Mai 1620.
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Man sehe auch iu den Abschnitten Hcrrschasts- und Echmiwrtsangclcgenhcitcn -
Grafschaft Sargans. v. Art. öS. Kloster.
«I. Art. 27. Jnstizsachcn.
Landbogtei Lanis. 1,. Art. 2SS. Kirchcnsachen ,c.
Schirmtiootci Eiigclberg. Art. 34.
ATT.
Conferenz der IV evaiigelischett Städte nebst Mülhausen.
Aarau. 1V2«, 2». Mai (18. a.K.).
Staatsarchiv Zürich. Liest. Xll. 1W. toi Stil.
^ Gesandte: Zürich. Hans Georg Grebel, des Raths. Bern. Franz Ludwig von Erlach, Herr zudes Raths; Glado Weherniann, Zeugherr. Basel. Lukas Jselin, der Jüngere, des Raths;Hans Friedrich Nhhiuer, .1. II. II., Stadtschreiber. Schaff Hausen. Hans Konrad Peher, StatthalterMülhausen. Rülaus Hofer, Walther Götz, beide des Raths.
Bei den gefährlichen Läufen und weil sich in der Nähe von Mülhausen fremdes Kricgsvolk amsammelt, erscheint es uothwendig, den schon mehrmals besprochenen Zusatz nach Mülhausen zu legen und»"bleich cine gemeineidgenössische Tagsatzung nach Baden auszuschreiben. Zur Behandlung dieser Gcgcn-ande ist diese Conferenz augesetzt worden. Nach Verrichtung der üblichen Begrüßung berichtet Basel, daßdem im Elsaß liegenden kaiserlichen und liguistischen Kriegsvolk allerlei bedenkliche Zeitungen einkommen.vornehmer Herr, der in Basel gewesen sei, habe mitgetheilt, daß nicht allein der Herzog von Naudcmont""l seinrm geworbenen Volk, sondern auch die Franzosen, die eine Zeitlang bei Metz gelegen Hütten, im- ""ig stüen, und daß die Kriegsrüstungen von Tag zu Tag größere Dimensionen annehmen. Ohnedweifel werde der Markgraf diesem Volk den Paß nicht bewilligen; dann aber sei zu besorgen, daß in"^^ster Nähe der Eidgenossenschaft ein gefährliches Feuer aufgehe.— Die Gesandten von Mülhausen berichten:"H" drei Flecken anderthalb Stunden von unserer Stadt liegen 3000 Manu „unhvldisch" Volk, die allem^"schein nach nicht so bald fortziehen werden. In zwei Dörfern, die nur eine halbe Stunde von hier ent-^"t sind, sind baierische Reiter, welche Drohungen ausstoßen, schon etliche Schafe gestohlen haben und au""dern Orten mit Weibsbildern allerlei Muthwillen treibe». Nächstens wird, wie uns von dem Conimen-ü'ur von Sulz mitgetheilt worden ist, ein Gesandter des römischen Kaisers in das Elsaß kommen und dieStädte fragen, ob sie dem Kaiser schwören und wie sie sich sonst verhalten wollen. Wollen sie nichtichwören, so werde man sie mit Gewalt dazu zwinge»." — Nach Anhörung dieses Berichtes wird in Erwä-^""g gezogen, daß zwar nach der Versicherung, welche die vvrderösterreichische Regierung gegeben hat, an-»""chmen sei, daß das Haus Oesterreich nichts Feindliches beabsichtige; jedoch sei die Möglichkeit vorhanden,"s> durch das fremde Gesindel der Stadt Mülhausen geschadet werde, und mau dann damit sich entschul-"M kömite, daß.es ohne Geheiß geschehen sei. — Es wird nun beschlossen, sobald als möglich einen Zu-von 300 Musketieren nach Mülhausen zu legen, in derselben Form und Ordnung, wie dieß letztes^"hr bei minderer Gefahr geschehen sei. Zürich wird im Namen der vier Städte an die vvrderösterreichische^Piercing schreiben, daß mau den Zusatz blvs zur Defensiv» der Stadt Mülhausen gegen die Insolenz des
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