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5,1,a (1872) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1587 bis 1617
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1067
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Octobcr IKN.

7«R.

Conferenz der V katholischen Orte.

Weggis. 1K1I, 1k>. Kctovcr.

StaatSar^iv Lncern. Allg. Abschiede V. 124.

Gesandte: Lucern. Ludwig Schürpf, Ritter, alt-Schnltheiß; Leodegar Pfyfser, des Raths, liri.Äohann Peter von Roll, Ritter, Landainmann; Sebastian Megnet, Statthalter und des Raths. Schwyz.^Heinrich) Reding, des Raths und Panncrhcrr sam Schluß der Conferenz eingetroffen). Unterwalden.^"ton von Znben, Landaninianii, von Obwalden; Sebastian von Bure», Landainmann, von Nidwalden. Zug.Jakob Frey, Statthalter und des Raths; Hanptinan» ZUrich) Heggli, des Raths.

^ llri, auf dessen Begehren diese Conferenz ausgeschrieben worden ist, beschwert sich, daß der französische»wassador bei Ausbezahlung der Pensionen eine bisher nicht gewohnte Neuerung gebraucht habe, indem erstaat nit mit der andern gwontcn Pension der Oberkeit vnd Rodels erlegt" habe, was doppelte kosten,Unwillen und Verwirrung und gegen die, welche die Änstheilung desstaats" zu besorgen haben, viel^'dacht und Ungunst verursache und wodurch des Königs Dienst wenig gefördert werde. Weil der neueMbassador in der Schweiz noch nicht eingetroffen ist, wird an Herrn Vigier, den Dolmetsch geschrieben, er'"echte über die Ankunft des Ambassadors berichten. Wenn dann derselbe eingetroffen sein und nach altemrauch Abgeordnete der Orte zur Empfangnahme des Geldes berufen wird, sollen diese außer der Gratulation""ch ernstlich mit ihm reden, von dieser beschwerlichen Neuernng abzustehen und die Pension nach alter Ge-'^hnhcit zu bezahlen; mit dem gleichen Ernst sollen sie auch die Bezahlung der Hanptlcnte fordern; dessen«twvrt soll jeden: Ort mitgetheilt werden. Sollte der Ambassador bis Martinstag nicht ankommen, so sollen^dann die V oder gemeine katholische Orte mit einander berathen, was zn thun sei. I». Jedes Ort soll">el möglich bei seinen Angehörigen darauf halten, daß man einandergegen den Fürsten und Iren Am-"adoren nit also darbierte und verbösere", ans daß bürgerliche undlandtliche" Treue, Liebe und Freund-en, wie auch der Fürsten Dienst und Ruhe und Einigkeit in: Vaterland erhalten bleiben, r. In Betreff" drei verfallenen spanischen oder mayländischen Pensionen, deßgleichcn des ausstehenden Rests der Zahlungendein jüngsten mayländischen Krieg her will man nochmals an den Gubernator zu Mayland und an den'"bassador Casalc nachdrüklich schreiben, wenn binnen acht Tagen dein Obersten von Beroldingcn kein günstiger^ Ichcid erfolgen sollte. Dabei soll der Ambassador gebeten werden, die Proceßactcn bezüglich der dem Ammann^ Uikler gestohlenen Kette mitzutheilen, damit man diesem um so besser zn seinein Eigenthum verhelfen kann.

Eine solche Aufschwellung der fürstlichen Pensionen soll fürderhin nicht mehr gestattet werden, ebenso wenig^^'chen ungebührliche und dem eidgenössischen Herkommen widerstreitende Neuerungen und Beschwerlichkeiten"sürstlichen Amtleute, Tresorieren.und Officiere, wie im jüngsten mayländischen Krieg vorgekommen sind,^ "U nian um so besser bei den eidgenössischen Bräuchen, Ordnungen und gutem Regiment bleiben kann.

Äuf das gnädige und freundliche Schreiben des Herzogs von Savoycn an jedes Ort besonders wird gedankt,^ ebenso dem Ambassador auf seinen Vortrag und seine guten Anerbieten. Lezterer wird wegen des Ans-^e>bei,s seines Sohnes bewußter Ursachen halber entschuldigt, auch wird seinem Begehren gern entsprochen,. " Verantwortung gegenüber Bern nach Zürich zu schiken, daß jüngst zu Baden der katholischen Orte Ge-k" Meinung oder Instruction gar nicht gewesen sei zn bekennen, der Herzog sei der Anfänger des Kriegs