Juni 1609. 925
Man sehe auch im Abschnitte Hcrrschastsangclegcnhciten -°»tei Mutten. «, Art. 77«, 777.
«N2.
Conferenz der V katholischen Orte.
Hersau. 1K09, 5. Juni.
Staatsarchiv Lucer». Acic»! Zug. — Landesarchiv Schwy».
^sandte: Lucern. Johann Helmlin, Schultheiß; Hauptmann Heinrich Kloos, Ritter, Venner und des
Sch Konrad von Beroldingen, Ritter, Landammann; Martin Schick, des Raths. Schwyz.
^^stian Büeler, Landammann; Rudolf Reding, Ritter. alt-Landammann und Pannerherr. Unterwalden.
Landammann, von Obwalden; Niklaus Ryser, Ritter, Landammann, von Nidwalden. Zug."6 Jakob Stocker, alt-Ammann; Hans Trinkler, Ammann.
Eck ^ Veranlassung dieser Conferenz ist die Religionsangelegenheit in Wallis und die darüber eingelangtenVerlesung derselben und eines Berichtes Lucerns hat man sich in Würdigung der WichtigkeitH^^'Wchkeit der Sache vereinbart, Gesandte der V Orte nach Wallis abzuordnen, mit dem Auftrag, dieeu,dm zu versammeln und diesen Alles, was man in Erfahrung gebracht hat, vorzuhalten, mit dem1 ichen Begehren, solche Sachen im ganzen Land abzuschaffen und den vispischen Abschied in Vollziehung»l>i> Gesandten sollen ihr Streben dahin richten, daß der fast eingewurzelte Unglauben ausgerottet
soll ^^en die wahre katholische Religion im ganzen Lande geäufnet und fortgepflanzt werde. Die Gesandten^ am 17. uri sich versammeln und von da aus die Reise antreten. Damit aber mehr Erfolg
»>>j> ^ Orten Hindernisse in den Weg gelegt werden, sollen inzwischen Lucern, Schwyz
6ug Gesandte in aller Orte Namen an den französischen Ambassador schiken, die zuerst ihren Auftrag^l»k " uiittheilen und es bitten sollen, mit und neben ihnen die Sache beim Ambassador zu unterstüzen.
diese Weise hofft man, der Ambassador werde die Sache nicht allein nicht hindern, sondern sogar dabeiheiß ^llte er aber bei übriger Geneigtheit für die Sache die Abordnung nach Wallis nicht gut-
^ die Gesandten gleichwohl Solothurn dahin zu bereden suchen, daß eS sich in diesem so höchst
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Geschäft von den übrigen Orten nicht söndere, sondern ebenfalls Gesandte mitschike. Inzwischen sollvertraute Ehrenperson an den Bischof abfertigen, welche sich bei diesem und andern Gutgesinnten^ erkundigen soll, auf welche Weise den Sachen am besten zu begegnen sein möchte, um den nachkommendener» ^ nöthige Auskunft geben zu können. Auch Freiburg soll durch Lucern über Alles berichtet und» werden, sich an der Gesandtschaft auch zu betheiligen. Endlich will man auch dem päpstlichen Nuntius^Uist ^euntniß geben und ihn ansprechen, mitzuwirken und auch dem Papst davon Mittheilung zu machen,gegebenen Falls ein väterliches Aussehen auf die katholischen Orte halte und ihnen getreuen Bei-^ B^üglich der noch immer ausstehenden spanischen und savoyischen Pensionen will man durch^Henen Boten beiden Fürsten ankündigen, daß, wenn nicht bis zu nächster Jahrrechnung zu Baden die'"H erfolgte, man die Sache ohne Verzug an die höchsten Gewalten bringen würde.