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5,1,a (1872) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1587 bis 1617
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733
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März 1605. 733

55«.

Conferenz der V katholischen Orte.

Lncern. 1K05, 21. März.

Staat»arcl,iv Vuccrn. üurirner Abschiede II. »0.

Gesandte: Lucern. Jost Pfhffcr, Ritter, Schultheiß; Ludwig Schiirps, Ritter, alt-Schultheiß; Leopold"°kr, Pannerherr; Walther Amrhpn, Ritter, alle des Raths. Uri. Walthcr Jmhvf, Ritter, Laudammann;Gideon Stricker, Statthalter. Schwyz. Sebastian Büeler, Landaminann; Rudolf Reding, Ritter, alt-Land-u»n»ann. Untcrwalden. Peter Jmfeld, Landaminann, von Obwalden; Sebastian von Büren, Statthalter,Ridwalden. Zug. Konrad Zurlauben, Stadtschreiber und des Raths, von der Stadt; Sebastian Etter;Caspar) Kreuel, beide des Raths, von dem äußern Amt.

^ Nach vernommenem Bericht der Gesandten, welche beim französischen Ambassador in Solothurn gewesen(g. März), werden die Bündnisse und Reverse mit Frankreich und Spanien gegenseitig geprüft und dabeiOhmden, daß das, was mit Spanien verhandelt worden ist, der Vereinnng mit Frankreich in keiner Hinsicht^Heilig sei. Daher wird auf höhere Genehmigung hin beschlossen, an den Ambassador eine gründliche Ent-schuldigung kurzer Substanz zu schiken, nochmals Zahlung und Antwort zu verlangen und ihm gleichzeitigAbschrift des beschlossenen Schreibens an den König mitzutheilen. IedcS Ort soll seinen Entschluß darüber""berziigljch nach Lucern schiken, damit es das Schreiben durch einen zuverlässigen Boten an den König schike,^'u» nicht etwa die Obrigkeiten vorziehen, dasselbe durch den Ambassador besorgen zu lassen. I». (S. n.Heinthal). «. Da Zürich häusig besondere Zuschriften an die einzelnen katholischen Orte erläßt und geson-^le Antworten begehrt, hinter welchem Verfahren man List vermuthet, so -soll fortan kein Ort auf solcheZuschriften eine entscheidende Antwort geben, wie schon mehrmals beschlossen worden ist. «I. Jedes Ort soll'r Gesandten auf nächste Tagsazung zu Baden beauftragen, darauf zu halten, daß stets vorab diejenigenGeschäfte in Behandlung genommen werden, wegen welcher eine Tagsazung ausgeschrieben worden, und daßnachher etwa andere Geschäfte vorgenommen werden sollen. Man hat nämlich die Erfahrung gemacht,uß die Gesandten Zürichs oft ganz wichtige Geschäfte bis auf das Ende versparcn. «. Der Herzog von^uvoye,, wird an Bezahlung der ausstehenden Pensionen erinnert, t Die Kirchgemeinde Kerns bittet umMuster mit der Orte Wappen in ihr neues Pfrundhaus. Eine Zuschrift des Abts von Disentis, worin^ unzeigt, daß seit der Kapitulation zwischen den drei Bünden und Mayland die vornehmsten Katholiken inunden mit den sectischen Prädicanten sich einlassen, welche die Leute an sich ziehen und die Bündner in einenjährlichen Krieg bringen werden, wird den Gesandten abschriftlich mitgetheilt, dainit jedes Ort seiner Zeitdarüber zu entschließen weiß. Zugleich wird dem Abt freundschaftlich, jedoch „unvergriffcnlich" geantwortet.^ Der Bischof von Constanz stellt ein schriftliches Begehren in Betreff der Gallischen Gant. Wenn dieGegenpartei darüber etwas bei den Orten vorbringt, soll sie nach Baden gewiesen werden, l. Nach Ver-^llng der aus Wallis eingetroffenen Berichte, laut welchen sich dort in ReligionS- und geistlichen Sachen^vßer Mangel zeigt, ferner des Gesuchs des Bischofs um Verwendung in Rom für seine Bestätigung, sowie^ Anzeigen, welch' schändliche erdichtete Reden wider die V Orte daselbst im Umlauf seien, wird dem BischofMiftlich zu seiner Würde gratülirt mit dem Beifügen, man werde nach Rom schreiben, sobald ein neuer Papstrrivahlt sein werde; er seinerseits möchte auf die in's Land geschleppten sectischen Bücher und auf die Umtriebe