Druckschrift 
5,1,a (1872) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1587 bis 1617
Entstehung
Seite
1044
Einzelbild herunterladen
 

1044

März 1611.

7«Ä.

Conserenz der VII katholischen Orte.

Lucern. 1611, 4. März (Frytags vor dem Sontag Oculi).

Laiidcsarchiv Schwyj. — Staatsarchiv Liiccrn. Mg. Abschi-de V. IS.

Gesandte: Lucern. Ludwig Schiirpf, Ritter, alt-Schultheiß; Kaspar Pfyffer; Leodegar Pfyffer; ChristiFeer, alle des Raths. Uri. Emanuel Beßler, alt-Landammann; Johann Peter von Roll, Ritter, StatthatSchwyz. Jost Schilter, Landammann; Christof Schorns, des Raths. Unterwalden. Peter Jmfeld,Landammann, von Obwalden; Niklans Leu, Ritter, Landammann, von Nidwaldeu. Zug. Konrad Zurlaube'''Stadtschreiber; (Rudolf) Kreuel, des Raths. Freiburg. (Entschuldigt). Solothurn. JohannWagner, Sekelmeister; Hauptmann Jost Greder, beide des Raths.

Wegen der zwischen der Fürstl. Durchlaucht von Savoyen und unfern Eidgenossen dex Stadtschwebenden gefährlichen Kricgsempörungen zusammenberufen, findet man nach einläßlicher Besprechung, ^dergleichen unruhige Zeitungen zu bedauern seien und zu wünschen wäre, daß „alles Kriegswäsen" wegen ^zu besorgenden Theuerung und anderer Triibsale fern von den Gränzen bliebe. Weil man nun aber überSache oder des Herzogs Vorhaben keinen genügenden Bericht hat und erwarten muß, was Bern nachbringen wird und was es für Briefe und Siegel, deren es sich rühmt, seiner eingenommenen savoyischc»wegen von den VII Orten hat, so sollen die V katholischen Orte ihren Gesandten nach Baden Bollmacht »"geben, je nach Befinden über die begehrte Hülfe sich zu entschließen, jedoch soll diese Entschließung dem Beschsgemäß sein, welcher zu andern Zeiten mehrmals, namentlich zu Lucern im Jahr 1579 gegeben worden"

I». Die Gesandten Solothurns berichten, was ihre Obern zur Ausschreibung der Tagsazung nachveranlaßt habe und daß sie Bern die begehrte Hülfe in Gemäßheit ihrer Verbindlichkeit gewährt haben, ^bitten, in diesen und andern gefährlichen Läufen stets ein treues und brüderliches Aufsehen auf sie uudgesammte Vaterland zu haben und, im Fall der Herzog wider Verhoffen sie angreifen würde, keine MaNW^in dessen Dienst zu lassen, v. Dem savohischen Aiybassador von Billette wird seine freundliche Beg^^und das Anerbieten und Vorbringen dieser Sache wegen verdankt mit dem Vermelden, man habe es wAbschied genommen und erwarte, der Herzog werde nichts Feindliches gegen die Eidgenossenschaft vorneh«>. -In Betreff der »och unerledigten gachnangischen und andern thurgauischeu Sachen findet man der"" ^die beste Gelegenheit, deren Erledigung, besonders der taxirten Kosten halber, alles Ernstes zu betreiben, ^weil laut des Abschieds zu Winterthur Niemand als besonders strafwürdig erkennt worden ist, soll mau ge"des badischen Abschieds vom 5. Juli vorigen Jahrs auf Verlegung der Kosten auf die Gemeindenferner soll man, wenn Gelegenheit sich bietet, das immer noch unausgetragene Geschäft der Vogteicuthe"^zwischen Bern und Freiburg fördern. Alle diese Sachen sollen zu Baden vor allen andern vorgeno"werden, auch will man dort von Zürich einen endlichen Bescheid und Berichtigung der taxirten Kosten .lengt" begehren, v. Uri beantragt, die katholischen im Thurgan regierenden Orte sollen in Z"^>nft ^ ^nicht mehr gestatten, von sich aus und ohne Vorwissen und Zustimmung der übrigen regierenden Orteetwas zn handeln. L. Da Abt und Convent zu Einsiedeln nicht mehr wie früher der armen besessene"

geilteiitet

sich annehmen wollen, wird Schwyz ersucht, mit dem Abt nochmals darüber zu sprechen, was dieses lZusicherungen in den Abschied nimmt. K. Da der Insertion wegen der Paß durch Livinen und a"