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5,1,a (1872) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1587 bis 1617
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Februar 1599.

geistlicher und weltlicher Hinsicht angehören, Bern aber habe unter dein Schein eines Burgrechts zuerst dasGeistliche angegriffen und sich die Präsentation, Exainination und Coufirmation der Prädicanten im Münstcr-thal zugeeignet, dann auch das Weltliche an sich gezogen; dann haben die von Biel angefangen, gegen de»Bischof sich widerspänftig zu erzeigen, haben seine Beamten entsezt, die Bußen, Zehnten und den Stab an sichgezogen und dazu die Unterthanen im Erguel aufgewiegelt, so daß er nicht mehr länger habe zusehen können.Um nun die Unruhen, Kosten n. A. m. los zu werden und zugleich Ruhe und Frieden mit Bern zu schaffen,habe er kein geeigneteres Mittel gefunden, als eben diesen Tausch; wenn er Biel weggebe, so gebe er dochwenig hinweg, indem er bisher nur Schaden davon gehabt habe, dagegen werde durch den Tansch die Mann-schaft im Münsterthal und Erguel denen von Bern entzogen und er mit der Zeit die katholische Religion dorteinführen können; er bitte daher, man möchte diesem Tauschhandel die Zustimmung ertheilen. Nach Anhörungdieses Vortrages und eines Berichts der Gesandten von Frciburg und Solothurn kann man immer noch nichtfinden, daß der Tausch in der projectirten Weise dem Bischof oder den katholischen Orten annehmbar sei; daherwird die Angelegenheit in den Abschied genommen, um die Gesandten ans nächste Tagsazung darüber zu in-struiren; auch werden Burgermeister Lamberger und Sekelmeister Sury an den Bischof abgeordnet, um ihmdie Gründe auseinander zu sezen, warum man zu diesem Tausch nicht stimmen könne, v. Dem Landammannvon Beroldingen wird der Auftrag crtheilt, beim Gubernator zu Mayland und bei Alfonso de Casale dieErledigung der Anstände wegen des Salzhandels zu betreiben; auch verwendet man sich bei diesen für Frei-lassung des RittersSchwanetten" und Mithaften von Luggarus. «I. Dem Herzog von Mantua wird sei»Anerbieten wegen Kornkaufs verdankt, v. Ulrich Heimgartner, Dekan des Klosters St. Gallen, Doctor GeorgJonas, Kanzler, und Dietrich Reding von Schwyz, Landvogt der Grafschaft Toggenburg, berichten als Ab-geordnete des Abts Bernhard über dessen Anstände mit seinen evangelischen Unterthanen im Toggenburg undbitten dringend um Beistand, damit der Handel gütlich oder rechtlich ausgesprochen werde. Antwort: Ma»bedaure diese MißHelligkeiten herzlich und wolle nicht ermangeln, darüber an die Obrigkeiten zu berichten,damit sie ihren Gesandten auf nächste Tagsazung angemessene Instructionen ertheilen, die unruhigen Leute andie beiden Orte Schwyz und Glarus zu gütlichem oder rechtlichem Ausspruch zu weisen und dann auch mitZürich zu sprechen, daß es gemäß Briefen und Landfrieden der Toggenburger sich nicht mehr annehme-ß°. Hauptmann Konrad Tanner von Appenzell berichtet, wie die in den äußern Rhoden niedergelassenen Ka-tholiken behandelt werden, wie man sie mit Gewalt von ihrer Religion und ihrem Eigenthum zu verdränge»und zu unterdrüken suche. Er bittet im Namen einiger Hundert Personen um Schuz und Schirm und ersuchtdaneben, wohl zu beachten, daß die Evangelischen bisher keinen Ermahnungen und Beschlüssen haben nach-kommen wollen, und daß die Katholiken, wenn man ihnen nicht zu Hülfe komme, zu Grunde gehen müsse»-Antwort: Er soll von den Evangelischen von Außerrhoden schriftliche Antwort begehren, ob sie den Zuschriftund Beschlüssen der Eidgenossen stattthuu wollen oder nicht; würden sie selbe abschlagen, so soll er sieNamen der Katholischen auf nächste Tagsazung nach Baden citiren. Der Handel wird übrigens in den Ab-schied genommen, ßx. (S. u. Freiämter). I». Wenn die Gesandten von Mühlhausen auf nächster TagsazmMwieder erscheine», so soll Zürich an sein Versprechen erinnert werden, dieselben nicht mehr einzuladen, indemdie acht Orte nicht mehr neben ihnen sizen werden. I. Der Herzog von Savoyen und der spanische Ambassador werden au die verfallenen Pensionen und an die rükständigen Forderungen der Hauptleute erinnert.