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5,1,a (1872) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1587 bis 1617
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964
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öl>4 Januar 1610.

ihnen meine, so anerbieten die vier Orte, die fraglichen Kosten von 300 Kronen aus ihrem Sekel zu bezahl'unter der Voraussezung, daß sie dann den alten Groll vergraben und in das frühere gute Einvernehmenihren guten Freunden von der Stadt zurükkehren. Sollte dieses Zusprechen und dieses AnerbietenVerhoffen keine Beriiksichtigung finden, so will man ihnen rund heraus erklären, daß die vier Orte nunnielstden Span für eine ausgemachte Sache halten und darum entschlossen seien, dem Theil, welcher sichAusspruch unterzieht, gegen den andern Hülfe und Beistand zu leisten. Wenn die Gemeinden diesensehen, werden sie sich wohl eines Bessern besinnen.

Mit diesem einhelligen Entschluß sind die Gesandten nach Ägeri aufgebrochen, nachdem sie zuvorSattel den Bericht erhalten, daß die Gemeinden Wenzingen und Baar Ausschüsse von je fünfundzwaUZ^Mann dahin abgeordnet haben. In Ägeri angelangt, sind die Gesandten nach Beendigung des Gottesdienst^und nach Besammlnng der Gemeinde und der Ansgeschosscnen der beiden andern Gemeinden in der Kn'^ebendahin abgeholt und durch den Redner, Vogt' Trinkler, freundlich bewillkommt worden. DaraufSchultheiß Schürpf nach gewöhnlicher Begrüßung und Anwünschnng eines glüklichen neuen Jahrs seinentrag. Er erinnert die Gemeinde, wie leid den katholischen Orten dieser Zwiespalt gewesen sei und wie st^zu Vereinbarung der Parteien keine Mühe und Kosten gespart haben, er bedauert, daß die EröffnungEntschlusses nach der zu Lucern gegebenen Versprechung um etwas sich verzögert habe, sodann eröffnet ergeschikten Worten den einstimmigen Rathschlag der vier Orte und erwartet entsprechenden Bescheid. Nach^die Gesandten während der Berathung der Gemeinde in die Sacristei abgetreten waren, sind sie nachziemlichen Weile wieder in die Versammlung berufen worden, wo ihnen der genannte Redner nach hest'^verbitterter" Klage gegen die Stadt, daß sie unbillige Ansprachen an sie erhoben habe, bei keinen Spru^"verbleiben wolle und sie in einige tausend Kronen Kosten gestürzt habe, und nach Verdankung der vonvier Orten aufgewendeten Mühe und Kosten folgenden Entschluß der Gemeinde eröffnet: Weil sie besorgmüßen, daß ihre Freunde in der Stadt abermals wie zuvor bei diesem Ausspruch nicht bleiben werden,sie min noch mehr Ursache habe», da man sie der Kosten entlediget habe, und weil sie auch diese UnehreOrten, welche ihnen die Kosten zugesprochen, nicht anthun können, so wollen sie von dem Ausspruch zunicht abstehen, sondern in allen Punkten und Artikeln bei demselben verbleiben; bis ihnen das Geld vonBurgern ausgehändigt werde, werden sie von ihrem frühern Beschluß nicht abgehen, den Bürgern, mit >nähme der Gotteshäuser und Hintersaßen, keine Zinsen und Zehnten mehr zu verabfolgen; mit einhell'li^Mehr haben sie ferner beschlossen, daß Jeder, welcher gegen dieses rathen würde, sein Landrcchthabe. Ans diesen unerwarteten Bescheid treten die Gesandten wieder ab, mit höchlicher Verwunderung, ^eine so treuherzige freundliche Ermahnung und Bitte so wenig Erfolg gehabt hat. Sie beschließenBezahlung der Kosten aus der vier Orte Sekel auf Lichtmeß anzubieten und ihnen den obigen Entschluß "kurzen Worten zu eröffnen. Nachdem Schultheiß Schürpf der Gemeinde diesen Beschluß unter dringen ^Ermahnungen und Bitten mitgctheilt hat, erklärt die Gemeinde, daß sie bei ihrem Bescheide verbleibe,wäre denn, daß man die von der Stadt dahin vermöge, das Geld von den vier Orten in Empfang zuund dann ihnen zu überantworten. Darauf hat man ihnen zu verstehen gegeben, daß die vier Orte > ^gesonnen seien, die in der Stadt zur Bezahlung der Kosten anzuhalten, und daß man eben so wenig ^macht habe, denselben die Zumuthung zu macheu, das Geld in Empfang zu nehmen und ihnen zu übergeNach dieser Eröffnung haben sich die Gesandten in die Herberge zurükbegeben. Gleich darauf kamen