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5,1,a (1872) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1587 bis 1617
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818 April 1<l07.

haben sie mit Schimpf abziehen müssen. Als sie sich dann in den Obern Bnnd anfgemacht, sei ihnen derselbemit vier Fähnchen begegnet; und als der Landrichter Florin, der diese geführt, sich in ein Gespräch mit ihn"habe einlassen wollen, habe sogleich das bewaffnete Volk vorgedrükt, sie umgeben, verboten mit einander Z»sprechen und vorwärts zu ziehen befohlen; als dann aber das Volk sich etwas still gehalten, haben sie es »»geredet und freundlich und ernstlich zu Friede und Einigkeit ermahnt; aber auch hier haben sie keinen Besch"erhalten. Sie haben dann bei den andern Bünden, bei Ausgeschossenen und Gemeinden, alles Möglichesucht, es habe ihnen aber Niemand antworte», ja einige sie gar nicht einmal anhören wollen; die Zehngerichte Hab"'ihnen zwar einmal guten Bescheid gegeben, ans den sie sich verlassen haben, sich dann aber in der Folge a^die Ärgsten erwiesen, denn unter ihren Augen habe sich eine Rotte Prätigauer aufgemacht und die Hauptl"'^Vaselgia und Scarpatet, ungeachtet anerbotener Bürgschaft, in's Gefängniß gelegt. Ans den Abend sei ab"'mals ein ungestümer Haufe vor den bischöflichen Hof gekommen und habe den kaiserlichen Landvogt B"herausgefordert, und obschon er die hohe Freiheit des Ortes und daß er kein Bundesmann sei, vorgesch'^und das kaiserliche Geleit vorgelegt habe, obschon der Bischof und die ganze Domstift schriftlich BürgschaftLeib und Gut anerboten, haben sie mit einem Blok das Thor gesprengt und den Beeli in's Gefängniß g"^'Um Mitternacht sei weiter berathen worden, den Bürgermeister Bavier, den Pannerhcrrn Tscharner, b"Landeshauptmann Lucius Gugelberg, den Junker Baptist von Salis, den Stadtschreiber Gugelberg und b"Dr. Nuinelli zu verhaften; der Leztere aber habe sich flüchtig gemacht, die Andern dagegen zu Vermeid»'^weiterer Unruhen sich selbst gestellt. Das Strafgericht, das aus den Aufrühren« bestellt ward, sei dann ^ans l3t)0 Mann vermehrt worden. Da sie, die Gesandten, nnn klar gesehen, wie wenig sie troz aller Müheredlichen Willens ausrichten könne» und daß längeres Verweilen wenig nüzen würde, haben sie wiederholt ilft"Abschied begehrt und seien endlich, da sich Niemand um sie gekümmert oder Antwort gegeben habe, in 6)^Namen abgereist. Es wird nnn, nachdem man mit Entsezen diesen Bericht vernommen, folgendes28. April datirte Schreiben in aller Namen an die Bündner erlassen und durch einen reitenden Boten, da»'durch Verzug nicht etwa den Gefangenen Ungliik erwachse, eilends abgeschikt: Man habe ans dem Berichs ^Gesandten erfahren, wie rüksichtslos sie behandelt und ohne Antwort entlassen worden seien; «nit Schinerzman gesehen, daß die Sachen so weit gekommen seien, daß sie wider die geschworenen Blinde und wider den D"'sicglcrbrief einen sovngerimpten" Proceß, solche gewaltthätigc Handlungen begonnen haben; es liege dah^ihren Eid- und Bundsgenossen sehr daran, mit allem Ernst nach Mitteln zu Abschaffung dieser Zustände I'umzusehen. Um ihnen zu zeigen, wie sehr die Eidgenossen die Sache interessire, habe man beschlossen, ^sandte von allen XIII und zugewandten Orten ans den 12. Mai nach Ragatz zu schiken, um sich von h>"die III Bünde zu begeben und mit der Hülfe Gottes ihnen aus ihrer Trübsal wieder zur Ruhe zudenn ohne gute Freunde würden sie sich nie ans ihren Wirren heransfiuden können. Man ermahne sie, ^Gefangenen gegen angemessene Bürgschaft sogleich frei zu lassen, das Strafgericht, das gegen ihre Bi>»^'Landesordnungcn und Verkommnisse sei, aufzuheben, das bewaffnete Volk zu entlassen und sich bis ZM'kunft der Gesandten ruhig zu verhalten. Dabei erwarte man, sie werden dieser ernsten Mahnung nachkomme»-Auch diejenigen Orte, welche sich vorher zu Abordnung von Gesandten nicht hatten verstehen wollen, erftä^sich nun, über den Sachverhalt unterrichtet, damit einverstanden. Hierauf wird die Instruction für die ^sandtschaft entworfen und ausgefertigt. Man hofft, daß es gelingen werde, die Verwirrung zu löse»Ruhe und Einigkeit herzustellen. I» u. I (S. u. Sargans). It. Zürich berichtet, daß neulich unerwM