Juni und Juli 1603.
abzuschließen. Nuiuuehr entschließen sich die Genfer, den Frieden auf angedeutete Weise auzunehineu, wovonsogleich an Bern Kenntniß gegeben wird.
XI. Conferenz, Montag den 11./2I. Juli zu St. Julien. Nachdem die beiderseits angeiionluicneu Frie-densartikel in's Reine geschrieben worden sind, werden sie von beiden Parteien unterzeichnet und noch den-selben Tag verbrieft.
In der XII. und Schlußconfercnz, am 12./22. werde» die Instrumente unterzeichnet, untcr dein gegen-seitigen Zugeständnis;, daß die Ratification auf den Herzog und seine Nachkommen gestellt, daß das Pacifi-cationsinstrument mit des Herzogs großem Siegel anthentisirt und den Herren von Genf binnen sechs Tagenzngeschikt werden soll, ferner daß dieser Friedcnstractat innerhalb zwei Monaten bei dem fürstlichen Senat undetikmiiros lies compwn verisicirt, registrirt und pnblicirt und endlich mit den Jnsiegcln der fünf vermittelndenOrte verwahrt und bekräftiget werden solle.
Darauf wird der Friede sowohl zu St. Julien als in der Stadt Genf mit Trompeten und Trommelnöffentlich pnblicirt und das Instrument dem Herzog zur Ratification und Besicgluug nach Turin überschikt.(Beilage 15).
Im Namen des Herzogs danken seine Abgeordneten den Gesandten der vermittelnden Orte für ihreFriedensliebe und nachbarliche Gesinnung; sie melden, daß sie deren angewendete Mühe und Eifer dem Herzoganrühmen werden, bekennen, daß ohne deren Jntercession der Friede nie zu Stande gekommen wäre, undversichern, daß sie dieses in stetem Andenken behalten und bei allen Gelegenheiten zu verdienen suchen werden.Beim Abschied sprechen ebenso die von Genf ihre innige Dankbarkeit ans, empfehlen ihre Stadt gemeinerEidgenossenschaft und bitten, man möchte sie zu gelegener Zeit in den eidgenössischen Bund aufnehmen.
Am 13./23. Juli reisen die Gesandten von Genf ab und kommen am 1K./26. Juli wiederum in Solo-thurn an.
I». Donnerstag den 28. Juni (alt. Kal.) erschien vor den Gesandten der evangelischen Orte ein Kirchen-diener der Evangelischen in den piemontesischcn Thälern und dem Marquisat Salnzzo, klagend über die Ver-folgungen, welchen sie gegenwärtig wieder ausgcsezt seien, indem der Herzog ein Edict wider sie habe ausgehenlassen, wodurch er das Evangelium gänzlich zu verdrängen und dessen Bekenner und Anhänger auf's Äußerstezu verfolgen sich unterstehe. Er bittet, man möchte sie im gegenwärtigen Frieden ebenfalls einschließen oderauf andere Weise bei dem Herzog bewirken, daß er sie unangefochten bei ihrer Religion, Haus und Hof ver-bleiben lasse. Da der Friede aber bereits abgeschlossen war(?), so ließ man die gewünschte Verwendungschriftlich bei dem Herzog eintreten.
I». Beilage zum Schasshauser Exemplar des Abschieds.
5«2.
Jahrrechnung der die IV cnnetbirgischen Vogteien regierenden XII Orte zu
Lauis. IK03, 24 Juni.
Staatsarchiv Vticrrn. Enneibtrg. Abschied« VI. «I, — Staatsarchiv Rurich. Ennetbirg. Abschiede XI. ISI, S. I«it.
Gesandte: Zürich. Hans Konrad Wirz. Bern. Alexander Hauser. Lucern. Hauptmann KasparHaas. Uri. Hauptmann Matthias Grüninger. Schwyz. Martin Aufdermauer, alt-Landvogt zu Lauis.