März 1603. K2!)
Man viele Schreier znrükznhalten. Das Strafgericht crthcilt einen schriftlichen Beschluß (11./1. März), worines im Sinne der Wünsche der eidgenössischen Gesandten zn procedircn verspricht. I». Jeder Gesandte soll überdie ihm hier erwiesene Freundschaft und gute Aufnahme referiren. «. Um allfälligcn Unruhen bei dem Ein-sammeln der Stimmen vorzubeugen, werden Zürich und Glarns beauftragt, ihre gegenwärtigen Gesandtenanzuweisen, daß sie bei diesem Geschäft zugegen seien. «R. Auf der Heimreise versammeln die Gesandten diedicr Dörfer im Hochgericht zn Zizers, weil allda die Unruhigsten sein sollen, und eröffnen ihnen ihren Vortrag,um diese Leute zu gewinnen. Über deren Antwort soll jeder Gesandle referiren.
Abordnung der evangelischen Orte nachMiiylycmsen. 1K03. 8. März (27. Februar alt. Kal.).
KantonSarchiv Basclstadt. Ndg Abscheide IM2—
Mit Creditiv vom 16. Februar (alt. Kal.) senden die evangelischen Orte die BaSlcr Nathsmitglieder Jakob Götz und^bnstian Beck nach Mühlhansen, woselbst diese Abends den 27. Februar (alt. Kal.) anlangen und vor Bürgermeister undMüh jh^, Bortrag halten. Der Zwek der Sendung war, zn erkunden, „wie sv (die von Mühlhansen) Inn Irer Stattvss den Fat der Noth mit Proniant, Munition, Barschafft vnnd anderem gefaßt sogen, damit, wo Mangel, solches b>i guterÄt fürsehen vnnd verbesseret werde."
Schreiben Zürichs an Basel vom l6. Februar »lt. Kal., nebst beigelegtem Creditiv sür die Abgesandten; Zuschrist MühlhanscnS"n Basel, datirt 28. Februar alten Kalenders. - Der Bericht fehlt.
Conferenz der V katholischen Orte.
Oersau. 1K0Z, 15. März.
Staatsarchiv viicer». Mg. AbschiedeIN2. — LaiidcSarchiv Schwvz.
Gesandte: Luccrn. Jost Pfyffer, Ritter, Schultheiß; Heinrich Kloos, Ritter, des Raths. Uri- Walthcr^uihof, Ritter, alt-Landammann. S ch >v y z. Jost Schilter, Landammann; Ulrich Ccberg, alt-Statthaltcr und
Raths. Untcrwalden. Kaspar Jakob, alt-Landammann, von Obwalden; Ulrich Mettlcr, Ritter, Land-Humatin, von Nidwalden. Zug. Hans Kaspar Letter; Hauptmann (Hans) Vachmann, beide des Raths.
t». Man hat für dringend nöthig erachtet, gegenwärtigen Tag abzuhalten, weil seltsame Gerüchte imUmlauf sind, daß Zürich ans Mißtrauen gegen die katholischen Orte große Rüstungen betreibe. Nach Ber-ü'sung eines durch zuverlässige Männer cingeschikten Berichtes, worin gemeldet wird, wie Zürich Harnische,Achsen n. d. gl. rüste, Preise ans alle Schicßstätten des Landes schike, damit man sich übe, wie eS das SchloßClingen bei Stein mit Proviant versehen und aus Bcsorgniß vor dem Bischof von Consta»; die Thorr Tagw>d Nacht bewache; worin ferner die aufgebotenen Hanptlcnte, die Stärke der Fähnchen, die Namen derwüchsen, die Menge der von den katholischen Klöstern zn stellenden Pferde u. s. w. ausführlich angegebenwerden, hat man sich verständiget, diese Warnungen ganz geheim zn halten, damit jene, welche ans Besorgnis;für die katholischen Orte diese Anzeigen gemacht haben, es nicht entgelten müssen. Bei der Bcrathung, was