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5,2,a (1875) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1618 bis 1648
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mehrmals über eidgenössisches Gebiet zogen oder ans demselben lagerten und wenigstens denheutigen Begriffen von Neutralität Hohn sprachen. Und, Gott sei Dank, aus diesen dunkelnWirrsalen ging unser Vaterland, wenn auch erschöpft, wenigstens in seiner frühern In-tegrität hervor. Wenn irgendwann, so hat damals die eonkukio dominum und die gi-oviclentiaDoi sichtbarlich gewaltet. Am Ende dieser Trübsale sollte aber unserm Vaterlandc nochein Glücksstern leuchten: die von den evangelischen Orten durch Bürgermeister Wettsteinvon Basel für die ganze Eidgenossenschaft zu Münster und Osnabrück errungene Exemtionvom Reiche.

Diese Periode ist für die Geschichte unsers Vaterlandes auch noch dadurch eine be-deutungsvolle geworden, daß in dieselbe die Anfänge einer eidgenössischen Wehrverfassung(des Defensionale) fallen, die dann durch das Dcfenfionale von 1668 eine festere Gestalterhielt. Freilich jenen Anfängen sah man die Zersplitterung der Eidgenossenschaft nurzu deutlich an; denn lange Zeit waren es nicht die sämmtlichen Orte, welche sich zudiesen: Zwecke vereinigten, sondern die evangelischen Städte und Orte waren es, welcheAngesichts der drohenden Gefahreil an den Grenzen die Initiative ergriffen und scholl1629 ein Project ausarbeiten ließen. Erst der gefahrvollen Lage im Jahre 1647 wares vorbehalten, daß die katholischen und die evangelischeu Orte miteinander auf ein ge-meinsames Project sich vereinigten.

Was null die Bearbeitung des vorliegenden Bandes der Abschiedsammlung betrifft,so war dieselbe im Jahr 1860 Herrn Jakob Vogel, Privatdvcenten in Bern, übertragenworden, der bis zu seinem 1864 erfolgten Tode die größere Zahl der Xlllörtischcn Abschiede,jedoch blos nach einem Exemplare bearbeitete. Nach dem Hinscheide desselben übertrugdas Departement des Innern die Ausführung der Arbeit dem Unterzeichneten. DessenBestreben war nun einerseits darauf gerichtet, die möglichste Vollständigkeit des Materialszu gewinnen und dieß durch das Aufsuchen der vielen Conferenzialabschiede, theils durchErgänzung der mir voll meinem Vorgänger zugekommenen Abschiede und durch derenBegleichung mit den Exemplaren anderer Archive. Denn bekanntlich wurden in denfrüher,: Jahrhunderten diejenigen Artikel, Welche nur einzelne Orte betrafen, nur in diefür diese Orte bestimmten Abschiedsexemplare eingetragen. Nicht welliger ging mein Be-mühen dahin ill Beziehung auf Diction und die ganze Behandlungsweise des Stoffes dasManuscript meines Vorgängers mit dem meinigen ill eine gewisse Gleichförmigkeit zu brillgell.