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5,1,a (1872) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1587 bis 1617
Entstehung
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1264
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September 1616.

' <>33.

Tagsazung der XIII Orte.

Sotothurn. 1K16, 29. September.

Staatsarchiv Lucern. Allg. Abschiede X. 98.

Gesandte: Zürich. Bürgermeister Nah»; Georg Grevel, alt-Stadtschreiber. Bern. Sekelmeister vonGrafenried; Niklaus von Mülinen. Lucern. Schultheiß Sonnenberg; Sekelmeister Birchcr. Uri. MelchiorMegnet, alt-Landammann; Hauptmann Troger. Schwyz. Landammann Reding; Sekelmeister „Abwynberg"(Abyberg). Unter walden. Landammann Melchior Jmfeld; alt-Landammann Wirz, von Obwalden; Statt-halter Zelger; Hauptmann Wilderich, des Raths, von Nidwalden. Zug. Ammann Zurlauben; LieutenantNußbanmer. Glarus. Heinrich Schwarz, alt-Landammann; Landvogt Wichsler. Basel. Lux Jselin; Bona-ventura von Brun. Freibnrg. Schultheiß von Dießbach; Oberst Jakob Vögcli. Solothnrn. SchultheißPeter Sury; Johann Georg Wagner, Vennes, Sekelmeister; Werner Saler, Sekelmeister (so die Umfragehat). Schaffhausen. Bürgermeister Schwarz; Statthalter Peyer. Appenzell. Statthalter Schiegg!Baumeister Georg Koch, von Jnnerrhoden; Landammann Schuß; alt-Landammann Zellweger, von Anßer-rhoden.

Diese Tagsazung ist auf Verlangen des Herrn von Castille ausgeschrieben worden. Nach gegenseitigerBegrüßung übergibt derselbe in gemeiner Session sein Creditiv (Paris, 5. September) sammt seinem Vortrag,in welchem er eröffnet, daß der König ihn als außerordentlichen Gesandten in die Eidgenossenschaft abgeordnethabe, um einen Aufbruch von 4000—600» Mann zu begehren, den er gemäß Vereinnng zu Schuz und Schirmseiner Person, zu Erhaltung der Ruhe und Befestigung der königlichen Autorität wider etliche Fürsten, Herrenund Unterthancn gebrauchen werde, die zu den Waffen gegriffen und bereits einige Städte in der Picardieeingenommen haben. Zugleich übergibt er die Declaration, welche der König im Parlament zu Paris überdie im Louvre geschehene Verhaftung des Prinzen von Cond6 und über die Flucht etlicher Fürsten und Herrenvom Hofe pnbliciren lassen hat, auf daß den bösen „Jnbildnngen", welche die Anhänger dieser rebellischenFürsten wider die Wahrheit ausbreiten möchten, vorgebeugt werde. Da man ans diesen Vorbringen die inFrankreich so plözlich ansgcbrochenen Unruhen mit herzlichem Bedauern vernommen hat, und daß der Aufbruchzum Schuze der königlichen Person und zu Befestigung seiner Autorität wider die Anfrührer verlangt werde,erklären sich die Gesandten, Namens ihrer Herren und Obern, wie folgt: Zürich, Bern, Schwyz, Glarus,Basel, Schasfhausen und Appenzell A. Rh. haben wegen Kürze der Zeit und wegen anderer wichtiger Geschäfteihre hohen Gewalten nicht besammeln können, auch nicht gewußt, was Herr de Castille heute noch weiter vor-bringen würde, und daher keinen andern Befehl als anzuhören und zu refcriren; sie hoffen aber, ihre Herrenund Obern werden dem Ambassador mit Beförderung eine befriedigende Resolution zukommen lassen. Lucern,Uri, Unterwalden ob und nid dem Kernwald, Zug, Freiburg, Solothnrn und Appenzell J.-Nh. wollen denAufbruch ohne Vorbehalt bewilligen. Hierauf wird nach einstimmigem Beschlüsse Herr von Castille freundlichersucht, daß er vermittelst seines Einflusses beim König die Anordnung auswirke, daß die ausstehenden Pen-sionen und Anforderungen der Orte und Hanptleute so beförderlich als möglich bezahlt und die Hauptleute inihren Capitnlationen besser als bisher bedacht werden.