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5,1,a (1872) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1587 bis 1617
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540 Mai 1600.

(was man nicht erwarte, da man in der Bundesunterhandlnng so weit vorgeschritten und da der Tag fiir denBundesschwur bereits festgestellt sei), so könnte die Landschaft nichts anderes thun, als mit Schmerzen dasden VII Orten bereits schriftlich anerbotene Recht vor den übrige» Orten der Eidgenossenschaft an die Handzu nehmen und daselbst über dieses Mißvcrständniß und diesen spänigen Artikel einen Entscheid zu erwarten,ohne Beeinträchtigung der bestehenden Freundschaft und des Burg- und Landrechts, welches nächstens wiedererneuert werden solle. Da jedoch die von Wallis von den VII Orten eher eine willfährige Resolution gewär-tigen, als daß diese es zur Schärfe des Rechts kommen lassen, haben ihre Nathsanwälte versprochen, bisEnde künftigen Junis eine schriftliche Antwort zu ttberschiken, was ihre Herren und Obern zu thun oder zulassen gesonnen seien, und inzwischen den angesezten Bundesschwur mit den III Bünden einzustellen, was dannauch ihre Obern angenommen und zugesagt haben.

«10.

Tagsazung der XIII Orte.

Baden. 1600, 14. Wai (Sonntag nach der hl. Vffart Christi).

Staatsarchiv Lurern. Allg. Abschiede IUI», 513. tla»»o»«<»'cht» in <!Iarau. Abschiedbd. X. !>. Äantonsarchiv Schaffftansr».

Gesandte: Zürich. Johann Keller, Bürgermeister; Haus Escher, Sckelmeister und des Raths. Bern.Hans Rudolf Sager, Schultheiß; David Tscharner, des Raths. Lucern. Ludwig Schürpf, Ritter, Schult-heiß; Kaspar Pfyffer, des Raths. Uri. Sebastian von Beroldingen, Ritter, alt-Landammann. Schwyz.Sebastian Büeler, Landammann. Unterwalde n. Wolfgang Schönenbühl, Landammann, von Obwalden;Kaspar Lussi, Ritter, Landammann, von Nidwaldeu. Zug. Apollinarins Jten, Sekelmeister und des Raths.Glarus. Jost Psändler, Landammann. Basel. Melchior Hornlocher, des Raths. Frei bürg. HansPython, Sekelmeister und des Raths. Solothurn. Petermann Sury, Sekelmeister und des Raths. Schaff-hausen. Georg Mäder, Burgermeister. Appenzell. Konrad Tanner, Ritter, Landammann, von Jnner-rhoden; Sebastian Thöring, Landammann, von Außerrhoden.

», Zürich legt eine Zuschrift König Heinrichs von Frankreich (aus Fontainebleau vom 30. April) vor,worin dieser seine Freude ausdrükt über den Entschluß der Eidgenossen, die alte Vereinung mit ihm erneuernzu wollen, und meldet, daß er seinen Oheim, den Herzog von Biron, mit den daherigen Unterhandlungenbeauftragt habe. In der Antwort wird dem König für sein gnädiges Anerbieten gedankt und gebeten, diegeeigneten Verfügungen zu treffen, damit seinen und des Ambassadors Versprechungen ei» Genüge geschehe.I». Nachdem die Gesandten Berns sich bereit erklärt, die Vorschläge anzuhören, welche die IV Städte nebstGlarus und Appenzell A.-Rh. zu Beilegung der Anstände wegen des Tauschs um Biel vorzubringen hätten,und nachdem die Gesandten Biels eine einläßliche Beschwerdeschrift gegen einzelne Artikel des Tauschvcrtragsverlesen und die Rechte und Befugnisse eines Meyers zu Biel erläutert haben, wird durch einen Ausschuß denGesandten Berns das Gesuch vorgetragen, den Tausch aufzuheben oder aber die von Biel zu einem Auskaufkommen zu lassen, damit sie auf freien Fuß gestellt werden. In schriftlicher Antwort erklären die bernischenGesandten, daß Bern in die Aufhebung des förmlich abgeschlossenen und von Kaiser und Papst bestätigtenTausches nicht eintreten könne, daß die Ansicht Biels, als habe der Bischof Bern mehr abgetreten, als wozuer die Bcfugniß gehabt, irrig sei, endlich daß Bern den Bielern die Wiederlosung nicht gestatten könne; übri-