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5,2,a (1875) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1618 bis 1648
Entstehung
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Vorwort.

Wir übergeben mit diesem Bande den Staatsmännern nnd Geschichtsforschern dieurkundlichen Quellen für einen Zeitraum der Geschichte unsers Vaterlandes, welcher, wienicht leicht ein anderer, vielleicht blvs die Stürme der Neunzigerjahre des vorigen Jahr-hunderts ausgenommen, über dasselbe die verhängnißvvllste Krisis herbeiführte und selbstdessen Integrität in Frage zu stellen schien. Des Stoffes war nur allzuviel, welcher denklaffenden Riß zwischen den Katholischen und den Reformierten innner weiter und tieferwerden ließ. Die blutigen Wirren in den Bünden, welchen die katholischen und diereformierten mit ihnen verbündeten Orte nicht unthätig zusahen; die Zerwürfnissezwischen Bern und Freibnrg in Folge der von Bern zu Tschcrliz vorgenommenen Ab-stimmung über die Religion, in welche auch die katholischen Orte hineingezogen wurden;der Mord in der Clus, die Verurtheilung Kilian Kesselrings, die Religionsstreitigkeitenim Thurgau, namentlich der Uttwyler- und Lustorferhandel; das von den katholischen Ortenmit Spanien geschlossene Bündnis;, während die Evangelischen zur schwedischen Parteisich hinneigten diese Verhältnisse alle trennten unser Vaterland gleichsam in zwei Lagerund riefen eine solche gegenseitige Erbitterung hervor, daß mehrmals die beiden Parteiengleichsam mit gespanntem Hahn einander gegenüber standen. Wie tief der Riß ging,zeigt ein Blick in die Abschiede 563, 663, 667. Dazu kam noch, daß Spanien dasSeinige that, nur die Verbitterung wach zu halten oder noch zu steigern; hat man docheinen spanischen Ambassador zu den katholischen Gesandten sagen hören:Ihr solltwissen, daß ein Afrikaner oder Indianer, der katholisch ist, euch näher verwandt ist, unddaß ihr ihn: mehr Gunst zu erzeigen schuldig seid, als einem Schweizer und Landsmann,der ein Ketzer wäre" (Absch. 348 b.) Zu alle dem kam noch die spanisch-österreichische,die schwedische, weimarische, französische Armee, die bald hart an den Grenzen standen,