August bis Oktober 1595.
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^cmzösischeu Deputirteu anerkenne» diese Forderung als billig und versprechen darauf Bedacht zu »chinen, ohneman sie nochmals daran mahnen müsse.
Am 27. September seien sie zum Herrn Connetable berufen worden, bei dem der Kanzler, die Herren"»» Belliövre, de la Gniche, de Fresnes, von Sillery und zwei Finanzherren versammelt waren und wo ihnenHegendes eröffnet wurde: Die mitgctheiltcn Ansprachen können sie nur für gut und gerecht anerkennen; siehaben die Zeit her nach den besten Mitteln zn deren Berichtigung geforscht, die Finanzen geprüft und können jeztVerhältnis; zn den ordentlichen Einkünften der Krone mehr nicht als jährlich 300,000 Kronen versprechen;^ in der Eidgenossenschaft schon wiederholt geklagt worden sei, es werde viel versprochen, aber nichts gehalten,so wollen sie als ehrliche Leute nicht mehr versprechen als gehalten werden könne; würde ihnen mehr zuge-"Mthet und müßten sie jezt das zusagen, so würde es doch nicht gehalten, die 300,000 Kronen aber sollenjedes Fahr gewiß folgen und später noch mehr, wen» einmal die Angelegenheiten in Frankreich sich gebesserthaben. Dieses Anerbieten haben sie ungenügend gefunden und ganz ernstlich begehrt, man möchte noch 100,000Kronen jährlich zulegen. Da aber die königlichen Deputirteu darauf nicht haben eingehen wollen, haben siedas Begehren gestellt, cS möchte jedem Gesandten über seine eröffnete und als gerecht anerkannte Anspracheeine förmliche Obligation unter des Königs Namen und Siegel zugestellt werden, ferner möchten die königlicheniliäthx eine urkundliche Bcschelnung über ihre jezt gegebenen Versprechen ausstellen und ans welchen Tag jährlichdie 300,000 Kronen ausbezahlt, auch daß sie an Niemand anders ansgetheilt werden sollen als an die Orte""d Zugewandten, welche sich mit Gesandten bei dieser Legation bctheiligt haben, serner daß über dieses Alles"ar dem Parlament und der Lkumkr« eomptes zn Paris förmliche Ratificationen aufgerichtet und innertMei Monaten durch den Herrn von Sillery ihnen zngeschikt werden; auf diese Bedingungen hin wollen siedieses Alles ihren Herren und Obern vorlegen, in deren Gutfinden es dann stehe, solches anzunehmen oder"ach Umständen andere Wege zn versuchen. Herrn von Sillery haben sie überdieß ersucht, ihnen die begehrtenBriefe, sobald sie concipirt seien, zur Einsicht mitzutheile», damit sie nötigenfalls ihre Einwendungen an-dringe» können.
Am 28. September haben die Gesandte» der fünf Städte den Herrn von Sillery wiederum an die aus-stehenden Zinsen von den 70,000 Kronen erinnert, worauf er versprach, die auf Weihnacht verfallenen dreiMinsen werden auf St. Martinstag oder längstens auf Weihnacht unfehlbar entrichtet werden; wenn einer derHarren Gesandten mit ihm nach Paris reisen wolle, werde er ihm den Zahler zeigen, auch werde er die könig-lichen Verschrcibungen über das Hauptgut zugleich mit den Zinsen heraus schiken.
Auf das dringende Ansuchen der Hanptleute, welche nicht mehr in des Königs Diensten stehen, aber vonda>» navarrischen und andern Zügen her noch Ansprachen haben, sowie der eidgenössische» Garde, habe» sie deren^ai Beschwerden und Begehre» am 29. den königliche» Rüthen mitgetheilt, betreffend Verbesserung ihres Soldesl Krone aus jeden Monat, Bezug einer neuen Bekleidung alle acht Monate gemäß deS vom vorigen Königl'ai Aufrichtung der Vereinnng gegebenen Versprechens, ferner Berichtigung ihres ausstehenden Soldes undBelohnungen, ini Betrag von 20,000 Kronen. Diese Begehren sowie die von den eidgenössischen Kaufleuten^'"gereichten Supplicationen haben die königlichen Näthe zu Händen genommen, um nähere Einsicht davon zu"ahmen und dann gebührenden Bescheid darauf zu geben.
Den folgenden Tags nach Paris abreisenden Großkanzler haben sie zuvor durch einen Ausschuß bittenlösten, die Ausfertigung der verlangten Briese befördern zn wollen, was er versprochen habe mit Erinnerung,