Druckschrift 
5,1,a (1872) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1587 bis 1617
Entstehung
Seite
386
Einzelbild herunterladen
 

August 1595,.

Vollmachten mitgeben, damit sie an den Großherzog von Florenz eine freundliche Verwendung abgehe» lasse»-Ii. (S. u. Lauis). I. (S. u. Bellenz zc.).

Man sehe auch im Abschnitte Herrschastsangclcflcnhciten:

Lantwogtei Lauis. Art. 163. Justizsachen.

Äogtci Bellenz:c. «k, I. Art. 56-58.

2««.

Bericht der Gesandtschaft der evangelischen und anderer Orte an den König von Frankreich.

1595, 19./9. August bis I9./9- Hctover.

j>a»»o»«ar«I,tv <?«6affl,a»se».

Gesandte: Zürich. Gerold Escher, des Raths. Bern. David Tscharner, des Raths. Glar»s<Heinrich Lager, des Raths. Basel. Melchior Hornlocher, des Raths. Solothnrn. Urs zurdes Raths. Schaffhausen. Hans Konrad Meyer, Bürgermeister. Appenzell. Hans von He»»^'Landammann. Abt von St. Gallen. David Stnder, Hofmeister. Stadt St. Gallen. HeinrichPannerherr und des Raths. Oberer Bnnd. Thomas von Schauenstein, Ritter und des Raths. Gottes-Hausbund. Rudolf von Planta, des Raths. Zeh ngerichte bnnd. Hartmann de Hartmannis, Ritt"und des Raths.

Da auf jüngster Tagsazung zu Baden beschlossen worden, die schon im Januar ans der Conferenz Z"Aarau verabredete, später wieder eingestellte Gesandtschaft nach Frankreich zur Betreibung der den Obuöleiten und Privaten ausstehenden großen Summen ihren Fortgang nehmen zu lassen, so haben sich die ^sandten am 9. August (a. K.) in Bern zusammengefunden. Hier sei ihnen ein Schreiben des Ainbassod»von Sillery, aus Lyon datirt, übergeben worden mit der Anzeige, daß er auf die gewünschte Zeit die P»"nicht schiken könne, da der König noch nicht dort sei. Daher haben sie beschlossen, den Weg über Genf "durch Savoyen nach Lyon zu nehmen und den Herzog von Savoyen um sicheres Geleit durch seine Lande.i'ersuchen. In Bern sei noch der Vortrag an den König festgestellt und Schultheiß und Rath gebeten wordenin ihrem und aller betheiligten Orte Namen und unter ihrein Siegel das Credenzschreiben für die GeschO'auszufertigen.

Am 12. August (a. K.) seien sie aus Bern verreist und am 15. in Genf angelangt, wo sie auf die I»voyischen und französischen Pässe warteten. Am Ili. seien die Pässe von Graf Martinengo, des Herzogs v»Savoyen Generallieutenant diesseits des Gebirgs, eingetroffen, sammt dem freundlichen Begehre», die Gesa»möchten der größern Sicherheit wegen ihren Weg über Rumilly nach Chambery nehmen; und da die kön'ölichen Geleitbriefe zu lange ausgeblieben, haben sie Herrn Lesdigniures in Grenoble gebeten, fiir ihre Sicheldurch sein Gebiet besorgt zu sein. Am 20. August haben sie in Rumilly die königlichen Paßporte sainnü e»Meldung des Herrn von Sillery erhalten, daß der König in Lyon angekommen sei. Am 24. seien sie >» ^angelangt, wo Herr von Sillery sich erboten habe, ihnen Audienz beim König zu verschaffen. Diese sei 'h" ^dann am 30. gewährt worden. In ihrem Vortrag haben sie den König beglükwünscht zu seiner Erhebung »den französischen Thron, ihm vorgestellt, welch' große Summen ihren Herren und Obern für Baardarle^ 'Verschreibuugen, an Interessen nnd verfallenem Friedgeld, viele» Privaten an Pensionen, Sold und ander» ^