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5,1,a (1872) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1587 bis 1617
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April 1607. 817

w>d Glarus bezeichnet, Gesandte hiezn zu ernennen; Rottweil, das ohnehin den Reichstag besuchen wird, soll^ Zugewandten Orte vertreten, v. Der Landschreiber von Baden macht die Anzeige, daß ehedem alle Fürsten^'vls und der angränzenden Provinzen beim Antritte ihrer Regierung die Erbeinnng init besondern Urkunden,^che alle noch vorhanden seien, bekräftiget haben, was aber seit Erzherzog Maximilian nicht mehr geschehenWird rekvromlmn genommen, lt (S. n. vier ennetb. Vogt, überh.1. Die aus Bünden zurük-^^hrten Gesandten Leonhard Holzhalb und Hausmeister Hirzel von Zürich, Melchior Hässi und Jost PfändlerGlarus erstatten über die Lage der Dinge in Bünden folgenden Bericht: In Chnr angekommen, seiendenselben Abend von Niemanden besucht worden, dagegen haben sie in- und außerhalb der Stadt viel be-waffnetes Volk angetroffen; des folgenden Tages aber habe Bürgermeister Gsell sanimt einigen Rüthen sieeidgenössisch empfangen, und als sie gefragt, wo sie ihren Vortrag vernehmen wollen, habe man ihnenw'i Wehniuth geantwortet, es sei ihnen alle Gewalt benommen, auch seien sie alles Ansehens gänzlich beraubt;w Burgerschaft habe einen Hauptmann, Hans Jenni genannt, erwühlt und ihm zweihundert Mann beigegeben,^ diesen mögen sie ihren Vortrag eröffnen. Am nächsten Tag haben sie vor beiden Bürgermeistern und dem^nannten Hauptmann nach gewöhnlicher Begrüßung gemeldet, wie leid der Eidgenossenschaft und allen Zu-^waudtcn dieser bedauerliche Znstand sei und wie sie nicht erwartet hätten, daß man sich bei dieser sonst so^fahrlicheu Zeit empören und zu den Waffen greifen würde; sie haben zwar von der Ursache dieser UnruhenKenntniß, seien auch von Niemanden herbeschieden worden, aus bnndcsgenvssischem Mitleiden aber seienw Eidgenossen bewegt worden, ihnen möglichste Hülfe zu erzeigen; sie sollen nicht glauben, daß sie, die Ge-' ten, nur im Namen von zwei Orten da seien, denn die ganze Eidgenossenschaft, welcher dieses Geschäftwichtig erscheine, habe sie abgeordnet, die dringende Gefahr aber habe es unmöglich gemacht, mehr Ge-^ beizuziehen, es seien jedoch alle Orte und Zugewandten gegenwärtig dieser Sache wegen zu Baden ver-fielt. Sie, die Gesandten, wünschen nun, daß man ihnen, weil die Räthc ihres Amtes beraubt seien, an-^'kwu möchte, wo sie ihren Auftrag vorbringen sollen. Da man sie hierauf an den Hauptmann und die^hundert verwiesen, haben sie ihre Briefe dem Hauptmann zugestellt. Um inzwischen der Ursache dieseslc» t ^ ^ Grund zu kommen, haben sie bei ehrbaren Leuten Erkundigungen eingezogen, die dahin ge-In de» Bündnissen mit Frankreich und der Republik Venedig sei der Dnrchpaß durch Bünden erlaubtWer/"' frühere Bündniß mit Mahland, daher auch gegen ihre Ehre sei und nicht geduldet

^ e» dürfe; ferner wolle man, daß die unnöthiger Weise in's Veltlin gelegte Besazung zurükgezogen werde;

wolle man die fünfzehn geheimen Näthe, welche das Land regiert haben, abschaffen und das Vaterlanddie ^ Stand sezen. Des folgenden Tages seien sie auf das Kaufhaus, wo der Hauptmann und

^ Burgerschaft versammelt waren, geführt worden, um ihren Auftrag anzubringen. Dort haben sie das obengebrachte wiederholt, das zu Widerlegung der Klagpunkte Nöthige eingewendet und hoch ermahnt, das un-"Pe Strafgericht abzuschaffen, bei ihren geschworenen Bünden und besonders bei dem Dreisieglerbrief zudjx ^ welchem sie genugsam Anleitung finden werden, wie Fehlbare zu bestrafen seien, und unverzüglich

^ Volkes, welches bei 6000 Mann stark im Felde liege, zu entlasse», um die dadurch entstehenden

>hrc ' ^ bereits in die 180,000 Kronen angelaufen, zu vermindern; wenn das nicht geschehe, wenn sie inb " ^tvaltthätigcn Vorgehen verharren, so müsse man annehmen, daß sie Unruhe, nicht aber Ruhe suchen,hi^, ""6 Liebe zum Vaterland, sondern ans Neid und Haß solche Sachen angefangen. Sie seien

abgetreten und haben auf Antwort gewartet, man habe sie aber gar keiner Antwort gewürdigt und so

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