Mai 1603.
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bernischen Gesandte» berichte», Bern habe ans die Nachricht, Savoyen begehre vv» der Landschaft WallisHiilfe und den Durchpaß, alsobald durch ein Schreiben diese davon abgemahnt, dasselbe sei auch von Zürichim Namen der IV Städte und von den III Bünden geschehen; inzwischen seien zwei Abgeordnete von Wallis»ach Bern gekommen und haben gemeldet, daß der Herzog von Savoyen Wallis um 2 bis 3 Fähnchen zun,Schnz seiner Erblandc ersucht habe, und daß der Landrath in Betrachtung, daß Wallis kraft des BündnissesZu 7 Fähnchen verpflichtet wäre und daß bei einem Abschlag Savoycr und Spanier ins Land kommen möchten,zwei Fähnchen bewilligt habe, unter der Bedingung, daß sie nicht offensive gebraucht, sondern nach Chablaisund Evian verlegt werden und weder auf bernischcn Boden noch gegen Genf ziehen müsse»; diese Abgeordnetenhaben ferner erklärt, Wallis habe geglaubt, Bern und Genf sähen lieber Mannschaft aus dem Wallis alsSpanier und Italiener in jener Gegend, übrigens werde die Sache noch vor die Landsgemeinden kommen.Um den Dnrchpaß sei es noch nicht ersucht worden und werde ihn, wenn es geschehe, jedenfalls abschlagen.Über diesen von Wallis bewilligten Zuzug habe sich der ehrsame Rath der Stadt Bern entsczt n»d unver-züglich eine ernste Abmahnung an die Näthe und Gemeinden im Wallis erlassen, in der Hoffnung, es werdedieses Schreiben bei den Gemeinden mehr Wirkung haben als beim Landrath; der Erfolg sei zu gewärtigen.V. Auf die ans dem vorigen Tage zu Aarau von Zürich und Bern an Basel und Schaffhansen gestellte Bitteum fernere Untcrstüznng des ZusazeL in Genf, melden nun der leztern Gesandten, daß ihre Ober» geglaubthaben, sie hätten schon viel und genug gethan und daher eher Ursache, zu bitten, mit dem bisher Geleistetensich zu begnügen, zudem ihnen noch große Summen für Vorschüsse in Genf ausstehen; dennoch haben sie denbeiden Städten zu Ehren und Gefallen sich entschlossen, noch für den vierten Monat je 1000 Gld. zu bezahlen,>» der Hoffnung, daß es damit genug sein und der Krieg bald enden werde. — Das wird ihnen freundlichberdankt. ß. Andreas Nyff von Basel legt Rechnung ab bezüglich der 20,000 Kronen, welche voriges Jahrbom französischen Tresorier an die 70,000 Krone» (für welche sich die IV Städte und St.Gallen verschriebenhatten) waren bezahlt worden, sowie über die erlaufene» Kosten, und berichtet, an welchen Orten diese SummeZU Ablösungen verwendet worden sei. Gleichzeitig legt er die abgelösten Briefe und Obligationen vor, vonwelchen nun die Gesandten jeder Stadt ihre Siegel abschneiden und mit sich nehmen; die Siegel der StadtSt.Gallen werden zu Übermittlung an diese Schasfhausen übergeben. Für die vielfache Mühe und Arbeit indieser Sache werden Nysf unter gebührender Verdanknng von jeder der IV Städte 10 Kronen, von St.GallenKronen geschenkt. Wenn wieder eine Zahlung aus Frankreich ankommt, will man zu rechter Zeit und mitallein Ernst darauf dringen, daß abermals 20,000 Kronen an diese Schuld bezahlt werde», damit man endlichvon dieser Verbürgung befreit werde.
Zu «I. Die vom 12. April 1603 datirte Instruction für die beiden Walliser Gesandten, alt-Landeshauptma»n Mat-thäus Schinner und Landschrciber Jakob Gnntren liegt im Stadtarchiv zu Sitten: Bündnisse und Briese mit Bcrn157ü—1628.
«S8.
Conferenz der VII katholischen Orte.
Lucern. IVOS, 22. Mai.
StoatSarMiv Liiccr». Sammlung dir nicht gebundenen Abschiede.
Gesandte: Luc er». Jost Pfyffer, Ritter, Schultheiß; Ludwig Schürpf, Ritter, alt-Schnlthciß; Christof