Juli 1603.
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halber etwas Zweitracht Ire Eid- v»d Pniitsverwanten, ouch anstoßende Nachbarn sich deßhalben Im wenigsten"it sollen haben zn bcmeiiyen. Habend sich onch vff söllichs End hin init deß Landts Euangclischen Religions-gnossen In allweg schon verglichen. Bnd obe gleichwol zu Gnngtheühung deßjcnigen, so durch die Coiiiinuncn°ber mehren Thcil derselben begert worden, onch Erhaltung gutes Fridens die Herren Protestanten den knrtzlichbernsfte» Euangclischen Kirchendiener vff das mahl abzufertigen vnv verschikhcn sich ergeben vnd submittiren'"üssen, habend jedoch diejenigen der reformirten Religion nach Jemanh deren, so in disserm Bistumb, ob da-gleich die alte Catholischen Römischen Religion profitirt, dannochtert keiner vorige» Inquisition, Ersuchens,Nachfragens Jedes Gewiissenü nach Jrer heimlichen Ncligionsübung, wofchr dicselb ohne Ergernuß beschchen,biß vff dato nit habt zucrclagen, Seste doch ein fromme Oberkheit Inen Jr Religivnsübung offenlich freyZulassen vff dißmahl nit befncgt. Wollen aber der Herren Abgcsanten muntlich vnd schrisftlich hierum iutor-^v'iomio gethonen Fiirtrag In bcschehcner Form threiiwlich vor Räht vnd Gemeinden der Hoffnung kommenlassen, sy werden selbe Herren alß Ire Blntsfrenndt, Vcrwantcn vnd Mitlandt-, ouch freye Lciith In allerBescheidenheit vnd Gnade» hierin bedänkhen; haben also die Obcrkhciten der Herren Abgesandten künfftige Er-leiitermig aller Gemeinden erster Gelegenheit schriftlichen zu empfahcn, Mit gantz friintlicher Pit, obgleich.gegenwertiger Bescheid vnd Antwort wider Hoffnung vielicht ervolgt hierum nit zuuerargen, sonderß In pester^>d- vnd PnntSgnössischcr Wolmeinnng zn empfachen vnd vcsteiiklich zu glvuben, wo geistlich vnd weltlicheOberkheit, ouch Räht vnd Gemeinden gantzer Landtschafft Lieb, Ehr vnd Freiindtschafft Ire» der AbgesantenHerren vnd Obern, alß Iren gaich wol verthranwten bewehrten lieben alte» Eid- vnd PuntSgnossen möchtendbeweißen vnd erzeigen, vngespart Leibs vnd Guts, »it »vollen ermangle». Datum vnd mit deß Hochwiirdigenvußers Gnädigen Fiirstcn Hildenbrandi von Rictmatten, Bischoffen w. durch Herren Joannis in Albon, Landts-hauptmans gewähntem Jnsigel zn mehrer Gezeiignuß verwahrt zn Sitten, In vnßer Liebe» Frowen Kirchen21. July Anno 1603."
Der Vortrag der evangelischen Gesandte» nnd die mit dein Siegel des Bischofs und des Landeshanplnianns verseheneZalliser Antwort findet sich anch im Staatsarchiv Bern, Wallis-Bücher 11, S. 161 u. 160, woselbst auherdcni über'kst Walliser confcssioncllen Angelegenheiten vieles Actcnniaterinl enthalten ist.
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Conferenz der V katholischen Orte.
Wcggis. Ii>03, 1. August
G»aat»ar«t>iv tt»e«rn. Sammlung dc» »lcht gebunden«» Abschiede, — Vandebareviv SN>w»<.
Gesandte: L »cer n. Jost Pfstffer, Ritter, Schultheiß; Hauptmann Wilhelm Balthasar, des Raths, uri.Walther Jmhof, Ritter, Landammann; Peter Gislcr, Ritter, alt-Landammann. Schwyz. Jost Schilter,^andamniann; Balthasar Kstd, Ritter, Sekelmcister und des Raths. Unterwaldc». Wolfgang Schönen-biihl, Landammaim, von Obwaldcn; Johann Wascr, Ritter, Landammann und Panncrherr, von Nidwalden."3ug. Jakob Möstenberg, des Raths.
Auf eingegangene Nachricht, daß das katholische Wesen im Lande Wallis sich immer schlimmer gestalte,aß fast alle Vorgesezten daselbst im Glauben „kranck vnd vcrgisft" seien, daß die IV evangelischen StädteGMlnt den Bitndnern Gesandte dahin geschikt haben, um die Entfernung der Kapuziner zu betreibe», u. A. m.,