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5,1,a (1872) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1587 bis 1617
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December 1609.

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^cern mitzutheilen, damit es den Tag für die Abordnung ansezen kann nnd nicht durch Verzögerung Feind-^igkeiten zwischen den Parteien ausbrechen. Das Schreiben der drei Gemeinden an Schwyz (vom 22. De-^wber) wird jedem Gesandten in den Abschied gegeben. I». Schwyz hat die Artikel des lezten Abschiedes zu^ucern, betreffend die Streitigkeiten im Thurgau und das Gotteshaus Sionen, gutgeheißen und zu Kräften

erkennt.

713.

Conferenz der IV Waldstätte.

Kgeri und Zug. 1610, 9. bis 12. Januar.

Staatsarchiv Lucern. Acten: Zug. LandcSarchiv Schwyz.

Gesandte: L«cern. Ludwig Schürpf, Ritter, Schultheiß und Stadtfähnrich; Johann Helmlin, alt-chultheiß. uri. Johann Konrad von Beroldingen, Ritter, Landammann. Schwyz. Kaspar Ceberg, Statt-°!er. Unterwalden. Peter Jmfeld, Landammann, von Obwalden.

Nachdem der ans der Jahrrechnung zu Baden gethane Ausspruch in dem Anstände zwischen dem äußernk und der Stadt Zug auf der lezten Conferenz der katholischen Orte zu Lncern revidirt und bestätiget und^r Ratification heimgebracht worden war, und nachdem man damals den Parteien versprochen hatte, daß mannächstens den Spruch eröffnen werde, die IV Waldstätte aber auf einer später» Zusammenkunft in Gersau^erein gekommen sind, diese Eröffnung den Parteien durch eine Abordnung machen zu lassen, und nachdemRatificationen von allen VII katholischen Orten in Lucern eingetroffen, sind die Gesandten in Folge des

Lucerns heute in Arth zusammen gekommen. Weil man nun besorgt, es möchte von den Ge-binden abermals nur ein Ausschuß nach Baar geschikt und so wenig ausgerichtet werden, hält man für nöthig,^ Sache vor den versammelten Gemeinden vorzubringen. Hierauf hat man durch einen Eilboten alle dreibinden von diesem Vorhaben benachrichtigt und sie gebeten, entweder insgesammt in Baar zusammen zu'Wnen oder aber, was man ihnen wegen des eingetretenen Unwetters vorschlage, sich genieindeweise zu ver-'nein, indem man dann von einer Gemeinde zur andern reiten werde, ihren Bescheid erwarte man auf^ Sattel. Dort angekommen vernimmt man, daß die Gemeinden Ägeri und Wenzingen aus Bequemlichkeitaus ihrer Mitte ausgeschossen haben, um in Baar in der dort versammelten Gemeinde die GesandtenZuhören. Weil das aber dem gefaßten Beschlüsse zuwider ist, werden allsogleich die beiden Gemeinden durch' Schreiben ermahnt, ihre Ausgeschossenen nicht abzufertigen, sondern die ganze Gemeindezu stellen", zuwerde man unmittelbar nach dem Gottesdienst den Vortrag halten.

Am folgenden Morgen (Sonntag den 10.) wird einstimmig beschlossen, man wolle nach Erläuterug des^ Wusses der VII katholischen Orte, es gänzlich beim badischen Ausspruch und beim Libell verbleiben zu lassen,^ Gemeinden mit aller Freundlichkeit ermahnen und bitten, den vier Orten zu Ehren nnd in Berüksichtigung° ^ ja ihren Zwek erreicht haben und bei ihren Freiheiten verbleiben, die ihnen zu Baden zugesprochenen

wieder in den frühern guten und ruhigen Stand zu stellen. Wäre diese^ ohne Erfolg, so will man ihnen dann anzeigen: Weil ihnen doch an der unbedeutenden Summe so viel

daran, den vier Orten zu Gefallen zu sein, die übrigens nicht daran denken, die Stadt^ Zahlung dieser Kosten anzuhalten, und damit die Gemeinden sehen, wie gut und brüderlich man es mit