Octobcr 1612.
U01
811.
Coitferenz der VII katholischen Orte sannnt Appenzell Jnner-Rhoden.
Lucern 1612, 4. und 5. Hctover.
Staatsarchiv «»cer». Allg. Adschicd« VI. tZl. — Vaitdrsarchiv Schwv,.
Gesandte: Lucern. Jakob Sonnenberg, Ritter, Schultheiß und Paunerherr; Ludwig Schürpf, Ritter,^-Schultheiß und Stadthauptinann; Heinrich Kloos, Venuer; Jost Kraft; Oberst Rudolf Pfhffer, alle drei'tter uttd des Raths. 11 ri. Konrad von Beroldingeu, Ritter, alt-Landamiuaiin; Melchior Meguet, desi»hs. Schwhz. Heinrich Rcdiug, Ritter, Landammann und Paunerherr; Christof Schorns, Statthalterdes Raths. Unterwalden. Melchior Jnifeld, Ritter, Landammann und Paunerherr, von Obwaldcn;^hanu Lussi, Ritter, alt^Landammann, von Ridwalden. Zug. Hauptmann Melchior Brandenberg; VogtZürich, beide des Raths. Freiburg. Heinrich Lamberger, Bürgermeister nnd des Raths. Solothurn.^°hann Georg Wagner, Sekelmeister und des Raths. Appenzell I.-Rh. Ulrich Raff, Landammann.
Der noch unerledigte Anstand zwischen Bern und Freiburg wegen Theilung ihrer Vogteien, nnd die zwischen^cwoycn und Bern waltende Differenz waren die Hauptveranlassung zu Ausschreibung gegenwärtiger Conferenz.(S. u. bern-freiburg. Vogt, iibcrh.). I». Der savoyische Ambassador, Herr von Tornetta, bittet nach^'»dlicher Begrüßung und gnädigen Anerbieten von Seiten des Herzogs, die katholischen Orte möchten gegenrr» ihre Autorität anwenden, dainit es sich zu gütlicher Verglcichung mit dem Herzog verstehe, und zu demHveke Zürich ersuchen, daß es Bern ernstlich ermahne, seine Gesandten nach Baden mit den nöthigen Boll-echten abzufertigen, der Sache einen guten Beschluß zu machen, zugleich möchte man Zürich um Ausstellungr Patente für die Condncta angehen, dainit der Herzog nach Gutfiudeu sie zum Nuzen seiner Unterthanensenden könne. In Betracht der Billigkeit dieser Begehren wird ihm willfahrt und dabei die Hoffnung^^gedrükt, das Versprochene werde gehalten, die Conducta immer continuirt und die Unterthanen von SeitenHerzogs stets dazu angehalten werden, v. (S. u. Lauis). «I. Laut Ausschreiben Zürichs sollen diesandten auf künftige Tagsazung zu Baden über folgende Punkte instrnirt werden: Todtschlag des Cäsar^ uvrins, verübt an Statthalter Brocco im Fleken Lauis, Handel wegen Mllhlheim, lhurgauische Landmarche,,^chaftschiknng in das Rheinthal der Angelegenheit wegen mit dem Abt von St. Gallen, Kirche zu Rheinau,^lsion der ennetbirgischen Statuten und Freiheiten, Auslieferung zweier Gefangener zu Lauis an Mayland.' (S. u. Lauis). ß Die Relation der zu Mayland gewesenen Ehrengesandten über ihre Verrichtungen wirdgehalten nnd freundlich verdankt und an den Gubernator und an den Ambassador Casale Dankschreiben^sstn. Die Mission betraf folgende Punkte: Begehren um Vorweisung der Patente wegen der versprochenen'ndesgeMßeii Hülfe: der Gubernator habe sie vorgewiesen; Unruhen in Bünden und Paß zu Ursern: es^ k getreues Aufsehen gehalten werden; Ausrottung der Banditen: er sei dazu bereit, jedoch möchten die^Aenvssen ihrerseits es auch thun; Zahlung der Pensionen: sie werde bis nächsten Martini erfolgen. Imdie Gesandten, habe der Gubernator sich ganz freundlich erzeigt und gegen die EidgenossenFreundschaft und Nachbarschaft anerboten. Dem Bischof von Constanz wird in Betreff desHandels wegen der Synodalstatuten kurz geantwortet, wofern er den begehrten Revers nicht gebe,^ ^ nochmals, bei unfern Sachen zu verbleiben und weder weiter darüber zu disputiren noch zu handeln.' Wallis entschuldigt sich in einer Zuschrift, daß es die Bundeserneuerung, welche dieses Jahr in Zug hätte