Juli 1K12.
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""ch dafür sorgen, daß so viele brave Leute, welche für de» König Leib und Leben gewagt haben und noch"^gei, werden, etwas besser bedacht werden, indem dieselben durch Vorcnthaltnng ihrer Zahlungen zum Theil'" äußerste Bedrängniß gerathen seien; schließlich wird Beschwerde darüber erhoben, daß man bei Inempfang-nahme der Zahlungen in Solothnrn die Contracte jedesmal müsse umschreiben lassen, was mit Kosten, Zeit-^lust, ja mit etwas Gefahr verbunden sei, während doch genügen würde, die Zahlungen auf die Contracte^'st zu schreiben. — Hierauf erwidert der Ambassador in Betreff der Verbesserung der Zahlungen der Obersten'"'d Hauptlcute, daß die Finanzen Frankreichs durch die langen Bürgerkriege ungemein zerrüttet worden und^ jährlich in die Eidgenossenschaft gelieferten Summen beträchtlich seien, daß er jedoch nicht ermangeln werde,^ Sache beim König zu befürworten; in Betreff des Umschreibens der Contracte fände er genügende Abhülfe,^e»u jxh^. Ansprccher den Contract, wo es ihm beliebt, abschreiben lassen und dann in Solothnrn mit dem"'ä>"al conferiren und diese vidimirte Abschrift dort zurüklasscn würde. (Actum 9. Juli), t. Vor densandten der XIII Orte eröffnet der savohische Ambassador, Herr von Tornetta, laut schriftlich eingelegtem°Nrag Folgendes: Im Namen seines Fürsten begrüße er diese ehrcnwcrthe Versammlung und versichere sieIsen wahrer Freundschaft und bundesgcnössischcr Affectiv» unter Erwartung gleicher guten Gesinnungen vonkite der Eidgenossenschaft; so lange es seinem Fürsten gefalle, ihn an dieser ehrenvollen Stelle zu belassen,erde es sein Bestreben sein, keinem seiner Vorgänger an gutem Willen und Dienstbereitwilligkcit hintcnan zuder Herzog habe stets auf eine Antwort gewartet, wessen sich Bern auf sein Ansuchen um Zurükgabe^ savoyischcn Landschaften in der Waadt entschlossen habe; man dürfe übrigens glauben, daß derselbe, wenn^ "'cht auf die Wünsche der Eidgenossen und ihrer an ihn abgeordneten Gesandten Rüksicht genommen, dieses^!chäftes sich schon längst entlediget hätte; der Herzog habe aber stets das bundesgenössische Vertrauen gehegt,bürden der übrigen Eidgenossen Unterhandlungen bei Bern so viel zu Stande bringe», daß es sich zur.. Verstattung ^ genannten Landschaft ans gütlichem Wege verstehe; demnach wiederhole er nun das freund-^ ^"suchen, man möchte Bern zu einem willfährigen Entschlüsse zu bewegen suchen. Ferner müsse er sich. daß die vom Herzog an ihn und von ihm an den Herzog geschikten Boten auf dem von Bernschabenden Gebiet in steter Gefahr seien, daß ihnen ihre Briefe abgenommen werden, wie zweien seiner^ beim Schloß Chillon begegnet sei; deßgleichen habe er Auftrag sich zu beschweren, daß zehn bewaffnetek"fer ejmm Herrn von Nernier in Chablais gehörige Säke Zehntenkorn, die durch ein rechtliches)eil beim dortigen Pfarrer deponirt gewesen, mit Gewalt weggenommen, den Priester mißhandelt und einenhiit^" sammt seinem Diener, welche zur Ruhe mahnten, umgebracht und Andere verwundet haben;
^ ° der Herzog nicht so viel Achtung vor dem gemeinen Frieden, er würde sich bereits für diese und anderej, ^chätigkeite» an den Gcnfern gerächt haben; nun aber müsse er in dessen Namen zum lezten Mal bitten,^ '"an die Genfer dazu anhalte, für diese Verleznngen der Gerechtigkeit ans savoyischem Grund und Bodenh ^"ldige Reparation zu leisten und die Thäter auszuliefern, damit sie nach Verdienen bestraft werdendenn sollte ihm nicht Genugthuung geschehen, wäre er genöthigt, zum Schirm seiner Lande und LeuteH solche» muthwilligen Troz geeignete Maßregeln zu treffen; schließlich müsse er melden, daß die Stadt^ ^' ""geachtet seiner persönlichen Schritte vor dem Nathe daselbst, den savoyischcn Kauflenten für die„h die aus den Niederlanden durch Deutschland nach Italien und umgekehrt gehen, den freien Dnrchpaß^ >lagen habe, während vier Kaufleute von St. Gallen mit ihren Familien nnbclästigt und sicher ans^schein Gebiet wohnen und ihr Gewerbe ausüben, was dem Herzog an seinen Einkünften mehr als l!W(>
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