October 1609. 943
geschrieben, sowie auch wegen des Trozes, der diesen Sommer den katholischen Frauenfeldern bei ihrer^Zfahrt nach Pfyn von den Zwinglischen in Langdorf, zuwider dem Landfrieden, widerfahre» sei, worauf' krruf und Strafe gehöre. Auch soll man das lezte scharfe Schreiben Zürichs (2./12. September) diesesEugenen wegen widerlegen, da man ihm nichts Ungebührliches geschrieben, sondern nur eine Erwiderung^ sein vorheriges hiziges Schreiben (21./31. August) crtheilt hatte. 4'. Die Angelegenheit wegen desGiranten zu Mühlheim hat man für eine durch den jüngsten badischen Abschied ausgemachte Sache gehalten.
° Gesandten sollen nun, damit man ab der Sache komme, mit beiden Theilen unterhandeln und Zürichabx ^ ^ sich ohne allen Vorbehalt begeben und nur gebeten habe, bis zum Herbst Geduld zu tragen,^ auch dem Bischof rathen, den Vorschlag Zürichs nicht auszuschlagen. In Betreff der Crucifixstürmcrdx, ^"^ld sollen die Gesandten Vollmacht haben nach Gutfiuden zu handeln, namentlich auch in Betreffden Zwinglischen bewiesenen Verachtung gegen die vorigen Gesandten der katholischen Orte. Manche, immer dafür, daß die Absonderung der obern Kirche und des Beinhauses das Beste wäre. I». Die^^h"i>schen Sachen und den bewußten Span des Abts von St. Gallen mit den das Nheinthal regierendenBußen wegen belangend, sollen die Gesandten am Abschied zu Baden festhalten. Sollte Jemand^ Abts auf dem Tag erscheinen, so sollen sie den Landvogt sogleich ermahnen, mit den rhein-iHe» Gewahrsamen sich einzufinden. — Diese Punkte werden alle auf den Tag nach Frauenfeld geschlagen,
!l>ll k ^ Gesandten mit den nöthigen Vollmachten abfertigen soll. I u. Ii.. (S. u. Thurgau). I. Man
dlirü sorge», daß das kezerische Buch des Königs von England überall verboten werde, wie der Papstde» besonderes Breve die katholischen Orte ermahnt hat. »». Da die Freigrafschaft Burgund betreffsallen Bescheid ertheilt hat, Frankreich aber noch nicht, wird an Zürich geschrieben, es möchte^orm den Bescheid einholen, i». Der Herzog von Savoyeu überschikt mit dem Gesuch um Ent-H 'gung sgx die Verspätung zwei Pensionen und bemerkt in seiner Zuschrift, daß seine Anwälte noch etwasHai, ^ vorbringen werden. Da diese aber nicht erschienen sind, werden die Orte sich darüber zu entschließen(S. u. Lauis). K». (S. u. Thurgau). q. Jeder Gesandte weiß zu berichten, was Landammann
^ "g in Betreff des Mühlhauser Handels vorgebracht hat. i». Ein Bericht des Bischofs von Chur an denbon Einsiedeln, daß die katholischen Bündner dießmal „wohl beharren", ferner daß er finde, die'scheu Orte sollten eine Verständnis) mit ihnen machen, und daß er gute Vertröstung zu seiner Residenzsti» '> ben Abschied genommen. «. (S. u. Lauis). t. Uri berichtet über seinen Span mit dem
gchm Ambassador wegen Pcnsionssachcn und begehrt Rath über die ihm gemachte Zumuthung. UnterJod ^"^"ßornng wird ihm ein freundliches, gutherziges, brüderliches Zusprechen gethan. Ii. Abt Johannix ^ Muri meldet schriftlich und durch Abgeordnete, daß er auf die ausgeschriebene bischöfliche SynodeÄei/ "ö citirt sei. Er bittet um Rath, wie er sich zu verhalten habe, und wünscht, daß man ihm einenAea ^choin, wie bei einem ähnlichen Anlaß dem Abt Hieronymus, seinem Vorgänger, ausstellen möchte. Demsoll > entsprochen und der Schein abschriftlich in den Abschied genommen, v. Landammann Büeler
i>^"-^benk sei», was Schultheiß Helmliu mit ihm einer Gcleitssache wegen gesprochen hat. Hv. Man hältHps ' Ort soll auf bevorstehenden Tag nach Frauenfeld nur eine einfache Botschaft schiken. Die^ o» solk,, an ihre Obern berichten, wie man wegen der ausstehenden spanischen Pensionen abermals^oUikliches Schreiben durch einen eigenen Länfersboten nach Moyland erlassen hat.