84 August 1619.
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werde. Sollte Bern erklären, daß cö in seinem Vorhaben fortfahren werde, so sollen sie Ernst brauchen und ruisterklären, daß ihre Obern entschlossen seien, ihre katholischen Unterthancn bei ihrer wahren Religion zu schütze»und zu schirmen und keineswegs gestatten werden, daß dieses unbillige Mehr „wieder aufgebracht werde"; w»es zu verhindern, werde man die nötbigen Mittel an die Hand nehmen. Ferner sollen sie dafür sorgen, daß derhauptsächlichste Rädelsführer, Namens Pachaud, welcher die einfältigen Landleute verführe und dahin zu bringe»versuche, daß sie sich dem Mehr unterwerfen, und ^Zwietracht zwischen den beiden Städten säe, bestraft werde.(Instruction FrciburgS. Man sehe Absch. 84, c.)
8».
Cvnferenz der Vlil katholischen Orte, des Abtes von St. Gallen und der Stadt Rotwell
Lucern. lvtS, «. August.
Staatsarchiv Luccrii. Alsch. so anno UNS. Bd. XII. toi. 7«.
Gesandte: Lucern. Ludwig Schlirpf, Ritter, ^Schultheiß und Stadthauptmann; Walther Amrhh»'Ritter. Stadtfühnrich; Heinrich Cloos, Ritter, Nenner; Heinrich Fleckenstein, Ritter, alle des Raths. lU>Emanuel Bescher, Ritter, Landainmann; Johann Heinrich Zmu Brunnen, Statthalter. S chwhz. N?Schilter, Landainmann; Johann Sebastian Abhberg. des Raths. Unterwalde». Anton Bon -Plbr»'Landanuuann, von Obwalden; Crispinus Zelger, Landainmann, von Nidwaldcn. Z»lg. Caspar Brande»'berg, des Raths; Oswald Etter, des Raths. Freiburg. Heinrich Lainberger, Ritter, Alt-Burgermeill'und des Raths. Solothurn. s Hansss von Noll, des Raths und Seckelmeister. Appenzell. AchatsWiser, Landainmann. Abt St. Gallen. Marx von Ulm, Hofmeister. Nvtweil. Doetor WernhckIst. Schiffelmann, Zunstmeister.
». 1) Die Stadt Notweil begehrt durch ihre Gesandten Rath, wie sie sich in Bezug auf die EiuladuOder katholischen Union des römischen Reiches beizutreten, verhalten solle, indem das Bündnis; mit dergenossenschaft ausweise, daß sie sich ohne Einwilligung der Orte weder mit Fürsten noch Stünden in ein ferin-'w'Bündniß einlassen solle. Da man nicht weiß, wie weit sie sich bei der Union verpflichten müsse, da ferner d»Papst selbst das Ansinnen an die katholischen Orte gestellt hat, dieser Union beizutreten, so kann man ih»^nur rathen, die Sache so lange einzustellen, bis die erwartete Werbung von Seite der Union an die kath^scheu Orte geschehen ist; alsdann will man ihnen mit weiterem Rath an die Hand gehe»; inzwil'll^sollen sie sich in nichts einlassen. Sollten gegen Rotweil Feindseligkeiten verübt werden, so werde esfahren, daß man ihm das Bündniß halten werde. 2) Was die katholische Union überhaupt ^trifft, so hat man einem dem Papst überreichten Memorial, sowie auch dem gegebenen Bericht entnvin»^daß dieselbe nicht zu thätlicher Hülfe oder Contribution verpflichte, es wäre denn, daß ein allgemeiner ^ligionskrieg entstünde. Dies; alles wird zu fernerem Bedenken für die Obrigkeiten in den Abschied genoi»»'^k. Der Secretär des französischen Ambassadors, Junker Heinrich Wallier, verdankt die Einstellung der ^sandtschaft nach Frankreich und versichert, daß die versprochene Zahlung erfolgen werde, und daß'der Ambasll^sich in Betreff der schwebenden Geschäfte anerboten habe, die Bundesgenossen in den Bünden undmit Rath und That und Darstreckung von Geld zu unterstützen. Alan dankt dem Ambassador und t»'wortet ihm in Bezug auf die Botschaft nach Frankreich, daß man die Erfüllung des Nersprechens geivack^