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5,1,a (1872) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1587 bis 1617
Entstehung
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659
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August 1K03.

K59

SRO.

Conferenz der VII katholischen Orte.

Lucern. 1K03, 2V. bis 22. August

^'«»»«archi» S»».ml»ng d«r nicht geb»nd«»en Al>sch>-d>, und Allg. Abschicke .1.7'. S. KW, K7V, «72. - Kantondarchi» Kretburg. Abschtcdbd. K8.

Gesandte: Lucern. Jost Pfyffer, Ritter, Schultheiß; Christof Kloos, Statthalter; Leopold Feer;Villaus Pfyffer, Ritter, beide Paunerherren und deS Raths, llri. Walther Jinhof, Ritter, Laudaininann;Werner Käs, des Raths. Schwyz. Jost Schilter, Landammann. Unterwalden. Wolfgang Schönenbühl,Landainmann, von Obwalden; Johann Waser, Ritter, alt-Landammann und Paunerherr, von Nidwalden.'^ug. Beat Jakob Frei, Statthalter; Michael Nnßbaumer, des Raths. Freiburg. Jost Vögcli, Ritter,^ Raths. Solothurn. Hans Jakob vom Staat, Ritter, des Raths.

Lucern berichtet, was es in Bezug auf die Angelegenheit mit Wallis bereits gethan und waS eS fürRachrichten von seinen Kundschaftern erhalte» habe. Auch langt ein aus Lenk vom 16. August datirter BerichtGesandten im Wallis ein. Obschon man nun findet, die Sache lasse sich gliiklich an, hält man doch fürR'thig, wachsam und auf alle Fälle gerüstet zu sei», die Pässe zu versorgen und der Hülfe und treuen Ans-ehens der verbündeten katholischen Fürsten sich zu versichern, wie theilweise schon geschehen ist. Im Falleines Angriffs will man an der alten Übung, wie man einander zu mahnen und beizustehen habe, sich halten.A" den Bischof von Basel, den Abt von St. Gallen und den katholischen Theil des Landes Appenzell wirdAllem Mittheilung gemacht, leztern beiden unter Verdankung ihrer freundlichen Anerbieten. An die Ge-sandten im Wallis wird geschrieben, sie sollen, weil die IV Städte beschlossen haben, wieder Gesandte dorthinä" schiken, das Land nicht verlassen, bis man die Katholischen gerettet habe, ja sogar wieder umkehren, wenn^ allenfalls schon auf der Heimreise begriffen wären.

Nachdem am 22. auch die Gesandten der beiden Städte Freiburg und Solothurn eingetroffen waren, wirdihnen mitgetheilt, was vorgestern verhandelt und nach Wallis geschrieben worden ist. Nach Anhörung ihrer^richte und dessen, was man von Bern und Einsiedeln her vernommen hat, werden eiligst drei eigene Boten""f den drei verschiedenen Straßen an die Gesandten im Wallis abgeschikt, »m ihnen die eingegangenen Be-ichte »litzuthcilen und über ihr ferneres Verhalten Weisung zu geben. Dem NathSgesandten von Lucern, der>n der XII Orte Angelegenheiten zu Lauis oder Mayland sich befindet, werden die nöthige» Aufträge an denrasen de Fuentes und an den Herzog von Savoyen zugeschikt. Weil man indeß noch nicht aus der Sorge""d Gefahr ist, wird jedem Ort Überbunden, wachsam zu sein und die Pässe wohl zu versorgen. Inzwischen^iil Man gründlichen Bericht aus Wallis erwarten und dann rathschlagen, was man mit den protestirendentädten darüber sprechen, oder wie man sich sonst verhalten wolle. Über das AllcS soll strenges Stillschweigen^dachtet werden, indem man entschlossen ist, die Katholische» im Wallis in keinem Fall zu verlassen und"'cht zu ruhen, bis das Land von Protestanten gesäubert sein wird.

Am Ende des Abschiedes wird angemerkt, was jedem Ort für besondere Aufträge iu den Abschied gestelltWerden sollen: Uri soll gemäß Verabredung die Sachen über das Gebirg und jene mit dem Commenthur vonpilgern ud ,jt dem Vogt zu Kaiserstuhl besorgen; Schwyz und Zug sollen die Aufträge an die Gottes-/"her im Thurgan ausrichten, elfteres besonders Rapperswyl nicht vergessen; Freiburg soll die Aufträge anGubernator in Burgund besorgen; Solothurn mit dem Bischof von Basel tractiren, mit dem Gubernator