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5,2,a (1875) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1618 bis 1648
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August 1018.

daß mau an allfälligem Unheil keine Schuld trage, sondern jeweilen dereit gewesen sei, Einigkeit und Friedeherbeizuführen. Sondert sich aber Zürich von dm katholischen Ständen, so wird die Sache Gott befohlenlind die Stände lehnen feierlichst die Schuld an allem daraus entspringenden Unheil ad. Richtet die Ge-sandtschaft nichts aus, so soll eine ähnliche Protestatio!! erfolgen. Ein Bote Zürichs überbringt die Ant-wort Berns, woraus man" -.entnimmt, daß die Botschaft weder von de» sechs noch von den zwölf Ortenetwas ausrichte» werde. Alan findet deßhalb die Gesandtschaft nicht für nothwendig und läßt es dei derProtestation bewenden, welche beiden Städten, Zürich und Bern, übergeben werden soll. Zuvor will manaber den Bericht der Gesandten von Freibnrg und Solothurn erwarten, ob nämlich ungeachtet der ab-schlägigen Antwort Berns der Ambassador Aliron begehre, daß die Gesandten dennoch abgehen sollen.I». Weil das fremde Kriegsvolk sich noch immer untersteht, hie und da durchzuziehen, so wird jedes Ortgllte Aufsicht haben lind dasselbe wieder zurückweisen. Es wäre bei diesen Läufen auch nothwendig, diefremden Viehkäufcr abzuweisen und das Vieh im Land zu behalten, v. ('S. u. Freie Aemter.) «I. DerCardinal Borghese und der Gardehauptmann zu Rom berichten, daß der Papst die Supplik wegen Erhebungdes scl. Bruders .Klans gnädigst angenommen und bereits der Cvngrcgation der Cardinäle de Niti übergebenhabe. Es wird nun nothwendig sein, eine Person zu haben, welche der Sache nachgehe und solliciticre.v. Es ist berichtet worden, daß noch immer fremde Reiterei im Gebiete von Zürich sich aufhalte und ausder Stadt mit Proviant und Geld versehen werde. Man will an Zürich schreiben, daß es dieses Volk nun-mehr fortweise. Da etliche dieser Reiter bisweilen nach Rapperswhl kommen und sich dort beim Trunkaufhalten, so wird Schwhz, weil leicht Gefahr daraus.entstehen könnte, dort Ordnung schaffen, j. DerAmbassador Aiiron hat sich im Namen Gueffiers, des französischen Ambassadors in den Blinden, wegen einerSchmach beklagt, die demselben durch eine von Schwhz aufgestellte Wache zugefügt worden ist. Es wirdgeantwortet, man bedaure solches höchlich und habe Schwhz ermahnt, die Schuldigen zu strafen und dieSeinigen zu Bescheidenheit anzuhalten, zx. Was die leidigen Unruhen in de» Blinden betrifft, so hat manmit Schmerzen gemerkt, daß es darauf abgesehen sei, der katholischen Religion den Garaus zu machen, denkatholischen Orten den Paß über das Gebirge nach Italien wegzunehmen und sie der Hülfe zu berauben,die sie von daher bekommen könnten. Uri wird nochmals ersucht, durch eine vertraute Person die katho-lischen Bündner anzufragen, wie ihnen zu helfen sei. Die Unthaten und Grausamkeiten an den Vündnernzu rächen, dazu fühlen sich die katholischen Orte zu schwach, da sie in einem solchen Falle von Seite derneugläubigen Orte einen Ueberfall zu gewärtigen hätten. Eine Gesandtschaft abzuschicken, wird ebenfalls fürunthunlich erachtet, weil Dermalen kein ordentliches Regiment vorhanden sei, sondern der Pöbel und diePrädicanten alles in ihrer Gewalt haben. Es wird daher am passendsten erachtet, mit dem französischen unddem spanischen Ambassador reden zu lassen, ob sie Rache zu nehmen gesinnt seien. Freiburg und Solothurnsollen mit Miro» darüber reden; an s den spanischen Ambassador wird man schreiben, deßgleichen an denNuntius. Alan wird auch bei dem Herzog von Savohen anfragen, was für Hülfe man allfällig zu ge-wärtigen habe. Ueberhaupt sollen sich die Orte in Bereitschaft halten und ein getreues Aufsehen habe».Man könnte auch zuletzt den König von Spanien bewegen, das Veltlin einzunehmen, damit der Uebermuthder Bündner gerächt, die ketzerischen Practiken vereitelt und Italien von der Jnfection und Gefahr befreitwürde. Dieß würde zugleich den katholischen Orten auch in Beziehung auf das Long leville'sche und dasWalliser Geschäft Vortheile gewähren. Ii. 1) Die Gesandten, die jüngst im Wallis gewesen sind und wegendes bevorstehenden Bundcsschwures in Bünden ein Ncchtsbot angelegt haben, relatieren über ihre Verrichtung.