576
September 1K0I.
gestellten Friedens und stellen in der Voraussezung, daß die Vereinung aufgerichtet werde, die Bezahlung einerMillion? Goldes, d. i. zehnmalhnnderttausend Kronen, in Aussicht. Sie bitten, mit dieser Summe sich zubegnügen, und erbieten sich allen Fleiß anzuwenden, damit noch mehr bereit gemacht werde. Die eidgenössischenDeputirten rcpliciren, daß zwar die angebotene Millione eine große Summe sei, zu den Ansprachen aber undden geleisteten Diensten in keinem Verhältnisse stehe, so daß sie besorgen, es werde dieser Vorschlag der Verei-nung eher Hinderung als Förderung bringen, daß man sich ferner noch nicht darüber ausgesprochen habe, wasin Zukunft jährlich bezahlt werde, und wie man die Summe auf die verschiedenen Ansprachen der Obrigkeitenund der Kriegsleute zu vertheilen gedenke Die französischen Gesandten erklären, keine Vollmacht für einegrößere Summe zu haben, und versicher», der König würde die Vereinung nicht begehren, wenn er nicht be-zahlen wollte, da sie ja ohne Bezahlung nicht bestehen möchte; mit der Distribution werde es der König sohalten, daß bei Jedermann ein guter Wille erwekt werde, daher sie angewiesen seien, bei der Ankunft desGeldes mit den eidgenössischen Gesandten die Ordnung der Vertheilung festznsezeu. Schließlich bitten sie, dieAufrichtung der Vereinung bei den Obrigkeiten zu befürworten. — Dieses Alles wird nun in den Abschiedgenommen und eine andere Tagsazung nach Baden auf den 7. October angesezt. I». Dem Ansuchen Baselsum ein Jntercessionsschreiben an den Herzog von Württemberg in Sachen der Anforderungen der Kirchenund Schulen und anderer württembergischer Crreditoren, wird entsprochen. «. Die Orte, welche die demHauptmann Heer von Glarus in sein neues Haus versprochenen Fenster noch nicht bezahlt haben, sollen esauf künftigem Tag zu Baden thun. «I. Die Gesandten Zürichs bringen vor, ans lezter Jahrrechnung seibetreffs des dringenden Ansuchens der kaiserlichen Commissarien um Hülfe an Mannschaft und Geld widerdie Türken verabschiedet worden, es solle jedes Ort seine Stimme darüber nach Zürich schiken; da aber nurwenig Stimmen eingelangt seien und die meisten derselben dahin gehen, es solle auf nächster Zusammenkunfteine Resolution darüber gefaßt werden, und^da die kaiserlichen Commissarien ans Antwort dringe», so machensie hievon gebührende Anzeige. Wird ml intttruvmtum auf künftige Tagsazung in den Abschied genommen.
i't'i.
Conferenz der Städte Bern und Freibnrg.
An der Sense. 1KCI, 24. September (Montag den 14. alt. Kal.).
Staatsarchiv Bern, ffretburger Abschiede 25)0, und l). 1254.
Gesandte: Bern. Vincenz Dachselhofer, Sekelmeister; Marquard Zehcnder, beide des Kleinen Raths.Freiburg. Martin Gottrau, alt-Sekelmsister; Jost Vonderweid, beide des Kleinen Raths; Anton von Mon-tenach, Stadtschreiber; Franz de Oranges, Generalcommissär.
t» u. I» (S. u. Tscherliz). Freiburg beschwert sich, daß auf den zur Wiederaufrichtung des March-steins zu Montenach zwischen Freiburg und der Stadt Peterlittgen verabredeten Tag von Peterlingen Niemanderschienen und daher Sekelmeister Python „vergebens dahin gesprengt" worden sei. Bern wird über die Ursachedieses Ausbleibens sich erkundigen. «I. Freiburg bittet abermals, man möchte den Abt von Altenryf bei demlangjährigen Posseß des Zehntens auf dem Hof Cerniaz, der in seinen Zehnten zu Villars-Bramard gehöre,bleiben lassen. Bern stellt befriedigende Antwort in Aussicht. «. Bern bittet, die armen Tanner, welche vonden Auen und Rysgründen diesseits der Sense Matten, Büntcn, Gärten, Hänser und Hofstätten durch Ein-