März und April 1618.
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». Diese Conferenz der drei mit dein Herzog von Longuevillc verbündeten Städte wnrde auf Ansuchendes herzoglichen Anwaltes, Nenn Regnier, zusammcnbernfe», um dem Herzog in seinem Streite mit der StadtBern zu rathen. 1) Negnier erzählt, was seit des Fürsten Ankunft in seiner Grafschaft vorgefallen sei. Aufdas Begehren der Gesandten legt er alsdann seineil Vortrag, ins Deutsche übersetzt, schriftlich vor und er-öffnet hierauf sein in zwölf Artikeln enthaltenes Begehreil. Die Gesandten erwidern, daß der Fürst dieseBegehren vor der Conferenz den verbündeteil Städten hätte mitthcilen sollen, damit dieselben sie hätten initInstruction abordnen können, und nehmen die Artikel in den Abschied. 2) Die beiden französischen Ambassa-doren, der ordentliche Miron und der außerordentliche de Vic, legen in Folge eines vom Köllig an sieabgeschickten Couriers den Gesandten die Frageil vor, erstens, ob es nicht rathsam wäre, daß bei dem Fürstenund der Stadt Bern „um Stillstand der beiderseits einander vorgeschlagenen Märchen und aller andern Proce-duren angehalten werden sollte"; zweitens, ob die Gesandten nicht gut finden, daß eine gemeincidgenössischeTagsatznng zur Liquidierung dieses Geschäftes vom Könige sollte begehrt werden. Die Gesandten beantwortendiese Fragen bejahend und erachteil für das Beste, daß die Ambassadoren an Zürich schreiben, es möchte eine solcheTagsatznng ansetzen. Beide Parteien sollen ihre Abgeordneten auf dieselbe mit ihren Instrumenten, Documentcnund Gewahrsamen verschen. Unterdessen soll der^Fürst durch ein Schreiben Bern erklären, daß er die er-gangenen Urtheile nicht für gültig anerkenne, die Jndicatnr nicht annehme und Bern nicht für seine Nichteruild Arbitri anerkenne. Die Ambassadoren sind damit einverstanden; die Tagsatznng soll auf Montagnach Quasimodo (23. April) zusammenberufen werden. l». Den Gesandten wird eine Copie des von letzterConferenz in Svlvthurn an den König geschickteil Schreibens mitgctheilt. Weil Bern die drei Städte wegendieses Schreibens tadelt, wird für gut erachtet, eine Widerlegung zur Entschuldigung der drei Städte anBern abgehen zu lassen.
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Conferenz von Zürich, Schwyz und Zug.
Zug. 1«1», 19. April.
LandcLarchiv Schwiiz.
Gesandte: Zürich. Kvnrad Grebel, Obmann und des Raths; Heinrich Balbcr, des Raths und Haus-schreiber. Schwhz. Heinrich Reding, Ritter, Landaininann. Zug. Konrad Zurlaubcn, Alt-Ammann;Melchior Brandenberg, Statthalter; Paul Koliii, Pannerherr und des Raths.
Nach der Begrüßung nehmen die Gesandten den Straßenrvdel vor und schaffen nachfolgende eingeschli-chene Unordnungen und Mängel'in den Susten zu Horgen, Zug und Jmmensee ab. !». Da in diesen dreiSusten nicht geringe Unordnung dadurch eitstanden ist, daß die Kaufherren eigene Säumer bestellt haben,ihre Waaren lind ihr Salz zu führen, wvdnrch dann andere zu führen verhindert worden, so soll dieß in Zukunftnicht mehr geschehen, sondern jeder Säumer soll, was vorhandeil ist, laden und fortführen, ohne daß er vonjemand gehindert wird. l». Kein Fertiger soll den Säumer mit Salz zahlen, wie dieß bisweilen geschehenist, sondern mit Geld; mich sollen die Säumer kein Salz mehr verkaufen, damit niemand durch schlechtesMaß betrogen werde, bei der Buße, die jede Obrigkeit den Ihrigen setzen wird. Der Lohn ist von jedemSaum 6 Batzen. Dabei soll es «bleiben. «. Ein jeder Säumer soll das Salz, das er geführt hat, „an die^ 2