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5,1,a (1872) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1587 bis 1617
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388
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A88 August bis October 1595.

zurechnen und die Ansprachen zu liquidiren; alsdann erst werde man sehen, wie hoch die Ansprachen sich ^laufen und wie in keinem Verhältniß dazu der gemachte Vorschlag sei. Der Connetable n»d Herr von Belli«»"haben darauf ihre Abreise nach Valence fiir einige Tage angekündigt und bemerkt, daß inzwischen der Ka»Mund die Herren von Sillery und Bussy mit ihnen tractiren werden. Am 19. haben sie mit diesen consentbei welchem Anlaß der Kanzler erklärt habe, er und der ganze Rath wisse wohl, wie rechtmäßig der E'b-genossen Ansprachen seien, und der wäre kein guter Franzose, der das nicht anerkennte; der König und siebedauern sehr, daß auch jezt noch keine Satisfaction erfolgen könne; da nun aber ihre vorgeschlagenenverworfen worden, so wollen sie gern vernehmen, was fiir Mittel die eidgenössischen Gesandten vorzuschlagenhätten. Auf ihre Entgegnung, daß es noch nicht an dem sei, von Mitteln zu sprechen, sondern daß man zu»"''ihre Ansprachen vernehmen möchte, seien Herr von Sillery und ein Finanzherr von den andern königliche"Deputirten bezeichnet worden, mit ihnen zu tractiren. Am andern Tag habe Sillery allein mit jedem »""ihnen besonders gerechnet und jeder habe ihm seine Ansprachen schriftlich übergeben. Da darauf während einigtTagen die Sache nicht gefördert worden, haben sie sich am 23. versammelt und in der angesuchten A»d>^bei den französischen Delegirten diesen Folgendes vorzutragen sich vereinbart: Lezte» Samstag habe jeder »»"ihnen seine Ansprachen dem Herrn von Sillery eröffnet und zum Theil schriftlich übergeben; sie denken, ^und die andern Herren werden dieselben nunmehr geprüft haben; der König habe bei seiner Abreise zngcsich^daß ihre Angelegenheiten vor allen Dingen gefördert und auf befriedigende Weise erledigt werden sollen, »"der Connetable habe versprochen, daß während seiner und des Herrn von Belliövre Abwesenheit die zu"bleibenden Herren Gewalt haben, mit ihnen zu tractiren; daher hoffen sie, man werde nunmehr Mittel w>ss""'und bitten, ihnen dieselben zu eröffnen; bereits seien sie in die fünfte Woche hier und haben noch nichtsgerichtet; ihre Herren und Obern werden großes Bedauern tragen, daß sie so lange und in so großen K»st""hier liegen müssen, während alle Andern und gerade des Königs Unterthanen aus den nächsten Provinzen »gefertiget würde»; es thue ihnen weniger um ihre Person als nm ihre Herren und Obern leid, daß sie tihre treuen Dienste so schlecht respectirt werden, was ihrer Reputation und Ehre schier zu nahe gehe; sie könne"nicht bergen, daß, wenn man auch diese Woche nicht anders als bisher mit ihnen verhandle und sie nicht »abfertige, sie Willens seien, künstige Woche heimzureisen, um ihren Obern zu rapportiren, wie die SaA"ergangen, und dieselben weiter handeln zu lassen; dieses würde aber wohl wenig Freundschaft und gutenbringen und besser erspart bleiben. Man möge dieses ihnen nicht ungut aufnehmen und anerkennen, baßzu dieser Erklärung genöthiget worden seien. Die königlichen Räthe haben ihnen darauf versichert, wieihnen selbst auch diese Verzögerung sei; die Sachen seien aber so schwierig, daß es anders nicht möglichwohl seien Leute aus den Provinzen bälder abgefertigt worden, deren Sachen aber seien geringe gewesen, t"es keines Geldes bedürfe; sie haben gestern den ganzen Tag und auch heute wieder über die Angelegen^gesessen, und es vergehe kein Tag, keine Stunde, daß sie nicht darüber nachsinnen; sobald der Connetable 'Herr von Belliövre zurükgekehrt seien, werden sie sich mit denselben darüber berathen und dann einen e»dl>HBeschluß geben; der König wünsche nnt der Eidgenossenschaft die alte Freundschaft zu erhalten und sie, ^möglich, zu befriedigen.

Nach diesem haben die Gesandten von Zürich, Bern, Basel, Schafshausen nnd St.Gallcn insbesondere agehalten, daß man doch die ausstehenden Zinsen von de» verbürgte» 7N,000 Kronen bezahle, damit ihrenamentlich Basel, als den Gläubigern zunächst gelegen, nicht ferner so geplagt und verkleinert werden.