August 1619. 85
ivldrigenfalls mau nach Versfuß des angesetzten Termins die Botschaft abgehen lassen würde, «. Den (III) Bün-de» wird für die bnndesgenössische Gutherzigkeit, welche sie den Gesandten bewiesen, schriftlich gedankt, mitder Bitte, bei dem gefaßten guten Willen zu beharren. «I. Da verlautet, Glarns wolle in das venetianische^ündniß eintreten, so läßt man mit Rücksicht ans den Bund von Glarus mit Zürich und den drei Wald-stätten an Glarus insgemein und an die Katholischen besonders ein freundliches Abmahnungsschreiben er-siehe», stellt aber den Katholischen anhcim, das gemeinsame Schreiben abzugeben oder nicht. (Man sehed»s Project dieses Bündnisses im Anhang I.s < » Es wird angehört, was der französische Ambassador»der den projeetierten Vergleich zwischen dem Bischof zu Sitten und der Landschaft Wallis abermals ge-ichrieben hat, deßglcichen das Gutdünken der Stadt Svtothurn. Weil man ans einem Schreiben des Bischofsdmiilniiit, daß ciic neuer Landrath angesetzt worden sei, um diesen Vertrag z» bestätigen, und man noch»lcht weiß, was von demselben beschlossen und was vom Bischof angenommen worden ist, so stellt man die^ache ein, bis man darüber Bericht erhält, i. Dem Bischof von Basel wird gemeldet, daß er, falls Bern"»i seiner Prätension wegen der Kosten der Bielischen Tauschhandlung beharre, das Recht anbieten solle; zu-gleich wird ihm berichtet, was mau zu Baden wegen der Braudsteuer beschlossen hat, damit er bei den Sei-"'sien dieselbe Ordnung einführen könne. A. (S. u. Orbe und Tscherliz.) I». Abermals werden die Orte»m Fenster und Wappen in das ueuerbaute Eapucinerkloster zu Schwhz sein Fenster kostet 20 Kronen), deßglcichenbv» Ridwalden um Fenster in die neue Kirche zu Hergiswyl ersucht i. 1) Wegen der ausstehenden spanisch-'»ailändischen Pensionen wird abermals nach Mailand geschrieben und dabei bemerkt, daß man, falls bisEnde Septembers nicht zwei Pensionen erlegt würde», verursacht wäre, Gesandte hinein zu schicken, umlaut des Bündnisses die Protestatio» zu thun. 2) Deßgteicheu läßt man bei dem Herzog von Savohen^egcn der Pensionen und um Befriedigung des Ulrich'scheu Regimentes anhalten. It. (S. u. Lauis.) 1. (S. u.Freie Aemter.) i»». Lucern hat dieSchreckenberger, deren eine große Zahl im Lande ist, als zu gering an Gehaltgänzlich verrufen lassen und berichtet, daß etliche Sorten Dicken, besonders die aus Italien kommenden, auchlehr geringhaltig seien, i». Die katholischen Orte haben wegen der Religion durch Abschicken von Gcsandt-sthaften und den Unterhalt guter Priester an den nothwendigen Orten große Kosten. Die Obrigkeiten mögenHeßhalb nachdenke», ob man nicht durch eine allein auf die Gotteshäuser mit Vorwissen des Papstes zu ver-wende Cvntribution die Last erleichtern könnte. «». (S. n. Thurgau.) p. (S. u. Luggarus.) <K. (S. u.Thurgau.)
Man sehe äuch im Adschnitle HerrschastSangelegeuhciteu:
^»dgrafschaft Thnrga». <». Ar!. -150. Gotteshäuser, Klöster. Art. 279. Religio,issachcn X.
llandtiogtei Freie Acmtcr. I Art. 15. Verwaltung im Allgemeinen.
^»twuglci Lauis. Ii. Art. 194. Handel und Verkehr.
^»dliogtci Luggarus. I». Art. 182. Untcrrichtswesen.
L-Nitiliogtci Orlic mit Tscherliz. «. Art. IM.
Zu ».2). DaS Memorial an den Papst lautet also: „Man gicbt Ew. Ht. demüthigst zu wissenund zu bedenken, daß in dem Krieg, so letztlich zwischen König Ferdinand und Vcncdigcrcn sich ge-halten, mit derselbigen Herrschast auch sind verbunden gsin die unkatholischcn Eidgenossen von Zürich undBern, so stark und mächtig sind; dann Bern, die (Ro) mit Savoyen, Frankreich, Burgund und den fünf katho-lischen Orten grenzen, mag 40,000 und Zürich bis in 15,000 Mann in das Feld führen; zu welchem Endund Versicherung haben die Venediger in der Stadt Zürich 160,000 Zcckin hinterlegt, daß, wo cö zu Fallkäme, diese beiden Orte das Geld angreifen und ihres Gefallens brauchen mögen.