einbildet, daß, wenn die Theilung beliebt würde, man auch die Theilung des Thurgaus und"»derer gemeinen Vvgteieu verlangen könnte, soll ihm dieser Argwohn ausgeredet werden. Ii». Weil diekatholischen Glarner abermals gegen ihre neugläubigen Mitlandleute um Recht angehalten und Zürich sich'"ü geringer Ausrede gesöudert hat, so wird, um die Verlängerung dieses Geschäftes zu vermeiden, anZürich geschrieben, man sei, weil die Botschaft bisher noch nicht habe abgehen können, aus dem Streiteatu'r leicht Ungemach entstehen könnte, gesinnt, denen von GlaruS zum Recht zu verhelfen. «. Weil die^rrbung und die Practiken für das venetiauische Büuduiß in Glarus stark überhand nehmen, sollen die drei^aldstatte, welche mit Glarus im Bunde stehen, ihre Nathsbotschaften dahin abordnen, um besonders diekatholischen freundlich abzumahnen. Herr Mirou soll ebenfalls ersucht werden, zur Beförderung der Sachet^uand hinzuschicken. »I. (S. u. Lauis.) Der Ambassador Miron schreibt, daß bald eine ansehnliche^umnie Geldes zur Auszahlung der Pensionen und Distributionen ankommen werde. Man will deßhalb"ut der Gesandtschaft nach Frankreich noch zuwarten; falls aber bis zur baoischeu Jahrrechnung nichts^Zahlt werden sollte, wird man daselbst weiter zu Nathe gehen, den Ambassador aber nichts desto weniger^Nuhnen, die Zahlung nicht länger hinauszuschieben. L. Weil die Errichtung der Schule zu Ascona durch^ Jesuiten nicht hat bewirkt werden können und man früher bei dem Cardinal Vorromco auch um Ver-wahrung der Plätze am eidgenössischen Collegio zu Mailand augehalten hat, jedoch bisher ohne Erfolg, so^agt man dem Gesandten Lueerns, der über das Gebirg verordnet ist, auf, mit noch einem Gesandten nachMailand zu reiten und bei dem Cardinal nochmals anzuhalten und das mit um so mehr Nachdruck, da"v Begehren der Fundativn gemäß ist, mit der Ansicht des Papstes übereinstimmt und früher von dem Car-u>al dem Landammaun Beßler Anerbietuugen dafür gemacht worden sind. Ambrvsio fKorneroj zu Mailand wird