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Februar 1620.
lich und mündlich habe mau die III. Bünde zu Herstellung des Friedens ermahnt. Nm den Streit zwischen Bernund Frciburg zu schlichten, werden ans Svnntag Neminiscere n.St. (15. März) die Sähe zu Baden zusammen-treten; die Geldsendung erwarte man mit besonderen! Verlangen, da man sonst genbthigt wäre, die Abscn-dung der Gesandtschaft an die Hand zu nehmen, deren man viel lieber überhoben wäre. «. Zürich bringtnachfolgende Beschwerde vor: Die drei Orte Uri, Schwhz und Unterwalden haben bei dem letztjährige»Durchzug einen Zusatz nach Napperswhl ohne den Consens von Glarus gelegt, das daselbst auch Schirin-ort ist. Von dein durchziehenden Volk und dein Zusatz ist den Unterthanen Zürichs vielerlei Trotz und Schmachwiderfahren. Man hat die Drohung ausgestoßen: „Jetzt ist es an der Zeit, die faulen Ketzer auszurcuten!"Deßhalb hat Zürich unter großen' Kosten Wacheil an die Grenze verlegt, damit seinem Volk, „das nichtschlafen will, bis man ihm die Gurgel absticht," von solch rohem, barbarischen! Volk keinerlei Schaden wider-fahre. Die Besatzung und die Wachen der genannten Orte sind gegen den alten Brauch von dem Königvon Spanien besoldet und erhalten worden. Wird Zürich durch solche Unordnung nochmals zn kostspieligerDefension genöthigt, so wird es die Kosten dafür bei denen suchen, welche sie veranlaßt haben, und etlicheGotteshäuser in seinen! Gebiete, die ein gntes Einkommen besitzen, zur Erleichterung des Stadtseckels z»rCvutributiou anhalten. Die Durchzüge verursachen überdies; große Thenrung. Das letzte Volk ist nichtnach den alten Ordnungen, sondern in größeren Abtheilungen und zum Theil bewaffnet durchgezogen. Alacheinem Gerücht beabsichtigen die deutschen Fürsten spanisches und anderes Volk, das nach Deutschland ziehe»will, zu „Hinterhalten", so daß dasselbe in der Schweiz bliebe und ihr zur Last siele. In den Vogteie»diesseits und jenseits des Gebirges verfahren einige Orte eigenmächtig, indem sie ohne den Consens der uut-regierendcn den Durchpaß erlauben. In Sargans ist dem spanischen Ambassador der Paß in die Hand ge-geben worden, ohne Rücksicht auf Zürich und Glarus; Vielen, die von Venedig oder anderswoher nach Zürichreisten, hat man den Paß verweigert, Boten hat man angehalten. Die mit Spanien verbündeten Orte werde»ersucht, dem König von Spanien den Durchpaß durch die Eidgenossenschast zu verweigern oder, wenn dießnicht geschehen kann, dafür zu sorgen, daß die Durchzüge in besserer Ordnung und mit minderer Gefahr ge-schehen, und daß die regierenden Orte jedes Mal gehörig davon in Kenntnis; gesetzt werden. — Bern unter-stützt das Begehren Zürichs. Alach Inhalt der ergangenen Abschiede sollen die Durchzüge mir mit gemeinerZustimmung bewilligt oder abgeschlagen werden. Für den Fall, daß Ungelegcnheiten entstehen, verwahrt sichBern, indem es daran keinerlei Schuld trage.— Die katholischen Orte erwidern: Wenn bei dem letzten Durch-zug jemand Unliebes widerfahren sei, so thue das ihnen herzlich leid. Der Zusatz sei nach Napperswhl verlegtworden, um Unordnungen von Seiten des fremden Kriegsvolkes zu verhindern und wegen Drohungen, die in de»Stadt und Landschaft Zürich ansgestoßen worden seien. Durch die Bündnisse, welche die katholischen Ort?haben, seien sie verpflichtet, die Durchzüge zu gestatten. Daß in Zukunft niemand beschwert und daß Wege»des Proviantes Vorsorge getroffen werde, darauf wolle man ernstlich bedacht sein in der Hoffnung, daß ^dann keiner Wachen mehr an den Grenzen bedürfe, und das; man wederMeltliche noch Geistliche beschwere-Wegen Eingriffen in die Vvgteien hat man sich nicht zu beklagen, da ein Mehr einmal ein Mehr sei u»bals solches anerkannt werden soll, ja in dieser Hinsicht hätten die katholischen Orte mehr Veranlassung Z"Klagen. Die Wachen in Sargans seien aufgestellt worden gemäß der Erbeinigung mit dein Haus Oester-reich; die Abschiede, auf die man sich berufe, seien nie von den Obrigkeiten ratificiert worden. Sie erbi-ttern auch an das Mansfcldische Volk, das sich in dein Gebiete von Zürich und Bern aufgehalten habe-Wenn bei den letzten Durchzügen etwas versäumt worden sei, so werde man es gern verbessern. — Die