Juli 1s.11.
"»d zu Gefallen der Herzog die Waffen niedergelegt habe, Bern ermahnen, die verlangte Erklärung über desHerzogs Forderung beförderlich zu geben und nicht auf die lange Bank zu schieben, damit der Herzog wisse,^vran er sei; und weil dieser die Sache viel lieber in Güte als auf einem andern Wege erledigen wolle,Achten sie einen geeigneten Ort zu einer Zusammenkunft bezeichnen. Nach Erwiderung der ausgerichteten^rüße und Anerbieten wird geantwortet, man werde nicht crmangeln, Zürich gewünschter Maßen zu mahnen,W es Bern zu einer baldigen Antwort vermöge, e. Man will nochmals die Prälaten in der Eidgenossen-iaft ermahnen, einen Vorrath an Geld für das gemeine Vaterland zu hinterlegen, und sie von den „schweren"^ufen liegender Güter abmahnen, sowie davon, daß sie, wenn sie Jemanden in die Gotteshäuser aufnehmen,Mich Alles erben wollen. «I. Man soll eingedenk sein, die Beschließung der Chöre zu Frauenfeld auszu-^reu ii„d ^s „überschwencklich" Aufkaufen von Vieh über das Gebirge abzustellen, v. Weil die katholischen"e sowohl in der Landschaft Wallis als an andern Orten zu Erhaltung der katholischen Religion seit einigersehr große Unkosten erlitten haben, soll mit dem Papst und dem Nuntins gehandelt werden, damitM'cher Gstalt ein Abtrag und Ergetzlichkcit" geschehe. A Auf die Klage derer von Livinen, daß sie wegen^ Paßsperrung von fremden durchreisenden Fußgängern übel beschwert werde», sollen Lucern, Uri, Schwyz^ Zug solche Fußreisende zurükweisen.
77?».
Conferenz der IV evangelischen Städte.
Aarau. 1K11, 22 Angust (12. alt. Kal.).
Staatsarchiv Zürich: Abschiedbd. 1Z7, S. SlZ.
Gesandte: Zürich. Leonhard Holzhalb, Bürgermeister; Hans Ulrich Wolf, Statthalter. Bern. Albrecht^aiiuel, Schultheiß; Abraham Stürlcr, des Raths und Sekclmcister. Basel. Johann Wernher Ringler,^ Raths; I)r. Johann Friedrich Rychiner, Stadtschreiber. Schaphausen, vr. Heinrich Schwartz,^gernieister; Junker Hans Konrad Pcyer, des Raths und Sekelmeistcr.
Wegen der vom Herzog von Savohcn crhöbenen Ansprüche an die Landschaft Waadt und dessen An-, Rng cm Bern, sich darüber in eine gütliche Conferenz mit ihm einzulassen, hat Bern diesen Tag ausge-bemerken die Gesandten Berns, ihre Obern haben Bedenken getragen, ohne vorherige Rük-uiit den drei Städten eine Antwort zu geben; sie berichten ausführlich, wie die Sache den Anfang"»neu, was sich während derselben zugetragen und was Bern durch die Correspoudcnz erfahre» und^ Mlich he;,,, König von Frankreich für Vertröstung erhalten habe; sie erläutern, daß wahrscheinlich die^Laufrichtung der Bisthiimer Genf und Lausanne beabsichtigt werde und daß es ihnen bedenklich scheine,^ authentisch aufgerichteten Verträge von 15l>4, die nicht nur von beiden Theilen für sich und ihre^kviuniou angenommen, sondern auch von den damaligen Königen von Frankreich und Spanien ratificirtT iu gütliche Unterhandlungen sich einzulassen; wenn sie auch einen sichern beständigen Frieden mitfgr „irisch erachten, so dürfe man dabei nicht übersehen „die Art" dieses wankelmüthigen Fürsten,Anfang seiner Regierung um schlechter Ursachen willen „an ein Statt Bern aulaß gesucht", der, wiez„ ^lstich keine» Frieden halte, sondern ihn breche, wenn es ihm zum Portheil diene, der sein Landweiter» und seine jungen Fürsten groß z» machen suche; daneben sei auch zu bedenken, wer neben den
134