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5,1,a (1872) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1587 bis 1617
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Juli 1612.

Dingen aufgetragen, ihren freundlichen Gruß und gnädigen guten Willen zu vermelden und zu versichern, daßder sel. König, Heinrich der Große, der Eidgenossen Freundschaft und Bündniß hochgeachtet habe, nicht alleinder mannlichen Thate» wegen ihrer Altvordern, wovon die Geschichtsbücher voll seien, sondern weil derselbebei vielen Belagerungen, Schlachten und andern Kriegsthaten sich überzeugt habe, wie sehr die Kühnheit u»dTapferkeit der Eidgenossen seine Sachen gefördert haben; nachdem derselbe nach langen Kriegen die ihm vo»Rechts wegen gehörende Krone erlangt, sei ihm nichts angelegener gewesen, als für die empfangene Liebe u»bFreundschaft seiner Bundesgenossen sich dankbar zu erzeigen und nach alle» Mitteln zu trachten, diese Freu»^schaft zu erhalten und zu mehren und auf seine Nachkommen zu verewigen; und weil nun der gegenwärtigKönig dem weisen Rathe seines großen Borgängers zu folgen gesonnen sei und ebenso wie dieser dieFreundschaft und Vereinnng hochschä^e, wolle er sie auch mit allem Fleiß erhalten und sich bestreben, sie ii»»^fester und nüzlicher zu machen; sowie diese Freundschaft und Vereinnng Frankreich trefflich genüzt habe,seien auch die Eidgenossen vermöge derselben von ihren Feinden gefürchtet, von ihren Freunden um so M^geachtet worden und sie haben damit den gemeinen Frieden in ihrem Land gesichert; im Namen des KöM^müsse er nun die Bitte und Ermahnung an sie richten, allen Fleiß anzuwenden, damit sie ihre durchstreknng von Gut und Blut errungene Freiheit durch Eintracht und brüderliche Liebe erhalten und gegen Mlichen Zwiespalt sich vorsehen, denn wo das Unglük der Trennung einreiße, gehe auch der blühendste SMzu Grunde; sie seien zwar im Glauben getrennt, was sie aber nicht hindern soll, in brüderlicher und christl'^'Liebe mit einander zu leben; ihre Freiheit könne nicht angetastet werden, als unter dem Schein des Glaube' 'womit man sie gegen einander zu hezen versuchen werde; nach dieser Ermahnung müsse er noch mittheil^'daß auf Anrathen der höchsten Beamten der Krone die Königin (Mutter) die Doppelheirath zwischen ^König und der ältesten Tochter des Königs von Spanien, sowie zwischen dem spanischen Prinzen undältesten französischen Prinzessin gutgeheißen habe, damit Frieden und Ruhe in der Christenheit erhalten bM'^'der König versichere alle Freunde und Verbündeten seines Reichs seiner Wohlgewogenheit und werdezulassen, daß etwas zum Nachtheil der alten Bündnisse gehandelt werde, versehe sich dagegen auch, daßEidgenossen sich in aller Treue und Aufrichtigkeit ebenso verhalten und bei Ausschreitungen Einzeln^'Wahrung der Vereinung einmüthig sorgen werden; das sage er nicht ohne Ursache, denn in den lezteuhabe der König mit Bedauern wahrgenommen, daß im Aufbruch wegen der Herzogthümer Cleve undeinige Orte dem Frieden und der Vereinung eine andere Auslegung haben geben wollen als bisher, ^ ^der König seinen Ainbassador zu beauftragen sich veranlaßt gesehen habe, darüber sich zu beklagenErläuterung der Tractate auszubringen; wen» die Eidgenossen aufrichtig fortfahren, das Bündniß ZUwerden sie dem König Ursache geben, seine Gunst und Wohlmeinung ihnen zu erweisen und Alles Z"Erhaltung zu thnn. Nach Anhörung dieses Vortrages wird vorerst dem Herrn von Castille zu seinem ^Ehrenamt Glük und Segen gewünscht; sodann wird für die gnädigen Gesinnungen und die Affectiv ^Königs gegen die Eidgenossenschaft zum höchsten gedankt, nicht weniger für die wohlmeinende Erinnern"^,Sachen, welche ihr wohl anstehen und unvermeidlich vonnöthcn sind, besonders aber für die Ermahnu'MEinigkeit, welche man, obschon gegenwärtig keine MißHelligkeit zwischen ihnen walte, in stetem Gedacht ^halten werde; ferner wird zu den Vermählungenzwischen Frankreich und Spanien" Glük gewü»?^'^Hinweisnng, daß Heinrich IV., der Große, mit den geleisteten Diensten der Eidgenossen wohl zufriedenhabe man mit Freuden gehört und zu großem Ruhm und Ehre gedeutet; der Ainbassador möchte