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5,1,a (1872) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1587 bis 1617
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Juni 1K09.

Conferenz der IV evangelischen Städte.

Aarau. 1KV9, 12. Zuni (2. alt. Kal.).

Staatsarchiv Zürich. Abschi-dbd. 1Z7, S. 2.

Gesandte: Zürich. Hans Rudolf Rahn, Burgermeister; Hans Georg Grevel, Stadtschreiber.Mich ael Ougsburger, alt-Sekelmeister; (Niklaus) Zurkinden, Venner, beide des Raths. Basel, vr.Friedrich Rychiner, Stadtschreiber. Schaffhausen. Hans Konrad Peyer, Sekelmeister und des Rath^

Zürich hat diese Conferenz ausgeschrieben, nicht nur wegen der mündlichen und schriftlichen Ber>^des Ambassadors Pascal und Anderer über die Anstände im Misoxerthal wegen des neulich dort aufgest^Predigers, sondern auch, weil die V katholischen Orte eine Botschaft in's Wallis zu schiken beabsichtige», ^den vor Jahren in Visp gemachten Abschied in Execution zu sezen und demnach die Evangelischen zu vertreib^und weil Bern noch andere Sachen hier vorzubringen angekündigt hat. Nach gestellter Umfrage, »b ^Obrigkeiten dieser Sachen halber noch etwas Näheres zugekommen sei, wird berichtet, daß die katholis^Orte von der beabsichtigten Mission nach Wallis abgestanden seien, vielleicht aber schriftlich ihre» Z»^erreichen suchen werden. Nun eröffnen die Gesandten Berns, ihre Unterthanen im Land Hasle habe»

Obern geschrieben, wie die aus dem Zehnten Gombs zwei Abgeordnete zu ihnen geschikt haben, um s»das Mandat des Grafen von Fuentes zu beklagen, durch welches Jedermann Wein oder Reis zu ihne» ^führen bei Strafe der Confiscation der Maaren »nd 10 Kronen Buße verboten werde, und wie die AVordneten ihnen berichtet haben, daß sie beauftragt seien, diese Klage auch Obwalden mitzutheilen, um stch^ihm über die gegen den Gubernator zu treffenden Repressalien zu verständigen; was für eine Antwort'^Obern denen von Hasle gegeben, darüber haben sie noch keinen Bericht. Auf die Anfrage derer vonan die Abgeordneten, wie es jezt im Wallis stehe, haben sie ihnen erwiedert, daß sie von keiner Unei»'^etwas wissen, außer daß die Geistlichen in den untern Zehnten etwas spänig seien, sich aber wohl vereintwerden; daneben haben sie auch vernommen, daß ein Hauptmann von Uri in die obern Zehnten geschiktsei, über dessen Verrichtungen aber haben sie noch nichts erfahren können. Weil man nun aus diese» ^theilungen nicht entnehmen kann, was beabsichtigt wird, es aber nach und nach zu ermitteln hofft, »^die Gesandten Zürichs melden, daß ihre Obern betreffs der Misoxer Angelegenheit ein dringliches Schr^au die III Bünde erlassen haben, vor der Hand nichts anzufangen und wegen des Prädicanten sich Z" ^gleichen, bisher aber noch keine Antwort erfolgt sei, so hat man darüber nichts beschließen können,will vorerst die ausstehenden Antworten gewärtigen. Was sodann die Angelegenheit im Wallis anbelangthat man in Erinnerung, was vor Jähren, als die evangelischen Walliser einen Prädicanten aus Genfko»"^ließen, die Unterhandlungen der evangelischen Orte gefruchtet haben, ebenfalls nichts Besseres zu thun

als die Sache auf sich beruhen zu lassen und zu erwarten, was ferner sich zutragen werde, um soda man ja im Wallis selbst von einer Uneinigkeit nichts weiß und also die Sachen nicht so bedenklichmögen. Weil Bern Nachbar von Wallis ist und den Evangelischen daselbst die Ausübung ihrer Rclig'"außerhalb Landes zugelassen ist, soll es ein wachsames Auge auf die Dinge daselbst habe» und, wen»dergleichen sich zutrüge, diesem wie bisher begegnen. Sollte man Näheres über diese Sachen vor Schlußbevorstehenden Jahrrechnung erfahren, was eine Besprechung mit andern Orten erheischen würde, so sollen die^