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5,1,a (1872) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1587 bis 1617
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Januar 1599.

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und Artikeln vor sich gehen werde oder nicht, entgegnen die bischöflichen Abgeordneten, der Bischof habe Berndiese Artikel vorbringen lassen, lezteres wolle aber nicht dazu stimnien, sondern wende ein, das sei ein Privat-vertrag und es gehe den Bischof nichts an, wie die Eidgenossen einander den Paß vermöge ihrer Bünde ge-statten; waS die Mannschaft im Ergnel betreffe, so werden die ans dem Ergnel, wenn die katholischen Ortedes Bischofs Hülfe bedürfen, von diesem wohl ermahnt werden können, ihnen zuzuziehen; betreffs der Religionwollen sie nicht, daß der Landfrieden angezogen werde. Hierauf werde» die bischöflichen Abgeordneten ersucht,den Bischof zu bitten, mit der vorgenommenen Tanschhandlung stillzustehen, bis die übrigen katholischen Ortedarüber berichtet seien und ihren Entschluß kund gegeben haben. DaS Begehren der bischöflichen Abgeordneten,daß man sich zu nähern versuchen und einmal auf Ratification hin den Tauschabtruckhen" möchte, wird inden Abschied genommen nnd beschlossen, Lucern davon schriftlich Mittheilnng zu machen.

»7?.

Conferenz der VII katholischen Orte sammt dein katholischen Landestheil von Appenzell.

Lucern. 15S9, 1. Aevruar (Montag vor Liechtmeß).

Staatsarchiv Liicer». Lmerner Mlchiedc tt. Z44.

Gesandte: Lucern. Jost Holdermeyer, Schultheiß; Jost Pfyffer, Ritter, alt-Sch»ltheiß; Christof Kloos;Kaspar Pfysfer, leztere beide des Raths. Uri. Walther Jmhof, Ritter, alt-Landammann. Schwyz. JostAufdermaner, Landammann. Unterwalden. Konrad Wirz, Landammann, von Obwalden; Andreas Lussi,Ritter, Landammann; Johann Waser, Ritter, alt-Landammann und Pannerherr, von Nidwaldcn. Zug. HansJakob Stocker, Ammann. Freibnrg. HeinrichLambert" (Lamberger), Bürgermeister nnd des Raths.Solothurn. Petermann Sury, Sekelmeister und des Raths. Appenzell J.-Rh. Johann von Heimen,Landammann.

Gegenwärtiger Tag wird abgehalten, um ans die durch Zürich nach Baden ausgeschriebene Tagsazung übereine gleichförmige Instruction sich zu vereinbaren. ». In Betreff der rükständigen Ansprachen an Frankreichwird beschlossen, in einem ernsten Schreiben an den König sich zn beklagen, daß seine und seines AmbassadorSVersicherungen bisher so schlecht gehalten nnd daß der Eidgenossen Dienste und lange Nachsicht so wenigrespectirt werden. Da man nur ungern zu jener in frühern Zuschriften angedeuteten Maßregel schreiten möchte,so wolle man noch bis Ostern zuwarten, in der bestimmten Erwartung, daß dann die versprochenen 300,000Kronen an die Anleihen, Pensionen und Friedgelder der Obrigkeiten und 200,000 Kronen für die Hauptlentcentrichtet werden; geschähe das nicht, so müßte man dem Ambassador das Geleit abkünden und die Sache andie obersten Behörden gelangen lassen und zu den Mitteln schreiten, die früher angedeutet worden seien. Dabeikill man de» Ambassador ersuchen, zur Betreibung der Sache sich selbst zun, König zu verfügen. Sobaldder Ambassador znrükgekehrt oder eine Antwort vom König eingelangt sein wird, will man sich wieder ver-!a»,meln und die Sache auf keinen Fall hinausschieben lassen. Ans nächster Tagsazung will man vernehmen,kas die andern Orte zn thun gesonnen sind, überhaupt ihr Benehmen fleißig beobachten und über die In-structionen sich vergleiche», um einmüthig auftreten zu können. I». Doctor Christian Schmidlin, Gesandterdes Bischofs von Basel, erläutert in länger», Bortrage die Gründe, warn», der Bischof auf den Abtausch Bielsdringen müsse: Es sei nnläiigbar, daß das Münsterthal, Biel nnd die Grafschaft Ergnel dem Bisthum in