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Landvogtki Sanis. «. Art. Ms. Verschiedenes.
Landvogtci Mainthal. «, Art. M2. Justizsachen. « Art. !iüv. Beamte.
Bern-freib. Bant »bcrh. «. Art. W.
v aus dem Solothurner Exemplar.
Zu I. I tivJ, 20. April. Solothurn. A» diesem Tage schreibt in Abwesenheit des sranzösischc» Gesandten dessenSecretär Jean Vigier nach Wallis, daß seit circa drei Wochen der Marquis von Lullin, vorgeblich Abgeordneter des Her-zogs von Savoyen an den Reichstag zn Regensburg, in Lucer» sich aushalte und insgeheim um einen Ausbruch von 4VV0Mann werbe, was mit dessen Behauptungen, der Herzog wünsche mit Bern und Gens Frieden zu schließen, in Widerspruchstehe. Er warnt die Walliser, an diesem Ausbruch Theil zu nehmen.
Stadtarchiv Sitten: Bündnis!« »nd Briese mit Frankreich ll.
4?>s.
Conferenz der IV evangelischen Städte. '
Aarau. 1K03, 17. Zpril (7. alt. Kal.).
Staa»»archtv Bern. Evangel. Abschiede v, S. tSb.
Gesandte: Zürich. Konrad Großmann, Bürgermeister; Hans Escher, Sekelmeister «nd des Raths.Bern. Hans Rudolf Sager, Schultheiß; David Tscharuer, des Raths. Basel. Jakob Götz; Andreas Ryff,beide des Raths. Schafft) an scn. Georg Mäder, Bürgermeister; Doctor Heinrich Schwarz, des Raths.
Die Gesandten Berns geben über die Gründe Auskunft, welche ihre Obern zur Ausschreibung des gegen-wärtigen Tages veranlaßt haben. Vorerst unterredet man sich darüber, wie man sich ferner in der GenferAngelegenheit verhalten wolle, da mit diesem Handel große Kosten erwachsen und wenig ausgerichtet wird, undMan nicht weiß, wie bald der französische Ambassador, Herr von Vic, wieder in die Eidgenossenschaft kommenUnd was für Aufträge vom König er mitbringen werde. Wiewohl nun die Sache vorzüglich Zürich und Bern,als Verbündete Genfs, ganz besonders aber Bern wegen seiner angränzende» Landschaft angeht, so hat mandoch verschiedener wichtiger Gründe wegen, ungeachtet Genf offen darauf hingedeutet hat und der König vonFrankreich ohne Zweifel es nicht ungern sähe, nicht rathsam finden können, sich jezt in einen offenen Kriegmit Savoyen einzulassen, sondern vorgezogen, die Besazung einfach in Genf zu belassen und die Ankunft desHerrn von Vic abzuwarten. Denn wenn auch Zürich und Bern in einen Krieg sich einlassen wollten, sokönnen doch Basel und Schasfhausen wegen ihres eidgenössischen Bundes sich nicht damit befassen. Wenn nunaber die Stadt Genf unter annehmbaren Bedingungen, ohne Vcrlezung der Ehre Gottes und ohne Nachtheilihres Standes, zu einem festen Frieden mit Savoyen gelangen möchte, wozu die Unterhandlungen beiderseitsbereits angebahnt sind, und wenn, wie zn besorgen ist, sie selbst sich nicht verständigen können, so ist mehrErfolg zu erwarten, wenn alsdann einige. Orte der Eidgenossenschaft, die weder mit der einen noch mit derander» Partei verbündet sind, sich in's Mittel schlagen; könnte auch der französische Ambassador dazu beige-ben werden, so wäre es um so besser. Deßhalb wird beschlossen, im Namen der IV evangelischen Städteein Schreiben an Genf zu erlasse», mit der Ermahnung, einen annehmbaren Frieden nicht auszuschlagen,sondern sich auch zum Frieden zu neigen, da dieses ihm zum Besten und den IV Städten und gemeiner Eid-genossenschaft zum Gefallen gereichen würde; denn so nahe am eidgenössischen Gebiete einen offenen Krieg an-zufangen, würde wenig Nnzen und Gutes bringen; jedoch möchte Genf seinem Erbieten gemäß ohne Vorwissen
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