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Juli bis Octobcr 1595.
König anerkennen wollen; worin er auch die Gründe angibt, warum er den von den Eidgenossen befürwortete»Waffenstillstand nicht annehmen könne, so lange die spanische Kriegsmacht auf seinem Gebiet sich befinde; wori»er endlich sich beschwert, daß seine Feinde von einigen eidgenössische» Orten unterstüzt worden, daß er dessenungeachtet aber zur Eidgenossenschaft alle Freundschaft hege, weil die Mehrheit ihm stets treu gebliebe» sei-2. Missiv des Grafen von Champlyte, Gubernators der Grafschaft Burgund, und des Parlaments zuan die XIII Orte (Gray, 21. Juli): Ungeachtet der Zuschrift der Eidgenossen an den König von Frankreichsei dieser gestern mit seinem Heer in die Grafschaft eingedrungen, wobei sich sichern Berichten zufolge dieObersten Grißach und Gallati mit ihren Regimentern betheiligt haben; dieses sei nun aber nicht der Erbeinunggemäß, und er mache ihnen diese Meldung, weil es ihre Reputation und ihren guten Namen berühre; de»»gerade deßhalb, daß sie bei Verträgen und Verkommniffen versprochene Treue und Glauben halten, seie» ^Eidgenossen in der ganzen Welt so beriihnit geworden; er bitte, die Unterhandlungen für den Frieden ernstlichan die Hand zu nehmen und die Abreise ihrer Gesandten zu beschleunigen, damit der Krieg von der Grafsch^abgewendet werde. ,
Auf diese Schreiben sind die Gesandten laut Verabredung am 30. Juli in Neuenbürg angekomine»,von einem Abgesandten der Grafschaft empfangen und am folgenden Tage von ihm nach Pontarlier kegletworden, wo sie drei Tage blieben, weil ihnen ein Geleitsbrief vom Condestable von Castilien (des Kö>»^von Spanien Gubernator in Mayland, Befehlshaber der spanischen Armee) nicht zugekommen war, weßhulb siean diesen und an den König von Frankreich von hier aus Gesuche um sicheres Geleit erließe». InAntwort (Lesny, 5. August) bedauert König Heinrich, daß er die Gesandten da, wo er jezt sei, nicht >voyempfanget! könne, hofft aber, in zwei Tagen Arbois einzunehmen; da er für ihre Sicherheit nicht Mist»könne, möchten sie in Pontarlier sich gedulden und dort seine weitern Bescheide erwarten. Dagegen verheißihnen der Condestable (Gray, 8. August) sicheres Geleit durch sein Heer und dortige Landschaft und überse»^ihnen „ein gformierte Paßporten." — Gubernator und Parlament zu D»le erließen an die Gesandte» e»'Schreiben (D5le, 5. August) folgenden Inhalts: Sie frenen sich über deren Ankunft und wünschen, ihnensönlich die nöthigen Aufschlüsse über die Lage der Dinge und über die von Herrn de Urtine im französisch^Lager geführten Negotiationen mitzntheilen; das ausgestreute Gerücht, als habe die Grafschaft bei 1^0,Kronen für diesen Krieg aufgewendet, sei ungegründet, aber es werde damit bezwekt, glaubhaft zu machen, "habe die Grafschaft die Neutralität gebrochen; es sei sehr nöthig, daß die eidgenössischen Gesandten e>»'^Räthe aus dem burgnndischen Parlament bei sich hätten, welche mit den Geschäften und Sachen vollko»»"^vertraut seien, um ans Alles richtigen Bescheid geben und, wenn nöthig, die Beweise aufführen zu können, 'die Grafschaft vom Festhalten an der Neutralität niemals abgewichen sei, daß sie nie, weder öffentlichheimlich, Geld zum Kriege beigesteuert habe, daß sie vielmehr Ursache hätte, Vergütung des Schadens z»gehren; die burgundische Regierung bitte, die Gesandten möchten Allem, was ihnen von den Widersächern hi»^bracht würde, keinen Glauben schenken, bis auch ihre Abgeordneten in demselben Heerlager angekommendort angehört worden, und möchten für die Auswirkung der nöthigen Pässe für zwei oder drei burgu»^'^Räthe besorgt sein; wenn die eidgenössischen Gesandten erlangen, daß die Bauern die ans dein Felde stehc»^"Früchte einsammeln können, welche sonst durch das viele Kriegsvolk zu Grund gerichtet würden, so würdeVerpflichtung der Grafschaft noch vermehrt; sie habe Grund zu hoffen, daß der Befehlshaber der andern ArMverbieten werde, die Bauern in ihrer Arbeit zu hindern. In einer später« Zuschrift (10. August) >»e