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Februar 1K10.
722.
Tagsazung der XIII Orte,
Kaden. 1K10, 14. Aeöruar
Staatsarchiv Lucern. Mg. Abschiede lV. SS, — Staatsarchiv Bern. Mg, Abschiede W, KS3,
Gesandte: Zürich. Leonhard Holzhalb, Bürgermeister; Ulrich Wolf, Statthalter und des Raths. Ber»>Albrecht Manuel, Schultheiß; Diebold von Erlach, des Raths. Lucern. Johann Helmlin, (alt-)Schultheiß'Jakob Svnnenberg, Ritter, Pannerherr und des Raths. Uri. Hans Konrad von Beroldingen, Landau»""""'Emanuel Beßler, alt-Landamniann. Schwyz. Sebastian Büeler, Landammann; Ulrich Aufderinauer, ^Laudammann. Unterwalden. Peter Jinfeld, Landammann, von Obwalden; Johann Lussi, Landan»""""'von Nidwalden. Z n g. Konrad Zurlauben, Stadtschreibcr; Johann Trinkler; Rudolf Kreuel, alle des Ra^Glarns. Michael Bäldi, Landammann. Basel. Hans Ulrich Schultheiß, des Raths; Johann FriedersNychiner, Stadtschreiber. Freiburg. Johann Wild, Schultheiß; Johann Python, Sekelmeistcr und ^Raths. Solothurn. Petermann Snry, Schultheiß; Hans Georg Wagner, Sekelmeister und des Ra^'Schaffhansen. Heinrich Schwartz, Bürgermeister; Hans Konrad Peyer, Sekelmeister und des Rath'Appenzell. Hans Konrad Tanner von Tauw und Bollenstein, Landammann und Landeshauptmann, ^Jnnerrhoden; Johann Schuß, Sekelmeister und des Raths, von Anßerrhoden.
Zürich eröffnet, leztes Jahr seien zwischen ihm und den nenn Orten, welchen die hohen und niedcu'Gerichte in der Landgrafschaft Thurgan zustehen, einiger obwaltender Streitigkeiten wegen gewisse Artikeleinbart und gebührender Maßen in einen Abschied verfaßt worden; statt der erwarteten Zustimmung seivon Lucern ein Schreiben zugekommen, mit dem Begehren, es möchte zu Berichtigung der in jenem Absastvorkommenden Ungleichheiten einen Tag nach Baden ausschreiben; da jedoch in jenem Schreiben auchAppenzell Meldung geschehe, habe es auch die übrigen bei Thurgan nicht interessirten Orte eingeladen,damit sie Gelegenheit haben, in dieser Sache freundlich zuzusprechen, theils weil noch andere dieselbenfalls berührende Geschäfte vorhanden seien. Die noch streitigen Punkte sind folgende: 1) Die Marche ^der zürcherischen Grafschaft Kybnrg und der Landgrafschaft Thurgau. 2) Die Mannschaft im Dorfe Ellik"''was dießseits des Bachs in der thnrgauischen Marche liegt. 3) Die Kapelle zu Wylen. 4) Begehre" ^Prälaten von Rheinau, daß den Katholischen die Kirche in der Stadt Rheinau überlassen werde. 5)/ !^legenheit wegen des Prädicanten Wolf Jäger zu Mühlheim. 6) Beschwerde Zürichs, daß die Frau Äbmzu Dänikon ihren nicht katholischen Lehenlenten die Lehen anfgekündet und insinnirt habe, sie auf den ^bleiben zu lassen, wenn sie katholisch werde». — Zürich glaubt, den katholischen Orten, als Anspr^^komme es zu, ihrer Obern Befehl über diese Artikel zuerst zu eröffnen, diese aber bemerken, Zürichdas „als das vorderist Ort" thun. Demzufolge erklären sich die Gesandten Zürichs „eines Tags" ^zwei ersten Artikel, worauf dann auch die Gesandten der katholischen Orte nach übernächtigem Verdank >1^Obern Entschluß eröffnen. Nachdem das Disputiren über dieselben drei Tage lang gedauert hat n»ddie übrigen Punkte allseitig besprochen worden sind und die Verhandlungen, ungeachtet auch die unbethei^^oder nur bei den hohen Gerichten interessirten Orte ihre Ermahnungen und Bedenken eröffnet hatte",keinem Ziele gelangen wollten, erbieten sich diese, gute annehmbare Mittel zu suchen, durch welche die ^teien einander näher kommen könnten. Die Parteien erklären aber, keine Vollmachten zur Erkics""l!