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Februar 1007.
Landammann, von Nidwaldeu. Zug. Hans Jakob Stocker, alt-Ammann; (Beat) Heinrich, des RaO'Freiburg. (Zu spät eingetroffen). Solothurn. Hans Jakob vom Staat, Ritter, Venner und des RaW'Appenzell I.-Rhoden. (Zu spät eingetroffen).
Diese Tagsazung ist auf Verlangen des päpstlichen Nuntius Fabricius, Bischof zu St. Severo,geschrieben worden, damit die katholischen Orte sich über das Begehren des Papsts um einen Aufbruchzehn Fähnchen (3000 Mann) wegen des venetianischen Handels entschließen. Nach Überreichung des p^^lichcn Brcves (<I. cl. VIII. ^ä. Innunrii), eröffnet der Nuntius mündlich und schriftlich sein Gesuch.aber wegen zu kurzer Zeit die Mehrheit der Orte nicht Gelegenheit gehabt hat, die obersten Gewalten, ^über solche Sachen zu entscheiden haben, zu versammeln, wird das Geschäft nebst der von Lucern entworfenCapitulation, welches den Aufbruch gestern bereits bewilligt hat, in den Abschied genommen. Den von ^höchsten Gewalten gefaßten Beschluß soll jedes Ort beförderlichst dem Nuntius mittheilen, inzwischenihm für die freundschaftlichen Gesinnungen und Anerbieten gedankt. Wenn der Aufbruch bewilligt wird, l°mit dem Nuntius über die Hülfe und Versicherung des Papsts bei Gefahren der katholischen Orte,über Bestallung der Hauptleute verhandelt werden, inzwischen soll er die Ratification der Zahlungen und ^Capitulation vom Papst und dem Consistorium der Cardinäle ausbringen. I». Der spanische Ambassadoreröffnet in schriftlichem Vortrage vor den Gesandten der V Orte, der König und der Graf von Fuentesihn beauftragt, die katholischen Orte als ihre wahren und treuesten Freunde und Bundesgenossen zu begrüßund, in Betracht des Ungehorsams der Venetianer gegen den Papst und der überall stattfindenden Rüstung^''die mit ihm Verbündeten Orte um einen Aufbruch von zwanzig Fähnchen oder 0000 Manu zu SchuZSchirm des Herzogthums Moyland, Beistand des Papsts und der römischen Kirche, sowie endlich Z" ^Haltung und Vertheidignng des katholischen Glaubens zu bitten; er wünsche, daß wegen DringlichkeitSache die höchsten Gewalten unverzüglich versammelt werden, damit dieselbe, woran er übrigens nicht zwci^'zum erwünschten Ziele gelange; zu Behandlung dieser Angelegenheit habe er einen Tag der mit Spanienbündetcn Orte auf den 1. März nach Lucern angesezt, wo die Gesandten mit den nöthigen Vollmachten I'einfinden mögen. Das Gesuch, auf das man nicht vorbereitet ist, wird in den Abschied genommen und ^Ambassador sein freundlicher Gruß verdankt, v. Uri macht Anzug, daß die Bündner vorhaben, eine ^sazung von 800 Mann nach Misox oder Ruffle gegen Bellenz zu legen, und daß die Gesandten Bündenszu Solothurn ganz unwahre und ungereimte Sachen wider die V katholischen Orte vorgebracht haben.werden die Landammäuner Neding und Lussi beauftragt, auf der bevorstehenden Versammlung zu Soloth^"die Sache in Behandlung zu bringen. Zu besserer Fürsorge sollen die Gesandten von Uri und SchwYZdem Ambassador Casale darüber sprechen. «I. Dem Ritter Flekenstein von Lucern und dem alt-KanzlerKreuzlingen werden die gewünschten Schreiben nach Leuggern und Frauenfeld bewilligt.
Zu »» Verzeichnis; der Geldmittel des Papstes zu dem Kriege wider die Venediger: Vom König von Neapol's ^dem Erzbischos von Benevento je 2 Tonnen Goldes, der Stadt Rom 10 Tonnen, der Herrschaft Genua (angeboten)Tonnen, Baarschast in der Engelburg 60 Tonnen, sodann allmonatlich von den geistlichen Orden in Italien 00,000und von dem Fleischzoll zu Rom 40,000 Kronen.
Staatsarchiv Lucern, Acten: Rom, Kriege-