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November -1619,
Bern und Freiburg gehandelt worden sei, so wollen die katholischen Orte dem sich fügen, in der Erwartung/das; sich die Gesandtschaft sofort ans den Weg mache und sich die Sache angelegen sein lasse. Weil Frei- ^bürg höchlich beleidigt ist, solle aber bis zu Austrag der Sache in der Herrschaft Tscherliz das Exercitiui»der katholischen Religion den Unterthanen zugelassen werden. An verschiedeilen Grenzen habe Bern Wache»aufgestellt, Warnungsfeuer anzünden und Mahnschüsse thun lassen; das solle abgestellt werden. — Die dreiStädte versprechen, dieser Punkte eingedenk zu sein und mit Bern darüber zu reden. — Der Abgeordneteder vorderöstcrreichischen Negierung, Or. juris Christian Schmidlin, spricht im Auftrag seiner Negierung de»Wunsch aus, es möchte das Mißverständnis; zwischen den Städten Bern und Freiburg, die gleichsam Schwe-stern unter einander und durch Burgrechte und sonst verbunden seien, gütlich beigelegt werden, damit Friedeund Ruhe in der Eidgenossenschaft ungestört bleiben. — Der spanische Ambassador, Alphons Casati, spricht sichin eben demselben Sinne aus und weist auf seine wohlmeinende Affection und treuherzige Zuneigung hi»/welche man während der vielen Jahre, die er in der Eidgenossenschaft zugebracht, habe verspüren könne»-— Diese wohlmeinenden Ermahnungen werden gebührend verdankt. sDen 7. Decembcr schickt auch der Königvon Frankreich ein Schreiben, in welchem er zu einer friedlichen Uebereinkunft ermahnt.s I». <«. (S. u. Thurgaw)
V katholische Orte.
«t. Johann Ludwig von Noll, Commenthur zu Leuggercn, anerbietet für den Fall etiles Krieges5000 Mütt Getreide und 700 Saum Wein, die zu Leuggercn liegen, dergleichen einen schönen Vorrath vo»Getreide zu Tobel und Dägerschen. — Mail läßt dein Commenthur dankeil und anzeigen, daß man das Merbieteil im Fall der Roth gern annehmen werde.
Mail sehe auch im Abschnitte Hcrrschaftsaugclcgenheiten:
Landgrasschllft Thlirgau. tl». Art. 242. Knegssachcu. v. Art. 454. Gotteshäuser, Klbstcr.
I» aus dem Zürcher-, «, Ä aus dem Luccrnercrcmplar.
Gesandtschast von Zürich, Basel und Schafshausen zur Vermittlung des Streiteswegen der Religion im Amte Tscherliz.
Bern. 161S, 18. und IS. November (8. u. 9 a. K.).
Staatsarchiv Zürich. Tr.l-tt), Z. Staatsarchiv B-r». Rathkmannal Nr. 88. S.277, 280. Freiburg x»ch S.bii» und -in Schreiben»-"^
an Zürich vom S. November liii».
Gesandte: Zürich. Hans Heinrich Holzhalb, Bürgermeister; Hans Georg Grebel, des Raths. Bast^'Lllkas Jselin, des Raths; Johann Friedrich Nhhiner, Stadtschreiber. Schaffhausen. Rochus Goßweil^Bürgermeister; Hans Konrad Peher, Statthalter.
Die Gesandteil erscheinen mit ihrem Auftrage zur Vermittlung des Streites zwischen Bern undbürg wegen des gemachten Mehrs in Ncligionssacheil im Amte Tscherliz; sie werdeil vor Rüth und Bw'g^zu erscheinen ersucht. In der ihnen gegebeneil Antwort wird erwähnt, daß „jüngst" die sechsihre Gesandten nach Bern geschickt hätten. — Die Gesandten eröffneil vor Rüth und Bürgern zu