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März 1K10.
und in der weitern Anordnung der Kirche könne wohl eine Moderation gefunden werden; daneben möge ^Abt auf dem Tag zu Baden seine Freiheiten und Gewahrsamen vorlegen und den katholischen Orten ^schriften davon zustellen lassen; daselbst soll man auch trachten, daß Zürich seine Entschließungen zuerst cröff>^damit man mit desto besserm Glimpf und Gelegenheit darauf zu antworten weiß; im Übrigen wird mand^Abt den begehrten Schirm gemäß Zusicherung halten. 2) Landmarche. Wenn Zürich in andern Punktsweicht, will man laut den leztcn Abschieden zu Baden und Lucern um der Freundschaft willen in diesesPunkte nachgeben. 3) Ellikon. Dieser und anderer thnrgauischen Sachen wegen hat der Landvogt BartholomJnderbitzi zu Frauenfeld ein trozigcs Schreiben an die V katholischen Orte erlassen. Es wird ihm nun ^scharfer Verweis ertheilt und aufgetragen, über die Sache fleißig Nachforschung zu halten und einenBericht darüber zu erstatten. Auch an Landammann Nüpplin wird ein Particularmcmorial über dieseeingeschikt. 4) Betreffs Wylens läßt man es durchaus und gänzlich bei dem jüngsten Abschied zu Baden ^bleiben. 5) Ebenso bezüglich des Gotteshauses Dänikon; an die Äbtissin wird unter Schirmszusichcrung ^freundlicher Zuspruch erlassen. 6) Prädicant zu Mühlheim. Nach Anhörung des bischöflich coustanzis^Abgeordneten, Andreas Zweyer, Obervogt zu Kaiserstuhl, findet man, daß die vorgebrachten Beweise ZGenüge ergeben, daß die Kirche zu Mühlheim keine Filiale, sondern eine rechte Pfarrkirche sei; demnachdiese Pfründe kraft des Landfriedens abgekurt und im Übrigen einfach beim jüngsten Abschied zu Baden ^blieben werden; über die Behauptung, daß die Bauern einige Zehnten an die Pfründe vergäbet hätten, ^Zw^er Erkundigung einziehen; was die zwinglischcn Bauern seit der Neligionsänderung an das EinkommenPrädicanten gestiftet haben, soll zu diesem Zwek dienen, was aber die Katholischen gestiftet haben und nochwerden, soll zu Erhaltung des Priesters dienen, das soll in den Abschieden verbessert werden; übrigens erwartet n^ 'der Bischof werde in seinem löblichen Eifer für Erhaltung des Priesters daselbst nicht nachlassen. Über das 5sollen die Obrigkeiten ihre Gesandten auf künftigen Tag zu Baden mit den nöthigcn Vollmachten ausrüsten.
Zürich auf seiner Ansicht, daß Mühlheim eine Filiale sei, beharren, so soll ihm die Öffnung und DurchsuchM'gKirchenkastens angeboten werden, die in Gegenwart der thurgauischcn Amtleute und seiner Abgeordneten vo ^nommen werden soll. Ii. (S. u. Baden), e. Da man hinter dem auf der lezten Tagsazung gestellten AntrageÄnderung bezüglich der Amtleute im Thurgau einen verborgenen „Griff und Vortheil" vermuthet, um die >atischen Amtleute zu beseitigen, und man durchaus nicht Willens ist, das zu gestatten, weil die Vorfahren der geöwärtigen Amtleute wesentlich zu Erhaltung der katholischen Religion beigetragen und leztere ihrestets treulich erfüllt haben, so wird dieses ernstlich in den Abschied genommen, damit jedes Ort dieseswohl betrachte und man standhaft zusammen halte und den Amtleuten guten Schirm und Nüken 3^,.^indem dieser Eingang böse Consequenzen nach sich ziehen möchte und eine solche Neuerung auch de» bOrten Freiburg und Solothurn des Malcfizes und der hohen Gerichtsbarkeit wegen nicht wenigerfallen würde. Würde Zürich auf nächster Tagleistung zu Baden die Sache nochmals anziehen, so wi^ihm antworten, daß man nicht rathsam finde, gegenwärtig eine Änderung vorzunehmen. «I. Jwder Katholischen zu Frauenfeld berichtet Ammann Nüpplin über den vielfältigen Troz und Muthwillc»^ ^ihnen seit der jüngsten Verhandlung zu Frauenfeld von Seite der Zwinglischen daselbst widerfahre, indeN' ^das heil. Sacrament, wenn es zu den Kranken getragen werde, verspotten und gräßliche Lästerungen 3^die katholische Religion, die Ceremonien und den Gottesdienst ausstoßen, „das mit blutigen Zähren Z"weinen wäre", indem sie ferner allerlei Sacrilegien verüben, Wachs, Ohl und Kerzen aus der Kirche, V