Druckschrift 
5,1,a (1872) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1587 bis 1617
Entstehung
Seite
945
Einzelbild herunterladen
 

October 1609. ^5

^ stansischci? Abschied nachgelebt werde. Lucern antwortet, es werde diesen? nachzukommen nicht ermangeln,Rosche aber, daß Uri seinen Genglcrn und Grcmpelweibern bei deren betriiglichein Hai?dcln (wovon Beispiele"^gezählt werden) nicht zu viel Glanben schenken möchie. «t. Ans die Klage der Schiff- und PfisterleuteLucer»? über Eingriffe von Seite der Urner Schifflenteder gefcrten halb über seew" wird verabschiedet,Ort soll die Seinigen dazu anhalten, den bestehenden Ordnungen und Verträgen nachzuleben, v. Uridafür sorgen, daß den fremden Ankengremplcrn nicht gestattet »verde, den Anken auf Seelisberg (von woder Regxl der Anken auf den gewöhnlichen Markt in Lucern gebracht wird), oder bei den Hänsern und"den aufzukaufen.

7«».

Conferenz der die Landgrafschaft Thurgau regierenden Orte.

Aranenfeld. 1K09, 19. bis 31. Hctover.

Staatsarchiv Zürich. Abschicdbd. 1Z7, S. kl.

Gesandte: Zürich. Leonhard Holzhalb, Burgermeister; Hans Ulrich Wolf, Statthalter; Hans Kambli,^^eister, alle des Raths. Bern. Junker Diebold von Erlach, des Raths, alt-Landvogt zu Morsee.

Helmlin, Schultheiß. Uri. Hans Konrad von Beroldingen, Landaminann; Jakob Muhcim,^ ^aths, alt-Laildvogt iin Nheinthal. Sch»vyz. Sebastian Büeler, Landainmann. Unterwalden.^chior Jinfeld, Landa?ninann, von Obwalden; Hans Lussi, Landaininann, von Nidwalden. Zug, Stadt:Konrad Zurlauben, Stadtschreiber. Von den Gemeinden: Hans Trinklcr, alt-Landvogt im Mainthal.^ "^»s. Melchior Sträbi, des Raths, gewesener Landvogt in? Thurgau. Freiburg. Christof Reiff, des

Solothnrn. Peter Sur?), Schultheiß.

^ Der streitigen Landmarche ztvischen der Grafschaft Kyburg und der Landgrafschaft Thurgau, des gefangenen""s Voster, genannt Talpi, von Mühlheiu? und verschiedener anderer Anstände »vegci? war auf der lezten^ Rechnung zu Baden von den zehn Orten die Abhaltung dieser Conferenz beschlossen worden. ». Nachdem>j. ^"^"dten am 19. October auf de??? Nathhaus zu Elgäu (Elgg) sich versammelt hatten und von denNesy Gesandte»? in? Namen ihrer Obern angemessen begrüßt »vorbei? waren, wird auf den Wunsch derZürichs nun gemeinsam die Besichtigung der Märchen vorgenommen. Des folgenden Tages stellen>)i>kv ^ Nathhause zu Frauenfeld die Zürcher Gesandten, zu denen auch der Vogt zu Kyburg, Hansz. Holzhalb, sich gesellte, an die Gesandten der übrigen nenn Orte das Begehren um Eröffnung ihrerD'" Gesandten der neun Orte eröffnen, daß sie nicht beabsichtigen, Zürich au seiner GrafschaftEingriff zu thun, sondern daß sie nur die Eiuräumuug dessen verlangen, was geinäß Laudbuch^ des Winterthurcr Spruchbriefs von 1432 zur- Landgrafschaft Thurgau gehöre. Die Gesandten

öfter Zürich habe mit große»? Bedauern vernommen, daß »na»? seit vierzig Jahren, auf alte

^"'chische Briefe sich stüzend, etwas anspreche, das Zürich gehöre. Der Thurgau sei 1400 an die X (recte^»dt ^ liekommen, der Winterthurer Spruchbrief 1432 aufgerichtet, die Grafschaft Kyburg 1424 an dieübergeben worden, also daß Zürich die Grafschaft Kyburg in der gegenwärtigen Bcgränznnglv^»^tuudz»vai?zig Jahre lang besessen habe, bevor die Landgrafschaft Thurgau an die Eidgenossenschaft ge-sei. Da Zürich die Grafschaft eiuhundertfünfuudachtzig Jahre lang (bis jezt) unangefochten besessen

119