5 .46
Juni ll!00.
schied genommen, unter Verdankung der freundschaftlichen Anerbieten des Gubernators und des Parlaments,t Genf läßt durch seinen Syndic abermals das Gesuch um Aufnahme in den eidgenössischen Bund stellen, untereinläßlicher Auseinandersezung der Vortheile, welche das für die Sicherheit der Eidgenossenschaft haben würde.Es wird abschlägige Antwort ertheilt, jedoch mit der Versicherung, daß man stets nachbarliche Gesinnung gegenes hege» werde. *) zx. Doctor Jselin von Basel eröffnet eine Zuschrift seiner Obern vom 27. Juni über ihrenStreithandel mit Solothurn wegen des Twings und Banns in der Herrschaft Nuningen. Hierauf erklärt derGesandte Solothurns, er hätte gewünscht, Basel hätte seine Antwort unmittelbar an Solothurn gerichtet; weiler darauf zu antworten keine Vollmacht habe, lasse er es beim Rechtsbot verbleiben und müsse den Handelu<1 rvtör<!mlum nehmen, damit seine Obern gebührende Antwort ertheilen. I». Zürich bringt vor, es sei auflezter Tagsazung beauftragt worden, Gewichte zum Abwägen der leichten Gold- nnd Silbersorten anfertigenzu lassen; nun halte es aber diese Maßregel nicht für zwekmäßig, weil kein Geld aus Frankreich komme;dagegen wäre gut, das Münzen überall einzustellen, damit nicht die groben Silbersorten eingeschmolzen werden;Bern, Freiburg und Solothurn möchten ihre Nachbarn von Neuenbürg, Genf und Wallis ermahnen, über dasMünzen grober Silbersorten nnd über deren Einschmelzen ebenfalls eine Ordnung aufzustellen. I. (S. u.Thurgau). k. Der savoyische Ambassador, Graf von Tournon, vermeldet des Herzogs freundlichen Gruß undbundsgenössische Treue und den festen Vorsaz, in seiner wohlwollenden Gesinnung gegen die Eidgenossenschaftzu verharren und nicht nnr all' sein Vermögen, sondern das Leben selbst, wenn nöthig, für sie eiuzusezen, damitdas Bündniß, welches nun schon so lange zu beidseitigem Vortheil bestanden habe, erhalten werde; er bittenderauch die Eidgenossen, in ihrer Wohlmeinung gegen ihn zn verbleiben, nicht allein in Erzeigung von Hülfe undRath, sondern auch in Beseitigung nnd Verhinderung alles dessen, was dein Hans Savvyen zum Nachtheilgereichen möchte. Es sei ihm angenehm berichten zu können, daß der König von Frankreich und der Herzogsich gegenseitig verständigt habe», und daß Hoffnung vorhanden sei, es werde diese Verständigung allerseits be-stätigt werden. Er lade die Gesandten ein, mit ihm zu Nacht zu essen und einen Trunk auf die Gesundheitdes Herzogs umgehen zu lassen, worüber der Herzog großes Wohlgefallen haben werde. Gruß und Aner-bietungen werden verdankt und erwidert. I. sS. n. Freiämter), i». (S. u. Thnrgau). i». Das Gesuchdes Landammanns Büeler um Fenstbr mit der Orte Eh/enwappen in das neue Schüzenhaus zu Lachen wirdin den Abschied genommen. «». (S. u. Sargans). >». (S. n. Thurgau). «z. (S. u. Baden), i». Dasdurch Schwyz vorgebrachte Gesuch des Abts von Einsiedeln, den dortigen Beginen eine Unterstüzung zum Baueiner neuen Kirche und Wohnung zn verabreichen, wird in den Abschied genommen, sS. u. bern.-freib.Vogt, überh.). t. In einer Zuschrift (». Juni) beschwert sich die Stadt Nürnberg über das bisherige Ver-fahren in der Eidgenossenschaft bei Entwendnng von Maaren der nach Frankreich und Italien handelndenKaitfleute, und gibt zu Erhaltung guter Nachbarschaft die Erklärung, daß sie, wenn man ihren Handelsleutendie ihnen entwendeten nnd auf eidgenössischem Boden betretenen Waaren unentgeltlich zurükstelle, Gegenrechthalten wolle. In di» verlangte Zurükstellung der verfallenen 5.00 Gld. an die Erben des Matthias Fetzerund an Paul Sidelmann wird nicht eingetreten; über den angebotenen Vertrag will man auf nächster TagsazungAntwort geben. » (S. u. Rheinthal), v. Gemäß Beschluß lezter Tagsazung treten die Gesandten von Zürich,Luceru, Uri, Schwyz, Glarus und Schaffhausen zusammen, um den beanstandeten Tauschhandel wegen Biel
') Missive sä. ä. l. Juli) des Papstes Clemens VIll. und des Kardinals CinciuS an die VIl katholische» Orte, sie sollenGens abweisen. Staatsarchiv Lucern, Acten: Genf.