Juli und August 1618. 29
TS5.
Erneuerung und Beschwörung des Bundes zwischen den Iii Bünden und Wallis.
«hur. t«t», Z.t. Juli.
KantonSarchw M khur.
Der im Jahr 1282 zwischen den III Bünden und Wallis errichtete Bund war während vieler Jahrenicht mehr erneuert wurden. In Folge der gefährlicheil Zeitläufe war es 1600 rathsam erachtet worden,denselben zu erneuern und „in frische Brief und Siegel zu bringen", und ihn zn Sitten zu beschwören undfestzusetzen, daß derselbe von fünfzehn zn fünfzehn Jahren zn beschwören sei. Die Walliser Deputierten treffeilden 19. Juli in Chur ein. Nach Verlesung des Bundesbriefes wird der Eid nach den bei dergleichen Solenni-sationen gewöhnlichen Formalitäten geleistet. Den Walliser Deputierteil wird eine mit den Zusiegeln derIII Blinde versehene Urkunde st. st. 23. Juli 1618 übergeben.
Eonserenz der VII katholischen Orte, sanuut Appenzell I. Nh. und Abt von St. Gallen.
Lucern. IM«, 7. und Z!. August.
Staatsarchiv Lnccr». Absch. <Io aano IVI8. XI. toi. V8 »»d II -IM. LandcSarchiv Schwliz. KaiitonSarchiv Zun- Abschioddd. II.
Gesandte: Luceru. Jakob Soilnenberg, Ritter, Schultheiß und Pannerherr; Ludivig Schürpf, Ritter,Alt-Schilltheiß und Stadthauptmann; Walther Amrhhn, Ritter, Stadtfähnrich; Heinrich Clovs, Ritter,Venner; Rudolf Pfyffer, Ritter, alle des Raths. Uri. Eiilanilel Beßler, Alt-Laildaulmailn und Panner-herr; Hans Heinrich Zum Brunnen, Statthalter. Schwhz. Jost Schilter, Landammann; Heinrich Reding,Ritter, Alt-Landainniann und Pannerherr. Unterwalden. PeterJnlfeld, Landaiilmann, vonObwalden;Änhann Leu, Ritter, Laudainmann, von Nidwalden. Zllg. Melchior Braildenberg, Statthalter; N. Jten,Seckelmeister, des Raths. Freiburg. Peter Falk, Landvogt; Heinrich Lamberger, Ritter, Alt-Burger-Meister, beide des Raths. Solothurn. Johaiui Roll, Laildvogt; (Hans?) Gibelin, Gemeinmann, beide desRaths. Appenzell-Jnnerrhvden. Achatüls Wiser, Landanlinann. Abt von St. Gallen. Hans KasparReding, Landvogt.
Veraulassluig zn dieser Eonserenz wären die hie und da an den Grenzen entstandenen Empörungen,welche dein Vaterlande und der katholischen Religion Gefahr drohten.
!». Eidgenössische Begrüßung. — Es werden die Schreiben des französischen Ambassadors in denRäuden, des Prälaten von Pfeifers und des Ambassadors Miron verlesen. Weil letzteres das Longueville'scheGeschäft weitläufig bespricht, so behandelt man dasselbe zuerst. Mau hält für nothwcndig, daß die Gesandt-llhaft nach Bern ohne Rücksicht auf die Protestation, die Schultheiß Sager zu Baden getha», ihren Fortganghübe, damit nichts verabsäumt werde und die Orte thun, was sie schuldig seien, »venu auch wenig Hoffnungvorhanden sei, daß zu Beru etwas werde ausgerichtet werden. Es wird deßhalb an Zürich geschrieben, es"lochte den verordneten Orten einen Tag zum Autritt bestimmen (18. August) und die Botschaft ausführen.Weigert sich Zürich, so soll alsdann zu Zürich und zu Bern eine Protestation eingelegt werden, des Inhalts,