Juli bis Oktober 1595.
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Gubernator und Parlament, sie haben ihren Mitrath, Herrn von Wattenwhl, angewiesen, den Gesandten derEidgenossen sich zur Verfügung zu stellen und ihnen thatsächlich zu beweisen, wie lieb und angenehm der Ge-sandten Miihe und Arbeit der burgnndischen Negierung sei; daß dieser Auftrag Herrn von Wattenwhl nicht^gekommen sei, lasse sich aus der gegenwärtigen Unsicherheit der Straßen erklären; die Negierung bitte dringend,
Gesandten möchten ihre vorhabende Negotiation sich angelegen sein lassen und so bald als möglich in'ss^anzösische Lager sich verfügen und sich durch keine Ränke aufhalten lassen; Herr de Nrtine habe weder einenWaffenstillstand auszubringen noch das Zuriikziehen der beiden Obersten Gallati und Grißach zu erreichenvermocht, daher bitte sie, daß die Gesandten daö zu erzielen trachten möchten, bevor es zu spät sei.
Inzwischen warteten die Gesandten auf des Königs von Frankreich Antwort und erließen, als diese"ach Ablauf des Termins nicht eingegangen war, an ihn folgendes Schreiben (Pontarlier, 7. August): Siehaben ans der durch Hauptmann Sphrer heute überbrachten Antwort mit Freuden des Königs gnädige Ge-sinnung entnommen, wofür sie ganz dienstlich danken; sie bitten um gnädige Beförderung ihres Anliegens unds^ieii auch erbötig, noch zwei bis drei Tage hier zu verbleiben und weitern Bescheid zu erwarten; er möchte"ver inzwischen keine Feindseligkeiten gegen seine Gegenpartei beginnen, wo möglich ihre Ankunft erwarten,vurch de» Überbringer dieses, Hauptmann Sphrer, möglichst bald seine Entschließung mittheilen und ihnen und'hreu Begleitern ein sicheres Geleit zukommen lassen.
Am 1v. August, als noch immer keine Antwort vom König eingetroffen war, erließen sie abermals einSchreiben an ihn mit der Bitte um Gewährung des Geleits, oder aber, wenn er nicht gesonnen sei, sie an-i'chören und den Krieg in der Grafschaft continuiren wolle, um Mittheilung seines gnädigen Willens, damit
verlängerte Verzug nicht znlezt ihnen zur Last gelegt werde. Am gleichen Tage erließen sie, ebenfalls von^vutarlier ans, an die beiden Obersten Gallati und Grißach eine Zuschrift folgenden Inhalts: Gemeine Eid-genossen have» schon wiederholt von Zürich und Baden aus an den König von Frankreich und auch an sie,v>e Obersten der beiden eidgenössischen Regimenter, ernstlich geschrieben, der König möchte wegen der beschwo-ren Neutralität nichts Gewaltthätiges gegen die Freigrafschaft Burgund vornehmen; nun seien sie von ihren^ber» abgeordnet worden, Mittel und Wege zu suchen, wie gemeiner Eidgenossenschaft und der Grafschaft derschwere Krieg ab dem Hals genommen werden könnte; inzwischen seien Klagen an sie gelangt, daß der Königv»rch Einnahme von Schlössern und Städten, durch Raub und Verheerung mit aller Strenge fürfahre; da""u aber die bisherigen Schreiben an den König und an die Obersten unbeachtet geblieben seien, so stellen sie"" die Obersten und Hauptleute das uachdrükliche Ansuchen und Begehren, bei Vermeidung ihrer Obrigkeiten^"gnade und Strafe, in diesem schweren Krieg gegen die Grafschaft mit ihren Regimentern sich nicht mehr^brauchen zu lassen, da man nicht gesonnen sei, das, was die frommen Voreltern in wahren Treuen und mit^richtige,« Herzen mit dem Hause Burgund aufgerichtet haben, vcrlezen zu lassen; dabei möchten die Obersteneün Könige anhalten, daß er ohne längern Verzug die gewünschten Pässe und sicheres Geleit ihnen, den Ge«'""dten, zuschike.
Da inzwischen der König mit seinem Heere gegen Salins vorgerükt war, gelangten von Richer, Schöffen^"d Rath dieser Stadt an die eidgenössischen Gesandten drei Schreiben, in deren erstem (8. August) sie um^förderliche Jntercession und Vermittlung ersucht werden. Im zweiten (9. August) wird ihnen angezeigt, daß^ König durch einen eidgenössischen Edelmann, den Hauptmann Sphrer von Basel, der Stadt Schonung""erboten habe, wenn sie ihm unverzüglich 30,0<A1 Krone» bezahle, daß sie aber bisher immer auf die Ver-