März 1K1I.
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gesperrt ist und so die Waaren und „Conducta" gehindert werden, beantragt Uri, denen von Lnggarus allesEnstes zu schreiben, des PasseS halber sich der Capitulation mit Ntayland genräß zu halten, und ihnen dieNuntins auf seiner Durchreise bewiesene Unbilligkeit zu verweisen. In diesem Sinne will man e.nSchreiben an sie erlassen und ihnen verdenken, daß man sich an ihr Leib und Gut halten wurde, wenn Jc-"wnd des Passes wegen in Schaden oder Verlust käme. Gleichzeitig wird an die Deputirten daselbst die ernste^isung erlassen, die schlechte Straße von Magadino zu verbessern.
Die Gesandten aus dem Schwyzer Exemplar.
763.
Tagsazung der XIII Orte.
Waden. 1K11, 0. März (Sonntag Oculi) *).
Staat«archiv Luccrn. Allgem. Abschiede V. Zl.
Gesandte: Zürich. HanS Rudolf Rahn, Bürgermeister; Hans Ulrich Wolf, Statthalter. Bern. Hansudvls Säger, Schultheiß; Abraham Stürler, Sekelmcister. Lucern. Johann Helmlin, Ritter, Schultheiß;Mkob Svnnenberg, Ritter, Pannerherr. Uri. Emanuel Beßler, alt-Landammann; Hans Peter von Roll,'iter, Statthalter. Schwyz. Jost Schilter, Landammann; Christof Schorno, des Raths. Unterwalde n.^ Jmfeld, (alt')Landaminann, von Obwalden; Niklaus Leu, Ritter, Landamman», von Nidwalden. Zug.
Zurlauben, Stadtschreiber; Rudolf Kreuel; Paulus Jten, Sekelmcister, alle drei des Raths. Glarus.lchael Bäldi, Landammann; Hans Heinrich Schwartz, alt-Landammann. Basel. Werner Ningler, des^6? Ha„s Friedrich Rychiner, Stadtschreiber. Freiburg. Johann Wild, Schultheiß; Johann Python,^lniejster. Solothurn. Hans Georg Wagner, Sekelmcister; Jost Greder, des Raths. Schaffhansen.Zürich Schwartz, Bürgermeister; Hans Konrad Pcyer, Sekelmcister. Appenzell. Johann von Heimen,Landammann, von Jnncrrhoden; Sebastian Thöring, Landainmann, von Anßerrhoden.
^ Nach der gewöhnlichen Begrüßung eröffnen die Gesandten Zürichs, es sei zwar zu Erledigung einigerThurgal» noch nnerörtcrtcn Sachen bereits eine Tagsazung auf künftigen Sonntag Lätare (13. März) aus-trieben gewesen; da aber der Herzog von Savoycn eine große Menge fremder Truppen, die sich täglich> verstärken, an den Gränzen der bernischen Lande angehäuft habe, deren Absichten Niemand kenne, so habe' aus Begehren Solothurns diese Tagsazung um acht Tage anticipirt; sie seien nun instruirt, allen Fleiß an-k«den, wie diesem gefährlichen Zustand zu begegnen sein möchte, und sodann die andern noch Hangendenichäfle zu erledigen. Die Mehrheit der katholischen Orte erwidert, daß sie den bedrohten Zustand Berns1 weniger bedanern und gerne nach Mitteln suchen helfen wollen, demselben zu begegne»; weil aber dieKlazung früher ausschließlich des Gachnangerhandels und anderer thurgauischer Geschäfte wegen angesezt^ Behandlung nehmen; auf diese Weise würde aller alte Unwille ent-
^ und man könnte dann um so freier und einmüthiger zum andern wichtigen Handel schreiten und mitktwas ausrichten. Die Gesandten von Bern wären für ihre Person geneigt, die thurgauischen Diffe-beseitigen zu helfen, wenn nicht für Bern Gefahr im Verzug läge. Nach längerm Hin- und Herdisputiren
1 Dag Basler und Schasfhauscr Exemplar datiren „Zinstag nach dem Sontag Oculi' (8. Mär,).