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5,2,a (1875) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1618 bis 1648
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November 1618.

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durch unruhige Leute, die in der Eidgenossenschaft gerne Unruhe stifteten, eingeflößt worden ist, werden sieöffentlich gänzlich fallen lassen; haben sie sich über uns zu beklagen, so sind wir immer bereit, ihnen freundlichenBericht zu geben. Wir alle müssen dahin trachten, daß der bei Ungleichheit der Religion gemachte Frieden,uuf welchem der Wohlstand der Eidgenossenschaft beruht, durch treue Liebe und Einigkeit serner erhaltenwerde. Darauf erklären die Gesandten der III Blinde, daß von Zürich, Bern oder anderen Orten nieem Vorschlag in Betreff des Bisthums an sie gelangt sei, der dessen Nachtheil oder Veränderung bcabsich-Ugte. Mit ihren katholischen Mitbürgern gedenken sie inlandtlicher" Einigkeit zu leben und sie nicht inihrer Religion zu beeinträchtigen. Wallis erklärt, man möchte ihm diejenigen anzeigen, welche etwas vonwas ihnen vorgeworfen werde, gethan haben, damit es die gehörigen Maßregeln ergreifen könne,übrigens werde es bei der uralteil katholischen Religion bleiben und°das Bisthum Sitten, sowie die Geist-lichkeit beschützen, so lange sie in ihrem Beruf ehrbar und züchtig lebe. Schultheiß Svnncnberg antwortetuu Namen der sieben Orte. Die vier Städte hätten ihre Beschwerden zuerst den siebeil Orteil mittheilen undwcht iil so unvorhergesehener Weise vorbringeil sollen. Wenn man Mißtrauen gehegt habe, so habe maneinigen Grund wegen der von etlichen Orten an den Grenzen aufgestellten Wacheil, wegen Drohungen, die von^escil und anderen ausgestoßen worden seien, sodann wegen Aufhaltung lind Begleitung fremden Kriegs-falles, das gegen ergangene Abschiede ohne Anzeige ungewohnte Pässe aufgesucht habe. Etile ebenso großeAnzahl Spanier, an die Grenzen der Reformierten verlegt, würden auch nicht wenig Mißtrauen verursachen-Daß die vier Stände in Schreiben an fremde Potentaten Ketzer tituliert und ihre Religion eine ver-fluchte Secte genannt worden sei,komme fremd vor"; man wisse sich nicht solcher Schreiben zn erinnern.Der englische Ambassador am savvyischen Hofe soll die Copie eines Schreibens zu Händen gebracht haben, inwelchem das WortIrWrotioi" gebraucht worden sei. Alle diejenigen, welche sich von der römischen KircheMrennt hätten, würden nach italienischem Sprachgebrauch so genannt; eineil andern Ausdruck würden dieÄaliener wohl nicht verstanden haben. Diese Bezeichnung beziehe sich vielmehr auf das fremde Kricgsvolkw der Eidgenossenschaft. Daß die vier Städte wegen Anschlägen zu Unterdrückung der katholischeil Religionund der Bisthümer Chur und Sitten verklagt worden seien, dessen könne man sich nicht besinnen, wohl"l>er wisse man, daß bei dem Strafgericht zu Thusis durch ungewohnten Prozeß der Bischof von Churfrülcr Güter beraubt und abgesetzt, der Erzpriestcr zu Sonders im Veltlin zu Tode gemartert lind daßMehreren Priestern ihre Pfründen genommen und an ihre Stelleil Prädicanten gesetzt worden seien. DemBündnis; mit den siebeil Orteil und dem Nechtsbot entgegen habe Wallis mit Bünden einen Bund gc-fchlvsstn; der Bischof voll Sitten sei in Aufstellung der Prediger und an der Confirmation gehindertKorden. Wenn sie den vier Städten nicht den TitelEvangelische" geben, so könne man ihnen das nichtZargen, da es sonst den Anschein hätte, als hätten die siebeil Orte kein Evangelium. Den Landfriedenw>d die Bündnisse werde man gegen alle halteil, welche dieselben auch gegen sie halten. Uri erklärt, es^statte nicht, daß seine Pässe von verschiedenen Personen unter nichtigen Vorwänden ausgespäht und daßfremdes Kriegsvolk, ohne die Obrigkeit darum zu begrüßen, auf ungewohnten und selbst den LandsassenUnbekannten Wegen durch sein Gebiet ziehe. Daß die Bünde und Wallis für den Fall, daß Zwistigkeitcnzwischen ihnen entstehen, bei Erneuerung ihres Bündnisses die Malstatt nach Ursereil setzeil, wo sie wederhoheoch niedere Gerichtsbarkeit habeil, dagegen protestiert Uri. Die Bünde und Wallis bcmerken,hnß dieß ,licht in böser Absicht geschehen und schon in dem alten Vündniß so vorgesehen sei; sie wollenUber deßhalb an ihre Obereil referieren. Warum die Bünde und Wallis das alte Bündniß erneuert